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Die

Qross=Schmetterlinge

der Erde

^^= Eine systematische Bearbeitung ^=^ der bis jetzt bekannten Gross-Schmetterlinge

In Verbindung mit namhaftesten Fachmännern herausgegeben

Von

Prof. Dr. Adalbert Seitz

STUTTGART

Verlag des Seitz'schen Werkes (Alfred Kernen) 1914.

Alle Rechte vorbehalten.

Druck von H. I-aupp jr, Tübingen

L Abteilung:

Die Gross-Schmetterlinge

Palaearktischen Faunengebietes

3. Band: Die eulenartigeti Nachtfalter

Mit 75 kolorierten Tafeln (433S Figuren).

Vorwort.

Nachdem vor genau einem Jahre der zweite Band der paläarktischen Abteilung der „Großschnictter- linge der Erde" abgeschlossen worden ist, übergeben wir heute den dritten der Oeffentlichkeit. Die günstige Aufnahme der bisher erschienenen Bände macht mich sicher in dem Bewußtsein, daß auch diesem die nachsich- tige Beurteilung zuteil werden wird, die in den maßgebenden Kreisen die früheren Bände gefunden haben. Im Gegensatz zu den beiden seither erschienenen Bänden entstammt der vorUegende bis auf das erste kurze Kapitel der Feder nur eines Bearbeiters, des durch seme zahh-eichen hervorragenden Arbeiten hinlänghch be- kannten Herrn AV. Warren. Von den Abbildungen süid 80 — 90*^o nach der Natur hergestellt und viele davon sind die ersten Reproduktionen bisher noch nirgends abgebildeter Arten. Sie smd mit soviel Treue und Sorgfalt hergestellt, als der überaus geringe Preis von durchschnittUch weniger als einer Mark für die Lieferung es zuließ. Von den über 4000 Abbildungen, welche die paläarktischen Noctuiden illustrieren, sind gut * 5 nach Originalen, die Herr Dr. W. v. Rothschild aus dem Tring-Museum zur Verfügung zu stellen die Güte hatte, wofür Ulm hier der aufrichtigste Danli ausgesprochen sei. Ohne die Schätze dieses überaus reichen Museums wäre eine Illustrierung nach der Natur in auch nur annähernd vollständiger Durchfülirung nicht möghch ge- wesen.

Für ganz besonders dienhch habe ich es gehalten, die nordost-asiatische Fauna in einer Vollständigkeit zu brmgen, welche die zahlreichen Sammler, die sich auf die paläarktische Fauna beschränken, in den Stand setzt, die von dort bezogenen Formen richtig zu bestimmen. Ich habe daher zahh-eiche Tj^en aus den Sammlungen von Leech, Pryer und Wileman in London abbilden lassen, was teils durch Herrn Horace Knight, teils durch Miss Prout in geradezu mustergültiger Weise ausgeführt wurde, und es ist mir eine angenehme Pfhcht, hier meinen aufrichtigen Dank für die Sorgfalt zu sagen, die auf die Anfertigung von Vorlagen verwendet worden ist. Eme weitere Anzahl von Abbildungen wurde von Typen abgenommen, die Herr R. Püxgeler in dankens- werter Weise zur Verfügung stellte, und so gelangten wir in den Besitz fast sämthcher abbildenswerter ilodelle (gegen 4000 Formen), deren Komplettierung wir dadurch erreichten, daß die ausgezeichneten Abbildungen auf Sir George Hampsons vorzüglichem Katalog, aus Romanoff und aus Charles Oberthürs ,,Ktudes" zur Aus- füllung der Lücken kopiert ^^'urden. Ei"stere sind ebenfalls meist nach Vorlagen des Herrn Horace Knight ausgeführti und dürften dadurch, ebenso wie die anerkannt vorzüglichen Bilder in Romanoff und Ober THLTR, jeder Kritik standlialten.

Die Lepidopterologen des Kontinents wkd die Angabe interessieren, daß die meisten in Britannien vorkommenden Noctuiden nach britischen, nicht nach kontinentalen Stücken abgebildet sind. Es existieren hier Nuancen-Unterschiede, die zwar nicht erhebhch sind, aber doch verschiedene Foi-scher, wie z. B. Tutt, zur Verleihung eigner Benennungen veranlaßt haben. Mehrfache Zuschriften und die Aeußeningen unreifer Kii- tiker bezeichneten solche Darstellungen mehrfach zu Unrecht als ,,in der Grundfarbe verfehlt" und lieferten dadurch den Beweis, daß die Färbungs-L^nterschiede tatsächhch selbst von weniger geschulten Augen deutlich wahrgenommen werden. Ich habe daher den Bearbeiter der Noctuiden gebeten, die anfangs nicht geplante eingehende Behandlung der sehr zahlreichen TLrTT'sclicn Abberrationsnamen durchzuführen, obwohl dies für ein so umfangreiches A\'erk als nicht immer geeignet erscheinen könnte. Der Umfang des dritten Bandes ist dadurch allerdings nicht unerheblich über das anfänglich veranschlagte Maß von 40 Bogen hmausgekommen und die Zahl der Lieferungen von 25 auf 33 erhöht worden. Da aber der Preis (von ca. Mk. 30. — ) für 500 Seiten Te.xt und über 4000 Abbildungen für die Subskribenten immer noch ein unerreicht geringer ist, so haben wir geglaubt, auf Zustimmung zu dieser kleinen Ueberschreitung rechnen zu dürfen. Während bei den Tagfaltern und Spinnern oft ein Hinweis auf die Tafehi jede Beschreibung überflüssig erscheinen ließ, ist eine wenn auch oft kurze Charakterisierung bei den Noctuiden trotz aller Abbildungen durcligeführt \\orden, in der .\nnahme, daß bei der großen Aehnlichkeit mancher Arten untereinander einerseits und der großen Variabilität gewisser Spezies andererseits eine Diagnose als eine sehr wirksame Unterstützung der Abbildung unter allen l'mständen wünschenswert sein dürfte.

II VORWORT.

Was die Abkürzungen der Autornamon betrifft, so sind wir in dieser Hinsicht von dem seitherigen Schema mehrfach abgewiclien, entsprecliend unserem Verhalten in den l)eidcn frülier abgeschlossenen ]5än(len. Der Grund hierzu, der nicht immer erraten worden zu sein scheint, hegt in den zahkeiclicn Verweclislungen, die aus der Unklarheit der landläufigen Abkürzungen resultieren. Abkürzungen wie ,,WaH"., die Wall.vce und Wallexoren heißen können, „Rbr.'" (Rambur, Ruber), ,,God." (Godart, Godman) ,,Butl." (Büttel, Butler), „Dru." (Drury, Druce) etc. sind in der deutschen Ausgabe durch andere {Rmb., Röb., Wkr., Btlr.u»w.) er- setzt worden, welche den Vorzug der Eindeutigkeit haben.

Die georgaphi.sche Abgrenzung des Gebiets ist die der früheren Bände. Alle J.,änder des altweltlichen Nordens mit einem frostreichen Winter sind als paläarktisch behandelt, so Japan, Korea, China nördhch vom Yangtsekiang, das tibetanische Hochland und die daran grenzenden Distrikte von Kasciimir; alle Gegenden ohne eigentUciien Winter sind davon ausgeschlossen. Dabei sind mir in erster Linie meine eigenen Beobachtungen maßgebend gewesen, da der Eindruck, den man beim Sammehi in einer Gegend erhält, oft erheblicii von dem abweicht, den eine faunistische Statistik ergibt, bei welcher die größte, kaum je anzutreffende Seltenheit gleich- wertig neben den häufigsten Cliaraktersciimetterlingen einer Gegend figuriert. Eine Statistik paläarktischer Falter zeigt uns die Gattungen Parnassius, (Jolias, Erebia, Sesia usw. in den Listen als überwiegend und oft in sehr großer Formenzahl vertreten ; tatsächlich sind aber diese Gattungen gerade nicht charakteristisch wegen ihres sporadischen, seltenen oder lokalen Auftretens, und als charakteristisciiste Gattungen zeigen sich gerade solche, deren geringe Arten- oder Formenzahl sie in den statistischen Listen zurücktreten läßt, wie Gonepteryx, Vanessa, Uoenonympha, Xylina usw. Ich bin hierin ganz den Eindrücken gefolgt, die ich bei meinen Studien in Ost- asien erhalten habe, wo ich 16mal und zu allen Jahreszeiten sammelnd die südpaläarktische Grenze überschritt. Eigentliche Uebergangs-Gebiete, wo die bei mehrtägigem Sammeln angetroffenen Arten zu ca. 50% sichtlich paläarktische, zu 50% aber unbestritten indische Formen darstellten, habe ich nicht angetroffen, und — außer vielleicht in Kaschmir — dürften solche aucii kaum in dem Maße existieren, wie gewöhnhch angenommen wird.

Das angewandte System der Noctuidae hält sich im allgemeinen an das in Hampson's hervorragendem Werk gebrauchte. Lederer's (übrigens veraltetes) System, dessen Beiseitesetzung die Kritik hat geglaubt rügen zu sollen, kam sciion darum nicht in Betracht, weil es Lederer selbst, der es doch wohl gekannt haben muß, als in einem auch die Nichtpaläarktiker enthaltenden Werk unverwendbar bezeichnete. Im übrigen hat es von Anfang an nicht in meiner Absicht gelegen, in den ,,Großschmetterlingeii" eine systematische und reformatorische Neuschöpfung zu liefern, sondern ein praktisches, zeitsparendes und billiges Bestimmungswerk, das in erster Linie helfen und anregen soll. Für systematische Beweisführungen, die einer umständlichen Begründung be- dürfen, fehlt es durchaus an Raum. Wo solcher verfügbar, wurde er den Herrn Bearbeitern zu biologischen Exkursen, die etwas mehr als das bloße Aussehen der Tiere behandeln, zur Verfügung gestellt.

Auch wäre es ein großer Fehler gewesen, just zu dem kritischen Zeitpunkt, wo über die fundamentalen nomenklatorischen Gnindsätze ein heftiger Streit geführt wird, ein Werk auf ein festgefügtes nomenklatorisches Schema einzustellen. Mit dem Moment, wo den Gegnern der absoluten Priorität der Beweis gelingt, daß das X'erfolgen des I'rioritätsprinzips mit rückwirkender Kraft anstatt zur Stabilität zu ständigen Schwan- kungen führt, sieht sich die AVissenschaft vor ganz neue Fragen gestellt, und ob man schließlich gezwungen sein wird, zur Souveränität von Kommissionen oder von Kompendien seine Zuflucht zu nehmen, wird davon abhän- gen, ob solche die Anerkennung der Allgemeinheit zu erzwingen imstande sind. Es ist darum auch davon abge- sehen worden, die Verfasser der einzelnen Kapitel hierin zur Beobachtung eines bestimmten Kodex zu veran- lassen; wir haben vielmehr geglaubt, bei einem Festhalten an denjenigen der ,,Nomenklaturregehi", die man als tatsächlich akzeptiert ansehen kann, eine freiere und mehr dem Praktischen Rechnung tragende Auffas- sung, wo solche bei den Bearbeitern vorherrschte, billigen zu sollen.

Wie die Art, so hat sich auch die Erscheinungsweise des dritten Bandes der ,, Großschmetterlinge"' nach den im Vorwort zu den beiden ersten Bänden angeführten Maximen gerichtet. Die Schnelligkeit, mit der die letzten Tafeln und Kapitel des dritten Bandes erschienen, stellt gegen früher nocii eine erhebliche Steigerung dar, da gleichzeitig auch der Exotenteil des Werkes wesentlich gefördert und der letzte Paläarktenband (Band 4) zur größeren Hälfte ii erausgegeben wurde. Und ebenso darf in dem Streben nacli Wolilfcilheit ein Fortschritt er- kannt werden, da durch die ]>ieferung von 4338 kolorierten Figuren und die Ausführhchkcit des Textes unsere früheren Darbietungen übertroffen werden.

Da gerade unter den Noctuiden in der neuesten Zeit wöchentlich Neubeschreibungen publiziert werden, so sind notgedrungen die früher erschienenen Lieferungen heute nicht mehr ganz vollständig. Es war aber trotzdem notwendig, um den Paläarktenteil überhaupt zum Abschluß zu bringen, von weiteren Einfle?htungen, Hinweisen und Anhängen abzusehen. Dies konnte aber auch um so leichter geschehen, als ja auch der vierte Band — der letzte paläarktische Band — inzwischen zum größten Teil erschienen ist und somit die Ausgabe der Supplementhefte zum Gesamtwerk, durch weiche dieses a\;f dem laufenden gehalten und alles Neupublizierte nachgetragen werden soll, schon recht nahe gerückt ist.

Für die deutsche Ausgabe dieses Bandes, die aus dem englischen Urtext übertragen wurde, möühto ich zum Verständnis ein Wort hier einfügen. Dar Sinn des Wortes ,,purpur" ist hier der des englischen ,,pur- plish", das eine mehr nach violett hinneigende Nuance bezeichnet, als das deutsehe „purpur" meint, das sehr

VORWORT. III

oft die Färbing ,,carmoisln" bezeichnen soll. Es ist dariun nötif,'. zu bemerken, daß „carmoisin" nur als Uebersetzung des cnglitchen ,,cnn son" gebraucht und ,.purpur" stets im englis^chen Sinn (also mit stär- kerem blauen, geringerem roten Einschlag) gebraucht ist.

Wie für die früheren Eände, so bitte ich auch bei diesem bei Heurtcilungen die Größe der gestellten Auf- gabe in Betracht ziehen zu wollen. Daß die Herrn Bearbeiter zu den Berufensten für ihre Lösung gehören, und daß uns durch das Wohlwollen unserer Gönner und Freunde gelungen ist, eine ebenso ausgiebige als nützliche Illustrierung zu erreichen, wird gewiß anerkannt werden. Und daß die Kunstanstalten (Werner und Win- ter in Frankfurt a. M. und Emil Hochdanz in Stuttgart) ihr möglichstes getan haben, eine mindestens preiswerte Leistung zu bieten, darüber dürfen auch kaum Zweifel sein. Daß nicht alle Figuren oder Tafeln in einem solchen Riesenwerke gleich gut gehngen, und daß bei den über 40 000 Abbildungen der ,,Großschmetterlingc" auch öfter Fehlschläge mitunterlaufen, ist zwar bedauerlich, aber doch selbstverständlich, und ich bitte solche mit eben der Nachsicht zu beurteilen, mit der die L^nvollkommenheiten früherer Bände entschuldigt worden sind.

Darmstadt, im November 1913. Dr. Adalbert S e i t z.

III. Abteilung; Noctliifonnos, Eulenartige Nachtfalter.

Den S|,niiit'in i l'.iMiiliyccs) und Si'liwäniifrn (Sphiiii^rc.s) des 11. Hanilcs fiiü:cn wir im III. liaiid die eil Ic iiii il iiieii l''allrr zn. liier sind die Ai^'aristidiu' \oii den Spiimeiii w fi,'L;vliraclil und in der Be- iirl)eilunLr vor die ImiIcii LreslelH ; die Ikgriindiiny liiefiir i>l in der AlljienieinheM-lireihmii;- der Aüaristiden .i4-ei,'eben. Dass sie von den tVülieren Autoren nahe an diai Kopf der J'.onihyfiden ji'estellt wiii-deii . war die Folge des schon von Liwi: eingeschlagenen Einteiliingspriu/.ips. wonach die (lestalt der Fühler in erster Linie berücksichtigt wurde; und dass sie so lange da stehen bliehen. isl wohl hauptsächlich dadurch ver- anlasst, dass eine denllic.he. wenn aiicli entferntere P.eziehniiL;- sir niil den Aictiiden (Bären) verbindet. llwii'SdN-. der -ieh als l'lrster entschloss. die Agaristiden diri'M von den Xoctnen abzuleiten, hat darum auch die .\rcliiden den Xociuen angegliedert: andere neuere Sv sleinaliker haben letztere sogar noch hinter die (ieonietriden gesetzl . wie dies im SrAriiiNGER-REBi',L"schen K'ataloi: der paläarktischen Lejjidopteren bei- behalten wurde. Xiii- halien SrAini noi:i!-Kf.(!i:i, die Agaristiden in die Xociuiden hinein, zwischen die Hype- ninae und die Cynialophoridae gebrachl und von den Areliiden durch das ganze Heer der S))anner "-etrennt. indem sie jedenfalls die Alinlichkeit von Arctien luid Aiiaiislen als eine iiuss(>rli(die. nielir in Farbe und iM'seheinniiLr yclegene l liei-einstimniiing auffassten.

Wir haben bereils mehiracli in diesem AVerke eiwahnl. dass siidi diiicli die Wrbrinyunu der l'"amilien in eine fortlaufende Reihe, zu dei- wir doch -vzwinm-eii sind, die komplizierlen X'eiwandtschaftslieziehungen nichl wiedergeben lassen, und wir vei'wcisen diejeiiiü-en . die sieh liher die Stellung der noctiiiformen Hete- roceren im System orieiilieren wollen, auf das, wa> im II. Kapilel der Finleitung gesagt worden isl.

Die euleuarligen lleleroceren sind idier die -anze hade \eiiii-eilet. soweit die N'egetation reicht, die ihre Xahrung bildel. In diai Agaristiden Irill nns u'ew i-^sonnas^en eine linpische bezw. subti-ojiische. bunte .Modifikation der mil ihrem I lauplgewichl in den gemas>iL;len Zonen In-sseiiden Xocduiden entireifen. Während die eigentlichen Xoctnidae zuweilen in ungeheuren Massiai und verwiislend anfirelen. bleiben die .\yaristidae mehr vereinzelle und gelegentliche Frscheinuugen. die nur in L;-ewissen (fegenden .\iislraliens . und auch da nur zu heslimmten .lalireszeilen mil einem derarligen Fhernew iehl über die andern iileielizeitii,' tlieixenden l.epidoplereii anfirelen. dass man sie als C.haraktertiere der l,aiiiU(diari bezeichnen kann.

Dei- Aiienzald iiaidi entfallen die nocluiformen riialaenen mil dem bei weitem uriisslen Ted auf die niirdliclie Hemisphäre. \ iele Können iler \o<-liiiden sind eirciimpidar. weil sie so weil nach Xordeii gehen. dass ein I liiniberw eehseln in jenen hohen llreilen. in denen ilie Koidinenle sieh einander nähern, möglich isl: die .\i;ari,-liden aber, auf die wiirmi'reii Zonen bes(dir;inkl. haben keine dei- Osl- und Westhälfte i^emein- saineii Formen. Im ganzen L;vnommen linden wir. je weipa wir nach Xorden kminneii. kleinere, düstere oder fahle, slark beliaarle .\ilen. während wir in den .\ipialin-ialue^enden liehlere ofl buiile Formen Iretfen. .\ber einzelne (iinppen. wie /. 1'.. ( 'nhicilu, entfalten gerade in der mirdlich gemässigten Zoiu^ eine lebhafte Farbenpiaehl und scheinen hier ein (iegengewicht zu bilden gegen die für die heissen (iegenden charakte- rislis(dieii ()/i/n:/rr'.<: -anz im Xorden kommt dann durch die Callnmicn .liioi/n und manche halbarktischen l'lnsien der Typus mil leiihafl gefärbten Hintertlüi^eln nochmals zum Ausdruck.

de mehr die düsleren, izranen. braunen oder fahlen Fininiai der paläarktischen Xociuiden. die Atjrotis, llihliiiii. MmiirsliK, .{•■iniiirlii elc. nach ilen Tropen hin \ eix hw indeii, um so mehr treten die sog. Tageulen aiil. die bereils bei kaum ein;;el retener Dänunerung schwärmen und selbst bei Sonnenschein eine grössere l.ebhaflii^keil und Scheulieil an den Tag legen, als die iiieislen nnserei- Ina Tag gewöhnlich fest schlafenden Xociuiden. h'asl alle nnler dem IVüher sehr gebräuchlichen Xameii dei- Delloiden bekannten l'halaeuen sind scheu wie die Tatifaller und tliei^-eii bei der ueringslen SbiriniL;- eilii;- nml mil fast lagfalterartigem Fluge davim. deiadi' diese F(u-men bilden in (h'ii Tropen di-i Indi vidiienzald nach die Ilanpliuasse der Xoctui- lormen. ja mehrfach dw lleleroceren überhanpl.

.\lle Xocliüforiiies sind L;rosse Xäscher. .ledein Sammler i^l hinlänglich bekanid. wie reich der Zu- spriK-h \on Seili'u der Xociuiden am Köder ist. j;! dass sich an-- dieser .Miti'ilung (d'l die ganze .Ausbeute

I ALI.(;1;MK1NKS. Vnn Di. A. Skitz.

(los KüiliMtiiii^s ziisninniiMiselzl. \\'iilireii(l die I'/nsni, AikhIk. Mininslrri, Lciirdiiin etc. mit Vorliebe Blumen iiiitsiK'lieu und in uiisrer Zone alieuds besonders au Lonicer;). Sileuc. Ecbium . Ajuga. in den warmen Ge- ilenden an Ipomoea, Lantana, Miuiosa sowie an Labiaten angetroffen werden, besuchen die Crt/nrn/a, Erchus, Mdiiia. Sifpiia, Ai-f/ira etc. mit Vorliebe den aus Baum wunden ausfliessenden Satt, sobald dieser durch Hinzu- treten eines Filzes in (üirung übergegangen isl. Die Agaristiden sammeln sich ausser luii liliihende Büsche auch besonders an feuchten Wegstellen. Durch die Kigenheil der Ophiilinx, mit ihrem hartspitzigen l^ü.ssel reifende Baumf'rüchte anzustechen und sie dadurch zu verderben, eriialten diese eine ökonomische Bedeutung; die Mehrzahl der Schädlinge jedoch schadet als Haui)e, wie der bekannte (!ott(m Worin . Lciudnid argil- hn-cri , der wiederholt der fiaumwollernfe schweren Schaden zugefügt; ferner die Saat- und Kohleuleii usw. Da die Agaristiden in ihren grellfarbigen Ivleidern iiei Sonnenscliein sichtlich unbehelligt die Blüthen umflattern, geniessen sie sicherlicji eines inneren Schutzes. Allen übrigen Xoctuiformes scheint dieser ahei absolut zu fehlen. Diese sind daher bei Tage meist durch ihre Karlie sein- gut geschützt: sie gleichen iiinden. Felsen. Flechten, dürren Bliittei'n etc. Die leicht abfliegenden .\rteu wie ( iatocala. r)pliideres, (irani- modes etc. halten aucli ihn un^letm. wackelnden Flug der Tagfalter. w;\> den Verfolgern das Ergreifen ihi Beute ungenu'in erschwcri. Die bei Tage fest schlafenden .Vrleii. wie die Acronicten. .\gi'olis. Leucanien elc. (liegen bei Tageslicht nur sein- luigern in geradem, schwirreiuleni l-lii:^r uini fidlen, wenn sie --ich nicht sofort wieder i^ul verstecken kiinncn. fast i-eyel massig ihren l'"einileii zum (»pfcr.

1. Familie: Agaristidae.

Den Noctuiden sehr nahe verwandt und von ihnen nicht scliarf geschieden. Die Agaristiden sind nichts als tagfhegende Noctuiden , die einige ursprüngliche Charaktere lievvahrt liaben und in anderer Hin- siclil mein- als die Noctuiden spezialisiert sind. Die Stirn ist gewölbt und trägt meist einen (auch bei vielen Noctuiden vorkommenden) gewöhnlicli kreisrunden, nicht beschup])ten Fleck, dessen Rand erhöht ist. Dieser Stirnring liegt oft an der Spitze eines abgestuni])t'ten Kegels oder hornartigen Fortsatzes. Der Vorderrand des Kopfschildes ist scharf. Die Zunge ist gut entwickelt. Die Nebenaugen sind vorhanden. Die Fhlr sind in den meisten Formen mehr oder weniger deutlich verdickt, doch zuweilen bleiben sie faden- oder selbst borst enförmig. Die Sinnesborsten stehen in einer etM-as unregelmässigen Querreihe; die feinen Härchen, welche die nichtbeschuppte ventrale Fläche bedecken, sind meist sehr kurz, an den Kolbenfühlern gewöhnlich zerstreut stehend; es sind nie verlängerte, dachförmig angeordnete Cilien wie bei den Noctuiden-cfcf vor- handen, auch fehlen die Seitengruben stets; die Segmente sind fast immer zylindrisch oder unten ein wenig abgeflacht, selten schwach prismatisch. Das Geäder ist ganz Noctuiden-artig , doch entspringt die deutUch ausgebildete zweite Radiale (Ader 5 Herrich-Schäffer's) im Hflgl von der Mitte des Zellschlusses, selten ein wenig dahinter, während diese Ader im Vflgl wie bei den Noctuiden nicht weit von der Hinterachse der Zelle abzweigt. Hinterschiene immer mit 2 Paar Sporen. Klaue mit Zahn. <f mit Duftorgan seitlich in dem zweiten Hlbsringe; Analsegment mit langem Haken.

Zwischen dem ersten Hlbsringe und dem Thorax ist beim o"" und ? ein Sinnesorgan wie bei Noctuiden und Arctiiden ; zwischen der Seitenplatte jenes Ringes und der Rüekenplatte liegt eine oft kreisrunde Öffnung, welche in eine Höhlung führt, die durch eine glashelle, senkrechte Haut in eine linke und rechte Kammer geteilt ist (Schallauffänger?). Bei den meisten Arten ist dies >Loch<: sehr gi-oss und ohne Entfernung der Haare deutlich sichtbar. Die cfo" einiger Arten haben, wie manche Noctuiden, ein Stridulationsorgan , mit dem sie beim Fliegen ein lautes, pfeifendes oder zischendes Geräusch hervorbringen, indem sie die gerippte Tarse gegen eine gerippte, nackte Stelle des Flügels drücken.

Die frühei-en Stände, welche \nr von nur wenigen Formen kennen, sind wie bei den Noctuiden. Die Raupe, deren vorletzter Ring etwas vergrössert ist, trägt einzelne lange, auf kleinen Höckern stehende Haare, die zuweilen an der Spitze verbreitert sind. Die Puppe liegt nackt in der Erde. Sie ist hinten ab- gestumpft und trägt am Ende eine Querleiste, die gewöhnlich dreiteilig ist.

Die Falter fliegen am Tage, nur wenige Arten kommen nachts zum Licht. Sie schwirren um blühende Bäume und besuchen Blumen, in ähnlicher Weise wie die europäischen tagfliegenden Noctuiden.

Die Familie ist in den Tropen der alten Welt am stärksten entwickelt, und weist hier viele mittel- grosse, buntgefärbte Formen auf. Fast alle Agaristiden haben auf den Flügeln iMetallflecke. Die wenigen in der paläarktischen Fauna vorkonnnenden Formen sind auf den pazifischen Teil der Region beschränkt. Es sind Himalaya-Fonnen. die teilweise bis nach Yezo gehen, nur Syfnnia scheint eine rein west-chinesische Gattung zu sein.

Die Agaristiden sind in der Färbung den Bären zu vergleichen; in der Tat stimmen manche ganz auffällig mit Arctiiden in der Färliung, Zeichnung und Grösse überein. Auch manche Geometriden gleichen ihnen aufs genaueste. Laiter den amerikanischen Eryciniden finden sich gleichfalls Formen, die denselben Zeichnungstypus wie die amerikanisclien schwarz und gelben Agaristiden zeigen.

1. Gattung: £|>i»iteme Bim.

Stirnring etwas quer, auf einem kurzen Kegel. Fhlr beim d" und? deutlich kolbig, Härchen sehr kurz. Auge nackt. Schienen ohne Stacheln. Vflgl ohne Anhangszelle, 2. bis ö. Subcostale miteinander gestielt. - Raupe (von K. hisma Moore, Java) schwarz mit gelben Ringen; die einzelnen Haare grau: auf Dioscorea. — Indo-malayisch, im Norden bis Kaschmir und China, im Osten bis Sumba verbreitet. Fliegen in der Sonne um blühende Bäume.

E. lectrix L. (1 a). Brust unten schwarz, nin- die Xorderhälfte innen gelb; Hlb unten schwarz ge- lectrU. ringelt, oder wenigstens die letzten Segmente mit drei schwarzen Flecken: Spitze des Hlbs schwarz; Flecke des Vflgls gelb, mit Ausnahme der submarginalen Reihe. Grösse der Flecke sehr veränderlich, zuweilen die Hflgl fast ganz schwarz. Haftklappe des d' stumpf, ol)erer Rand auf der Aussenseite ellbogenartig hervor- tretend. — China, sehr häufig: die Ost-Chinesen mehr schwarz auf dem Hflgl als die West-Chinesen.

\U 2

(i KI'ISTKMK: (;ili:i.n\(>Mi»i;ni \; MI\li:isKMI \; SCl.'oP.KIKl^'A; S>|-.\\1 \. Vm,, |>r. K. .Lirti-VN.

I'fiilrix. E. beatrix .-i/iec. nor. (— irenea l.i-tili, nee Huisil.) »1 ai. Spil/f des Ullis üell). Almlieli muciilulrir

W'fshi. von Xdid-lndien. Thorax iinlen einsi-hliesslich der Seiten sowie die Unterseite der .Mittel- nml ilinter- siiienkel lani>- i,'elb behaart. Mittel- und Hinterschienen . gewölinlicli auch ein Teil der Taster, auf der ()])erseite bla.ss gelb, l'^lecke des Vtljjls zuweilen alle wei.ss. liaftklajipe des o"" schwarz, nicht geUj wie bei iiiariilafri.f , in eine S])itze endi<>:eiid. am Oberninde nahe der Wurzel eine iötfeltorniitje Kapjie. ähnlich wie bei hctrir. aber breiter: Analhakeii sddank. spilz. — In West-China, zusammen mit voriiier Art. weniger häutig.

iiilnliHiix. E. adulatrix Koll. (la). Thorax \(irnc iiiil grossen gelben Flecken: Hlb gelbrot geringelt: Vtlgl

mil zwei Keilien blauer Flecke an der Wurzel, zwei gelben Kleckeidnnden und einer Reihe weisser Sub- niarginaltlecke: Htlgl schwarz, mit gelbrotem Fleck vor dem Uinterwinkel und einer Reihe weisser Flecke zwischen jejiem Fleck und dem \'ord(>rrande. - Häutig in Nord-Indien, seltener in Kaschmir und West-China.

2. (iaitniig: C^lieloiioinorplia Mot^rh.

Auge unten ganz sparsam behaart. Fhir schwach kulbig. die Märchen sehr km'z. Körper rauh. Vtlgl mit .\nhangszelle, '■>. Subcostale von deren Spitze: erstes Hlbssegment oben mit gelbem Haarschoi)t'. Sfirnt'ortsalz ziendich hoch und schlank. Eine .Ai't, welche von Indien bis Yezo verbreitet ist,

C. japona Mofsr/,. Iljji oben .schwarz geringelt, unten gefleckt. Vtlgl mit gelblichweissen Flecken, zwei in der Zelle, einem hinter der Zelle, zwei aussen von der Zellspitze, und mit einer submarginalen Reihe kleinerer Flecke: Htlgl gelb, Basis und der gelblichweiss gefleckte Au.ssein'd schwarz, vor dem Hinterwinkel

japona. zwei schwaiv.e Flecke. — Die Japanische Form, japona Afofsch. (r= villicoides Bf/r.) (I b) ist rauhliaarig; die zwei schwaizen Flecke \or dem Uinterwinkel des lltlgls sind getrennt und die Submarginaltlecke der Untei-

austeni. seite sind gross. Nicht selten in Zentral- und Nord-Japan, im Juni und Juli. austeni Moore (1 b) findet sich in Zentral-China und Nord-Indien. Die Flecke des Vtlgls sind kleiner und die beiden schwarzen Flecke des Hflgls sind zusammentretlossen.

3. Caltuiig: MiiiieiiHeiiiia Hi/r.

Mit CheJonomorpliu sehr nahe übereinstimmend. Das 8. Tasterghed länger; 2. Kadiale des Vtitris näher an der 3. als in voi-iger (iattung. Indo-malayisch. nordwärts bis .\murland und ^ ezo.

prrsimili.s. M. perslmllis /)'///. (1 In. Hin breiter Strich auf Kopf und Kragen, ein langer Fleck auf der Tliorax-

schupj)e und ein runder Fleck auf der .Mitte des .Metanotums blass gelb wie die Flecke des Vtlgls, Brust gelb, Htlgl mit grossem schwarzem Fleck am Zellende, der mit dem schwarzen Costalrande zusammenhängt : Randband hinten erweitert, vor demselben ein schwarzer Fleck, gewöhnlich mit dem Bande u^uz verschmolzen. — Vezo; Zentral-Japan ; .Annn-Iand: Korea: West-China.

4. Gattung: Scrohigera .hmi.

Stirn einfach gewölbt, ohne deutlichen Ring, l-'hlr sein- schwacii \erdickt, heim ? fast fadenförmig. Härchen .sehr kurz. Vtlgl mit Anhangszelle; 2. Subco.stale mit der H. und +. gestielt, obere Mediane vor der Zellecke: Hflgl beim r''' mit Längsfalte in der .Mitte (Duftorgan): 2. Radiale beim o"" und 9 an ihrer Wiu'zel und die Zellfalte an ihrer Spitze gegabeil, die 4 (iabeläste einen Rhombus bildend. — Indo-nialavisch ; bis West- imd Zentral-China gehend.

amatrix. S. amatfix Wislir. (ici. N'tlgl mit blassgelber Fleckenbinde in der .Mitte unti einer Reihe von vier

kleinen Flecken aussen von iler Zellspitze; Hflgl oben rötlichgelb, mit .\usnahme der Wurzel und des .\ussenrdes, die breit schwarz sind; ein schwarzer Zellschlu.s.stleck. l'nterseife des Körpers grösstenteils cliini'iisis. orangegelb. Kragen beim o" gelb, beim ? schwarz. Indien und China. — Die chinesische Form, chinensis form, nor., hat viel mehr ausgedehnt schwarzen Hlb als die indische Form: beim c' sind oben nur der 4'.. ö. und 6, Ring schmal gelb gerandet, der 7. Ring, welcher die llaftklaiipen undnillt, ist ganz schwarz: die l'nterseite des Hflgls ist blasser gelb beim o"' und ?, und das ? hat ganz schwarzen Hlb. — l-tschang am Yang-tse-kiang, und in West-China.

5, (iatfniig: ^i,vt*ailia Ohrth.

Stirnkegel mit scharfem Ring. :>. Tasferglied kurz. rauh. Schienen und l'nterseite des Körpers langhaarig: Hinterschiene mit einigen .Stacheln zwischen den 2 S|)orenpaaren. Fhlr bei beiden (ieschlechtei-n ziendich staik verdickt, die Härchen .sehr kurz. Vtlgl mit .Anhangszelle, i, .Mediane von der Zellecke, — .\lle ■") Arten sind von West-China, wo .sie im .Mai. Juni und Juli fliegen. .Sie sind einander sehr ähnlich. .Alle tragen auf dem N'tlgl weisslich- oder giiinlichgelbe Flecke, einen oder zwei nicht weit von der Wurzel,

ASTKHOHKIKS; ZALISSA. \\m Dr. K. .)üi:1)a.n. 7

zwei in der Mitte, einen langen iiiissen vuni /eilende, inul uitist eine .suhniaiginale Heihe, vuii der der letzte gewöhnlich etwas vergrösseil ist. Der Htlgl hat einen Fleck (weiss oder gelhlich, wie auch die andern i nahe der Zellwurzel, einen zweiten grösseren am Zellende, einen dritten dahinter und meist einen kleineren, zuweilen oianyet'arhenen. vor der Hinterecke: die Flecke häniieii zuweilen zusannnen. Auf der Unterseite sind die Flecke hlassi'r; lltli;l inil lielhcni ( '.ostalwisch oder grösstenteils gell).

S. biet! (Hxrl/i. ildi. Iltlgl mit weisseil getrennten F'lecken . kein Fleck V(jr dem llinterwinkel. — bieti. Ta-Uien-Iu und andere l'llitze in West-China: die häutigste Alt.

S. girandeaui Olxtih. ildi. Htlgl oben mit einer Weihe Suhnuirginaltlecke oder wenigstens einem girandeaui. Aualtleck. uml unten ausgedehnter gelhlichweiss als hei der vorigen Art. — Von verscliietlenen IMätzen in West-China, im Miii. luni und .luli.

S. Oberthueri A/i>li. (idi. Flecke de^^ lltlgls zusanuneuhüngend. nui- dei' Anallleck getreiuit. — Kham obertlmeri. Land.^chafl. im .luni gefunden.

S. dejeani Olintli. d di. Iltli:! mil gelbem Fleck Mir dem llinterwinkel. - Ta-tsicn-lu und Tsiiiig-ku. dejeani. im Mai. .luni und .hdi.

S. dubernardi olurt/i. ildi. Flecke des Htlgls mit .Ausnahme des .\naltleckes zusainmengetlossen : (/H6frHrt/-rf/. die Flügel unten dunkler gelb als oben. Vtlgl ohne Submarginalreihe , mir der letzte Fleck vorhanden: Discaltleck sehr gross. — Tsang-ku.

(1. (Jattuiig: Asteropetes //«///(/..^■.

Stirn lang beschuijjil . der lange Stirnkegel gewöhidicli unter dei' rauhen l>eschup[jung vei'borgen. :i. Tasterghed lang, glatt bescliui)i)t. an der Spitze etwas verdickt. Fhir dümi. mclit kolbig. die Härchen und Horsten etwas länger als bei den vorigen Cattungen. Hlb oben auf den Wurzelringen mit langen Pinseln. Schienen auf der Oberseite langhaarig. 2. Subcostale des Vtlgls von der Anhangszelle, obere Mediane von der Zellecke. - Japan: eine Art.

A. noctuina Bt/r. il ci. Vtlgl mit rötlichbraunem Hamlbande und duid<lem Kreis- und Xierentleck. noctuina. Htlgl. gelb, mit Inüunliclisclnvarzem Randbande, grossem schwarzem Stigma und einem länglichen Fleck hinter der Zelle. Unterseite gelb, mit .schwarzen Flecken in der Mitte. — Yezo und Zentral-.Taiian. .luni und .luli.

7. (iattuiig: Zalissa Wa/l.-.

Stirnkegel kürzer und breiter als in der vcuigen Gattung. Fhlr gewöhnlich fast borstenförmig. die feinen Härchen meist noch etwas deutlicher als bei Asteropcfcs (daher Xfilifisci von H.v.mi-son zu den Xoctuiden gesteht). 3. Tasterghed kürzer. Indo-malayi.sch, nordwärts bis .\nuu-land und Yezo. Alle Arten haben gelbe Htlgl meist mit schwaizem oder braunem Randbande, und tragen auf dem VtJgl einen Ring- und einen Xierentleck.

Z. subflava Moun- (= jankowskü Al])h.] (1 e). Drilles Tasterghed fast so lang als bei Asfrropde" subflava. iKictidna. Ein breiter Wisch vor dem Hrde des Vtlgls und ein grosser, innen von '2 Linien begrenzter Fleck vor der Spitze rotbraun. Unterseite des Vtlgls gell), mil schwarzem Xierentleck. ein braunes Randband: Htlgl mit schwarzem Stigma. — .lapan (Hanptinseli: Anmriand: Korea: Osl- niul Wesl-Chimi: im .luli und .August.

Z. mandarina /.'"// il ei. Unten gelb wie die vorige .Art. Stigma des Htlgls gross. Randbaml in mondarinc Flecke aufgelöst, die \(im Rande gelrenni sind. - Chang-Yang iZentral-China) im .luli. ein o" bekannt.

Z. flavida /.",,/( ([ v). Iltlgl oben hau/, ü'elb. Unterseite beider Flügel gelb, mil unbestimndeui \o\- flavida. braunem Randbande: Flecke iles Vtlgls und ein Wisch vor dem llinlenande. sowie auf dem lltlirl ein .Stigma braunschwarz. — CUuing-Yang. im August.

Z. subalba /.'"A ilei. Vtlgl oben weiss ausserhalb des Xierentlecks: an dem Hrde ein braunroter sHfta/frd. Fleck voi dem .\ussenw inkel : liandband iles Hflgis schwarz, vollständig, nicht vom Rande getrennt. Vtlgl unten weiss in tier Zelle, abgesehen \om runden Mitteltleck: auf der Scheibe ein weisses Band, das mit einem am Hinterwinkel stehenden weissen Fleck verbumlen ist : Randband des Htlgls schwarz, kein Stigma. — ■ (ianz ähnlich iler indo-mahu isclien /. IranMeKs, \\ohl nur l.nkidfciriii diiNon. Zenti'al-Chiua.

Z. venusta l.i',li. il U. \ll. aul der Oberseite äludich wie in vorigei- .\rl. Iltlgl unl grossem schwarzem vemista. l-'leck vor dem I linterw iidNcl. das M-hwarze Randbaml. welches so breil wie bei iler vorigen Art ist. m'cht bis zu dem l'leck hinabreicliend. \'tlgl unlui mil schwarzem Submaririnalbiinde \\\\^ Htlgl ohne schaifes Ranilbaud. — Korea: Zeidral- und West-Chimi: im .luli.

8

OPHTHAL.MIS. Von Dr. K. .Iordan.

albifascia. Z. alblfascla W/kr. (\ f). Fühler des J' deutlich, wenn auch sehwacli verdickt, KiUdieii iiurz. Vflgl

oben ohne braunrote Flecke; aussen von dem Xierentleck ein weisser Wiscli; Submarsinalliiiie Zickzack. Hflgl mit einem vorne sehr breiten schwarzen Randbande. Unten dei' Vtlgl an der Wuizel gelb. — Indien: Andamanen; nach Hampson auch in Xord-China.

K. (-iiitiun><': Ophtlialuii» llim.

Stirnfortsatz einfach gewölbt, der l\ing nicht scharf. Fhlr borstenföiniig, bei den u'<f einiger Arten ganz schwach kolbig, die feinen Härchen etwa so lang wie bei Zalix^m albifasria W'idk. Hlb und Schienen nicht wollig. 3. Tasterglied bei der einzigen paläarktischen Art kurz, bei den indo-ausf rauschen Arten meist lang. 2. Subcostale des Vflgls von der .\idiangszelle; 1. Mediane von der Zeilaxe. — Orientalische Hegion. nördlich bis China.

0. fiinebris Mowf. Körper unten gelb, Hlb oben gelb geringelt, Beine weiss getleckt. \tlgl oben rötlichbraun oder schwarz, weiss getleckt, Htlgl scliwarz, mit breitem weissem Bande \or der Mitte und einer Reihe kleiner Flecke auf der Scheibe. Unterseite schwiuz, weiss gezeichnet. Zwei geographische wV/ww/rffs. Formen: Xord-Indien und China. — Die chinesische Form vithoroides Lrerk ( 1 f ) hat schwarze Vflgl mit "•rösseren Flecken; Band des Htlgls dui-cli eine schwarze (juerliuie in der Zelle nnterbroclien. — Zentral- und West-China.

Alphabetisches Verzeichnis

zum Nachweis der ürbeschreibungen der unter den paläarktischen Agaristiden aufgeführten Formen. * l)edeutel, dass die Form ttii der zitierten Stelle auch ab£:el>ild(d ist.

albifascia Zal. W'kr. Cal. Lep. het. br. .M. |i. 771. adulatrix I-:pist. Koll. Hüg. Kaschmir IV. (2). p. 4H4.* amatrix Scrol). Westw. Cab. Or. Ent. p. 68. austeni Chel. Moore, üesc. Ind. Lep. Atkins. p. 11. beatrix Episi. Jord. Seitz, Grossschm. I, Bd. 3, p. ö.* bieti Syf. Oberth. Bull. Soc. Ent. Fr. \i\) V. p. CC.XXVIII. dejeani Svf. Oberth. Et. d'Ent. XVIII. (). U).* dubernardi Syf. Oberth. Et. d'Ent. XIX. p. 21.* flavida /.al. Leech. Entomol. XXIII. p. 110. girandeaui Syf. Oberth. Et. dEnt. XVlIl. li». '

japona Chel. Motsch. Et. Ent. IX. \). 29. lectrix Epist. L. Mus. Ulr. p. 389. mandarina Zal. Leech. Entomol. XXIII. p. 110. noctuinia Aster. Btlr. Ent. Menth. Mag. XIV. p. 20H. oberthueri >iy\'.' Alpher. Rom. Mein. Lep. IX. p. 126.* persimllis Mim. Btlr. .\nn. Ma;;. Xat. Hist. (4) XV. p. : subalba Zal. Leech, Entomol. XXIII. p. 110. subflava Zal. Moore, Ann. Mag. Nat. Ilist. (4j X.\. p. 8."i venusta Zal. Leech. Proc. Zool. Soc. L. 1888. p. 614.* vithoroides Ophth. Leech. Entomol. XXIll. p, HO.

2. Familie: Noctuidae.

Die .Schmetterlinge, welche mit dem Xameii Xoctuideii jjezeichnet werden, sind fast iiher die ü;anze bewohnbare Erde verbreitet und zeigen als Falter eine ausserordentliche Verschiedenheit untereinander in Grösse, Gestalt und Färbung, doch sind nichtsdestoweniger alle in dem Geäder recht einheitlich und von andern Familien, die Af/arisfirlae ausgenommen, scharf geschieden. Die grössere Mehrzahl sind, wie schon der Name sagt, Xachttlieger, die am Tage in passenden Verstecken im Gesträuch, im Gestrüpp und unter niederen Pflanzen verborgen sind, oder mit geschlossenen Flügeln an Baumstämmen oder Felsen ruhen, denen ihre Farben angepasst sind. In der Dämmerung kommen sie hervor, um sich an den Säften von Blumen und Früchten zu laben, zu welcher Zeit sich auch die Geschlechter finden. Die tagtliegenden Formen, wie z. B. Jleliiithis und verwandte Gattungen, sind lebhaft gefärbt, und sind von den Agaristiden in Struktur und Lebensgewohnheiten kaum verschieden. Die Trennung dieser Tiere von den Xoctuiden als eine be- sondere FamiUe ist in der Tat wohl kaum mehr als Zweckmässigkeitssache.

Von den bei weitem meisten Arten fressen auch die Raupen bei Xaclit und verbergen sich am Tage unter Blättern dicht auf der Erde, und gehen in einigen Fällen ganz in den Boden. Solche Raupen sind im allgemeinen trübfarbig und sehr schwer voneinander zu unterscheiden, während die am Tage fressenden. wie z. B. He/iofhis, einige CucuUia etc., lebhafter gefärbt und leichter zu erkennen sind. Sie sind alle glatt oder fast unbehaart, mit Ausnahme der Raupen der Acromdinae, welche in verschiedener Weise mit Haar- büscheln oder auch Reihen einzelner Borsten geschmückt sind. Diese Raupen, sowie die der letzten beiden (iruppen, welche die Plusien, Catocalen und Deltoideu umfassen, spinnen einen sich über der Erde befindenden Kokon für die Puppe, während die eigentlichen X'^octuen sich in der Erde verpuppen.

Bei der Anordnung der Gruppen im System der paläarktischen Xoctuiden erscheint es uns ratsam, soweit als möglich die Einteilung und Reihenfolge anzunehmen, welche in dem allgemein bekannten Kataloge von 1901 der hervorragenden Autoren Staluixgee und Rkbel innegehalten sind. Seit der Veröffentlichung dieses Katalogs sind jedoch die ersten beiden Bände von Sir Gkor(;e Hajipson's gründlicher Durcharbeitung der Noctuiden erschienen, und wir beiuitzen hier die Ergebnisse seiner Forschungen mit so wenig Abänderung der Reihenfolge als möglich ist. Die von Staldixoei? aufgestellten Gruppen sind ö: die Aa-miicfiiiai- mit haarigen Raupen, die Ti-ifidinoc,'') welche die echten Xoctuen umfassen, die Giniupterlnac mit winkelig ge- brochenem Aussenrde der Flügel, die Qiiadrip'dhinr . welche ilie grösste Zahl der Arten der Xoctuiden ein- schliessen, und endlich die Hiipciiitinr . oft Deltoideu genannt, die durch die stark entwickelten Taster charakterisiert sind.

Das Geäder der Xoctuiden. ini aUgemeineii auffällig konstant in der ganzen Familie, ist wie folgt: Im VÜgl fehlt Ader 1 c. 2 zweigt ziemlich weit von dem Zellende ab, 3 steht dicht an +, und 5 (die untere Radiale) ist immer näher an 4 als an G. letztere von der oberen Zellecke ausgehend. 7. 8, 9 und 10 sind zusammen gestielt, 9 verschmilzt teilweise mit 8. wodurch die Anhangszelle entsteht, 1 1 entspringt von der Zelle und bleibt frei. Im Hflgl verschmilzt die Costa nahe der Wurzel mit der Subcostale. die Verschmelzung ist ijewöhnlich auf einen Punkt beschränkt, nur in einigen Fällen bleiben die beiden Adern bis zur Zellinitte \ erschmolzen ; die Adern 3 und +, sowie 6 und 7 entspringen allgemein von den Zellecken, 5 ist entweder kräftig entwickelt und vollständig oder sie ist schwach und undeutlich. Dieser Unterschied in der Ent- wicklung der Ader 5 des Htlgls gibt uns eine natürliche Basis tur die Einteilung der Xoctuiden in zwei Hauptgruppen, deren erste die Arrotiictimic, Trip'diiim- und Gomptirimv enthält, während die zweite die Flttsiitiar und /Ay^» «/««("umfasst. Bei den Ifi/priihioc ist jene Ader grade und läuft mit Ader + parallel: bei den andern i'nterfamilien ist sie dagegen an ihrer Wurzel mehr oder weniger gebogen; bei den Plusiimc entspringt sie dicht an -i, während sie bei den übrigen drei rnterfamilieii dicht hinter der l\litte des Zell- schlusses ihren Ursprung nimmt.

Bei den ersten vier Unteifaiiiilien sind ilie Ta.ster von massiger Grösse, mehr oder weniger nach oben stellend, mit dicht beschupptem zweitem und kurzem drittem Glied. Bei den Ui/penimte sind sie all- gemein sehr lang, vorstehend und vor der Stirn nach oben gebogen.

"l nie .\iisiliücUe Ti-ijUhie unil Quaihiiittm . wt-lil»' iiis|iiiliiglieli ge))raui:lil wurden, uiu ilie Teiluiit!: der Mediana in a oder 4 .^ste zu l)ezeichnen , liedeuten „dreiteilig" und „vierteilit;" ; die Sillie ..lid" ist daher hier ein zum Worte gehöriger Teil, und nicht ein Teil der zur Bezeichnung von Faniihen gebräuelilieheii Endung idae.

10 l'ANTHKA: MU.MA: CANNA. \nii i:. Wakukn.

l)ie Hintersrliieiie trägt iiimier "i Paar ypoieu. Dir Sauiit-r, das Kreiuilum und die Ucellen sin<l vorhanden. Die Augen sind im allgemeinen nackt. al)t-i in einigen Gruppen hehaaii, oder sie .sind von einem Fransenkranz eingerahmt; ihre Form ist nicht innner diesell)e; gewöinilich sind sie kuglig, aber zu- weilen auch schmal. In vielen Formen tragen die Schienen Stacheln und Dornen ausser den Schuppen und Haarbüscheln.

Es ist beachlens\\(.-rl. dass tlic Amiiiirliinti- und tue Trifli/inKr am liäuligslcn in der icemässigten Zone sinil, während die I'liisünuv und Hi/priiinac in den Tropen vorwiegen.

Viele Xoctuiden sind durch Duft- und Stridulatiousorgane ausgezeichnet, die sich 1km den d'd' finden. Diese oft ganz auffälligen Strukturen sind am stärksten bei tropischen Arten entwickelt. Die Duft- organe bestehen aus ausbreitbaren HiUiibüsciielu der verschiedensten Gestalt, die an den Beinen um! Fidilein oder auch auf den Flügein, an der Brust und dem Abdomen stehen. Die Stridulatiousorgane sind weniger häutig, und noch weniger oft ist bekannt, oh und was fiii' einen Ton das " mil dem OiLjan hervor- bringt. Sie bestehen aus schu])penlosen. tjuergefurchten Stellen auf den Flügeln.

t. l'nlerfamilie: Acronictinae.

Vtigl lanu. i\ci|if. Tliorax und l^nist üfwiijnilicli ilirlil lirhaarl. Milr in ciiiiüi-ii Fiiliru ln-iiii ^ gekäniiiit. meist fast einfach.

Die rnterfaiuilic ist von den Ul)rigeu Xocluiden (lur<h die mehr oder wciii-icr hehaartt-ii Kpn unterschieden, welche oä'eu auf den l^tianzen fressen und sich über der ['a'de in einem Kokon verpuj)|it'n.

Im Geiider sind dii' Acronictinae keine einheitliche (iru|Ji)e; es finden sicli tatsiichlicli alle die Geäder- N'erscliiedeuheiten . die unter den übrigen Noctuiden nnt unl>eliaarten llpn vorkoininen: Ader 5 des Hflgls ist zu- weilen kräftig und vollständig, oder auch schwach und unvollkonnnen, oder steht zwischen diesen beiden Stufen.

Die Grundfarlie der grossen ^Mehrzahl <ler Arten ist grau, verdunkelt durch Braun unil Schwarz: in einigen l'iiUen ist sie griui oder grünlich weiss, während andere Formen granl)raun oiler riitlicli sind, nur wenige sind weiss oder gell). Die grauen Ai'ten. welche die grosse Gattung Acronirtd bilden, sind durch schwarze Pteilzeiclnunifren auf den Falten neben den Innern und äussern Querlinien ausgezeichnet. Die grünen Formen sind mit schwarzen, unregehuässig zickzackfönnigen Querlinien oder braimen Binden versehen. Die graubraunen Species tragen braune Zickzacklinien: die blassen Fonnen liaben schmälere und mehr zugespitzte Flügel, olnie (^uerlinien und -Zeich- nungen, al)er mit dunklern Strichen zwischen den Adern.

A. \'o rd 0 i'f I ügel weisslicli, mil scliwatzcn (J u e rz e i c h n u n ge n.

1. (Tiittniig: Paiithea Uii'.

Fhlr des ^ gekämnd ; Kopf und Thorax beluiarl : Taster kurz, ihr Endglied verboi gen ; Zunge schwacli: Augen behaart; HLb ohne Schöpfe. Ader •") des Htlgls an ihrer Basis gebogen, vom hinteren Diittel des Zellschlusses entspringeml.

P. COenobita A's/*. (2a). Vtlgl wei.sslich. mit dicken schwarzen Zickzacklinien; Htlgl grau. Ko|if und Thorax weiss, mit schwarzen Flecken; Hlb schwarz. Fliegt im Mai in den Kiefernwäldern .Mittel- Europas, aber nirgends häufig. Kp behaart, dunkelblau mit rötlichen Einschnitten, das 4. und das vor- letzte Segment oben mit langen Haarbüscheln: im Herbst erwachsen, auf Kiefer und Fichte.

•1. (iattiiiig: Moma ///"'.

Von l'iiiitli'ii tlurch die einfachen Fhlr des iiiderscliieden. 'l'asU'r kuiz. das fäidglied gcrundtd.

M. ludifica /.. rJa). Vtlgl salmefarben, von unterbrochenen .schwarzen Zickzacklinien durchzogen: Htlgl beim j weiss mit schwarzen Adern, beim ? schwärzlich, der Hinterrd beim o^ und ? gelb. Hlb gelb, mit schwarzen Strichen. Fliegt im Mai in den gebirgigen Teilen Mittel-Euro})as. — Hj) blaugrau, mit drei orangegelben Hückenlinien ; eine weissUche Kückenmakel hinter dem 3. Segmente und eine andere auf dem letzten; das II. Segment mit einem fleischigen, behaarten Zapfen: im Herbst erwachsen, auf Sorbus.

M. Champa Moure CIa). Unterscheidet sich von litdilim duirli die rol angehauchten N'tlirl ; beim ? ist der Htlgl nur an der Spitze dunkel. Annirland: Indien.

B. \Orderfliigel grün.

3. Gattung: Caniia MW//-.

Die typische Art ist jnnainui-ia von Indien. Fhlr des c" einfach; Kopf. Kücken und Brust behaart: Metathorax mit Kamm; Taster rauhhaarig, über die Stirn hinausragend. Endglied klein: Zunge gut ent- wickelt: Auge nackt: Hlb mit hohem Schup))enhöcker in der Mitte. .\der ."> des Htlgls wie in Pantlicu.

C. malachitis O/xiili. (2b). Vtlgl glänzend giiin. ilie Wurzel und ein nach aussen gebogenes MdUl- baiul braun; an der Spitze und vor dem Hinterwinkel blasse Flecke, die dunkel umrandet sind; Htlgl glänzend weiss. Thorax und Hlb grün, die Schuppeniüickei' schwärzlich, .\nuirland : West - Ghiiui. Die

Art ist nahe mit der iiulischen C spleiulftif: Moor verwandt, aber si(diei niclil idcidisch . da ihis Mittelband anders läuft und ilie grüne Wurzeitläclie abweichend gestaltel ist.

DASKOCIIAETA: DIIMlTtlKKMXK )MK: DIIMI'IMF.RA; f;()l,( X'.ASI \. Von K. Waktfa.

'I. (i all Ulli:': l^tisoocliaeta

ijcn. mir.

Flilr des mit kurzen, steifen, bewimpei-ten Kitnunzähiieu . i^egen die Spitze hin gesägt, l)eini ? sclnviidi gesagt und fein l)ehaart: Kopf. Taster, liiust. Uli) und Beine rauhhaarig wie in Oxi/ci'sfa Ulm.: Taster kurz, etwas lierabhängend : Zunge gut entwickelt: Ulli ohne Schupjienhöcker: Auge nackt. Ader ö des Htlgls wie \orher.

D. viridis Li-cch ciin. \'tl;il sdunutzig graugrün: die Zeiclinuiigen scliwarz. lilass geränderl : (he viridis. drei Linien wellig, die äussere dem Aussenrd genäliert; Xierentleck gross, ungefähr einer 8 äinilicii : ITflgl schmutzig grau, gewöhnheil l)lasser lieini :^ als beim ?, liei beiden Geschlechtern ziemlich glänzend. — Von Lkkcii als Acfriitpis aus .Ta[ian besehrieben.

5. (iattuiig: l>i|»1it]ieroooiue i/f^n. mar.

Unterscheidet sieli \(iii Dipli/lirru durch die gekännnten Fhlr des o\

D. pallida Maorr (2 b). \ tlgl meergrün, blasser zwischen den Linien, weiss auf den Falten; die palliUa. Linien schwarz, kräftig: eine schwarze Makel zwischen dem Ring- und Nierentleck: vor dem Aussenrd eine Heihe dunkler Flecke: Htlgl grünlich weiss. \Yest-(;hina : auch in Kaschmir und Indien. — In West-China gibt es zwei Formen, welche von den gewöhnlichen .Stücken verschieden sind; ab. laevis ah. iiov. (•2b) ist so laevis. gross wie typische Exemplare von pallii/a, die schwarzen Zeichnungen sind reduziert, die äussere Linie steht näher der Flügelmitte und die Submarginaltlecke fehlen; die andere F^rm ist ab. minor ab. nov., sie ist deutlich minor. kleiner als gewöhnliche palHda, die schwarzen Zeichnungen sind stärker, die äussere Linie steht näher am Aussenrd und der Htlgl ist in beiden Geschlechtern grau rauchfarben. Diese beiden Formen wurden von Leech als rigens ]]'ki: aufgeführt, sind jedoch von dieser indischen Art ganz verschieden.

D. vivida Lrech ('2b). Vtlgl mehr gelblich grün als bei voriger Art, die Linien dünner, die Sub- vivida. marginalflecke näher am Aussenrd. West-China.

f). Gattung: l>iplithera 7V.

Fhlr des •-? kräftig, einfach, fein behaart: Kojif. Thorax und Brust behaart; Taster nach oben ge- richtet, behaart, das dritte Glied lang, glatt, spitz; Zunge vorhanden; Auge nackt; Thoraxschuppe und Meta- Ihorax mit llii(^kern. Ader 5 des Htlgls grade, gleich hinter der Mitte des Zellschlusses entspringend.

D. alpium 0^^h. (= orion A's/;.) (2c). Vtlgl blaugrün. die Costa und beide Falten weiss; Ring- und alpium. Nierenfleck und die Linien schwarz. Aussenlinie distal braun gerandet ; Hflgl dunkel, mit schwarzweissem Fleck am Analwinkel. Weitverbreitet, aber lokal; im ^lai und Juni. — Bei murrhina Grae.-^. (2c) aus dem mnrrhim westlichen .Asien ist die grüne Farbe des Vtlgls viel mehr durch schwarze, zwischen den Linien stehende Flecke unterbrochen und der braune Schatten an der Aussenseite der äussern (JuerUnie ist breiter und erreicht die Fransen. Die Exemplare \on Ja)ian sind so gross wie europäische, während die von Korea deutlich kleiner sind. — Rp blassbraun, gelb gestreift, auf dem Rücken schwarz, mit drei gelblich weissen (juerflecken, die Höcker röthch, mit steifen Haarbüscheln versehen: an pj'che. im Herbst erwachsen.

D. marmorea LeecJt (2b). \ tlgl lebhaft grün, eine .Makel an der Wurzel braun, hinter der Mitte marmon winkelförmig vorgezogen ; an der Distalseite, der äussern ()uerlinie ein brauner Schatten, worauf eine Reihe Submai'ginaltleckchen folgt : Htlgl weisslicli. West-China.

C. Vorderflügel s;i au braun oder rötlich.

7. Gattung: Colocasia lihn.

Fhlr des -" gekämmt, des ? einfach: Ko]if', Tlmiax und Brust behaart; Taster nach vorne gerichtet, behaart, das Endglied klein: Rüssel schwach. .\^der '-> des Htlgls stark entwickelt, grade, dicht hinter der Mitte des Zelischlusses. .Adern f> und 7, ebenso wie 8 und + kurz gestielt.

C. coryli /-. Cicj. \'tlgl perlgrau, braun angeflogen, die Querlinien schwärzlich, senkrecht, der (W_W;. Kamm zwischen ihnen oft dunkel braun. Weit verbreitet, im Mai. überall in Europa, auch in Klein-Asien. — Bei der Form mus Obofli. (2cl vom .\murlande ist die (Grundfarbe mehr bläulich grau. — R]i ockeifarben. mus. grau behaart, Hückenlinie dunkel, zwei lange Bürsten schwarzer Haare auf dem 2. Ringe und eine auf dem 12., zw(m rötlich braune steife Büschel auf dem •"). und (>. Segmente: erwachsen im Herbst, auf ver- schiedenen Laubhölzern. Die Gattung scheint mir eher zu den Oou'iii'ldv zu gehören, mit denen die Kp in den Haarpinseln übereinstimmt.

12 OWCESTA: E(X'EXA; Kl ROMOIA. slM^h'\: ^RslLOXCHK. Von K. Wakrek.

s. (iattniifi,-: Ox.ycesta //'"'•

Klilr des .' fi:ekäiiiiiil, ilie Kainiuzäline sowie der .Scliari krät'tii;, beim V schwach gezäliiit; Kopf, Stirn. Thorax. Ulli, Brust und Beine behaart; Taster vorstehend, mit deutHcli zufi;e.spitzteni Emlgliede; Zunge schwach; Aui^c nackt. Ader 5 des Htlgls grade, gleich hinter der Mitte des Zellendes entspringend.

■ograpliiai. O. geographica /•'. (= austera J'^sji., sericina Hin.) (■2di. Vtlgl bräunlich, die Adern l)lass. die

(juerlinien breit weiss, scharf aber unregehnässig gewinkelt; Ring- und Nierentleck undeutlich; Htlgl beim d' weisslich. heim ? dunkel. Im März und wieder im Juli, in Südost-Europa, auch in Tirol. — Rp weisslich. schwarz marmoriert, auf dem Rücken ein schwarzer, weiss gerandeter Streif, seitliche Rückenlinie schwarz. Stigmalinie weiss, auf jedem Ringe ein gelbbrauner Streif; die Höcker tragen Bündel schwarzer und weisser Haare. Erwachsen im .Inni und wieder im Herhst, auf Euphorbia cyparissias, die jungen R])n gesellig.

armifsvct-s. O- chaiTiaesyces (iKoi. {= chamaenices U.-Scli., sericina llhn.) ('2d). Ahnlich gt'u(jraphkn F., alier

kleiner und dunkler; Kopf und Thorax blasser als der Hlli. Xur in Südost-Europa. Süd-Fiankreich. Spanien und Piemont. — Rp auf Eu])horbia chamaesyce.

;». (inttung; lüogeiia <<nr,i.

Khlr kräftig, einfach, beim o' dicker als beim V: Kopf, Thorax, Taster und Brust behaart; faster dick, vorstehend; Zunge schwach; Auge niukt ; Ulli olnie Höckei-. Ader 5 des Htlgls grade, hinter der .Mitte des Zellschlusses entspringend. ontaminei. E. contaminel Kr. (= eogena Fn:, bombycina Mm:) (;1A). Vtlgl trüb rötlich, die (Juerlinien tragen

dunkle Fleckchen an der Costa und auf den Falten: Htlgl etwas blasser. Xur in Südost- Rnssland und der Türkei. — Rp blas.sgelb. oben mit rolhiauneii Pnirsten und seitlich mit schwarzen und weissen Streifen; auf .Statice gmelini.

10. (4;ittuMg-: Eiiromoia >/y-

Fhlr borstenförmig. mit kui/cn Cilien; Taster glatt. schlaid< ; Auirc nacki ; Ndrderkopf schwach vor- spiingend : Zunge gut entwickelt. inixta. E. mixta >7(/c. cid). Vtlgl aschgrau, mit gelbliclieiii Fleck an tier Wurzel, der Aussenrd blass. die

Zelle dunkel, der Hing- und Nierentleck blass: Htlgl dunkel, mit gelben Fransen. Amurland.

1). Vordprflii:

Mic

dunkeln f, ä n gsst r eif en.

11. (iatiung: ^iiniyra <>■

einfach; Kopf, Taster und Thorax rauhliaarig; keine Hocker auf des lltlifls an der Wurzel schwach gebogen, vom hintern Drittel des

l)lüomeri Hein.} (2d). n-au . die .\dern

Vtlgl strohfarben, die Adern rötlich, die Zwischen- rötlich. Im Herbst auf snniiifigem Boden in Xord-

Fhlr beim o" gekännnl. beim Thorax und Hlb; Auge nackt. .\(ler •" Zellscldusses entspringend.

S. buettneri Uintuj {■. räumt' mit grauen .Streifen: Htlg Dentscidand und Süd-Russland.

S. dentinosa Fr,: (= tendinosa U.-Scli., leucaspis Fi.-'ch.) {2e). Vtlgl grau ockerfarben, die Adern rötlich, die grauen Zwischenaderstreifen bis zu den Fi-ansen reichend, Costa blass an der Wurzel. Im Frühjahr: Südost - Europa , Armenien und Zentral -Asien. - Rp gesellig auf Euphorbia . im Mai und Juni erwachsen.

S. nervosa /•'. cie). \'tlgl ockerfarben, mit dunklen Stäubchen idjerzogen , die Adern dunkler, die Zwischenräume blasser. Im JuH und August, aber nicht häufig, in Deutschland und (')sterreich. — Rp gelblich weiss, mit breitem dunklem Rückenstreifen und einem zweiten oberhalb der Stigmata: die Höcker trüb rot und gelb; die Haare weisslich. Erwachsen im Juni, auf II --horbia. ab. argentacea ll.-Srh.

(= torosa Gueii.) ('•2el unterscheidet sich durch die mehr weisse und reinere Grundfarbe; von Siid-Russland und Zentral -.\>ien bekannt: Exemplare von Afglianistan scheinen dazwischen zu stehen.

S. splendida .Styr. (= niveonitens Gnu's.) (2e). Flügel auf l)eiden Seiten glänzend weiss; Htlgl oben zuweilen grau. Zentral -.Asien, .\muilanrl und Korea.

12. Cattimg: ArHÜonche Leii-

Von ■•^ivn/rn C), durch die beim :<" nur kurz bewimperten statt gekämmten Fhlr unterschieden.

A. albovenosa Gaeze {= venosa bovkh., degener Hlm.) (2e). Vtlgl -weisslich ockerfarben, mehr weiss beim $, grauer beim cf. mit dunklen Längsstreifen auf den Falten und am Hinterrd. Im Mai uml August auf Sumpfboden, in ganz Europa und Vorder- Asien. — Rp rötUcli, blass marmoriert; die Streifen

Ausgegehen -ji. V. 09. LEIOMETOPÜN; ACROXICTA. Von W. Wahren. 13

blass gelblich oder rötlich, die Höcker tragen kurze Büschel blasser Haare ; im Herbst erwachsen ; auf Schilf- und Sumpt'gräseru. — Pp in einem Kokon. — ah. flavida Aiirir. und ab. albida Ainir. (= ochracea und flavida. argentea Tutf) sind offenbar nur individuelle gelbe bezw. weisse Farbenspiele. — ab. centripuncta U.S. (21) albida. hat einen schwarzen Zelliiunkt auf dem Vllgl und findet sich in Südost-Kussland und Dalinatieu. — ah. murina "" '''^'""" ' Äuriv. (4a) ist kleiner als die gewöhnliche Form und hat ein davon so verschiedenes Aussehen, dass man sie für eine eigene Art halten köimte; der Yflgl bronzebraun, alle Adern und die Fransen weiss, Kopf und Thorax braun, Abdomen und Hflgl weiss; diese Form wurde in .Schweden und Dalmatien gefunden, ist aber wahrscheinlich weiter verbreitet.

13. Gattung: l^eionietopoii Styr.

Fühler kräftig, abgeflacht; Taster kurz, behaart, das dritte Segment sehr klein: Zunge fehlend; Augen nackt ; Hlb ohne Schöpfe.

L. simyrides Stgr. (2 f). Vflgl blassgrau , mit breitem weissem Streifen hinter der Zelle von der simyn'des. Wurzel alj; nach Staudinger der -S. dentinosa Fn: sehr ähnlich. . Findet sich nur in Zentral-Asien.

E. Vorderflügel grau, mit braunen und schwarzen Zeichnungen.

14. Gattung: Acronicta Tr.

Fhlr der cfcf behaart; Kopf, Thorax, Brust und Hlb dicht behaart; Hlb an der Wurzel schwach beschopft. Drittes Palpenglied gewöhnlich kurz. Augen nackt. Sauger kräftig. Ader 5 des Htlgls schwach, an der Wurzel gebogen, vom hinteren Drittel des Zellendes entspringend. — Rp mit langen, meist sehr zerstreut stehenden Haaren geziert: ruht in hufeisenförmiger Stellung; die Höcker klein. — Pp in einem in morsches Holz eingebetteten Kokon; die Segmentränder glatt. — Die Eier werden einzeln abgelegt.

A. aceris L. (2g). Vflgl weisslichgrau ; der Basalstrich dünn und unterbrochen; ein schwarzer aui' aceris. der Subniedianfalte stehender Strich läuft durch die äussere Linie; Hflgl beim cf weiss, beim ? mehr grau, mit schwärzlichen Adern, Überall in Europa gemein, über West- und Zentral-Asien verbreitet. — Bei ab. infuscata Jlaw. (2f) ist der ganze Vflgl dunkel, mit grauem Anflug. — ab. candelisequa E.'<p., zu weicher Uifuscata. Staudinger infuscafa als Synonym stellt, scheint der Figur nach zwischen dieser Aberration und gewöhn- candelisequ liehen aceris zu stehen ; ab. judaea «S'/ryr. von Palästina ist blasser, die Vflgl grauHchweiss. — Rp mit zahlreichen, judaea. nicht scharf begrenzten, blass- und braungelben langen Haarbüscheln bedeckt; auf dem Rücken eine Reihe schneeweisser, purpur umrandeter, rhombisclier Flecke, die zuweilen durch eine weisse Einie miteinander verbunden sind; Kopf schwaiz. Im Herbst erwachsen; auf Ahorn und Rosskastanie.

A. albonigra Herz. Zwischen »trif/osa und ponfica, der letzteren näher stehend: die Wurzel des albonigra. Vflgls und ein Band saumwärts vom Mittelschatten schwärzlich, Rest des Vflgls blassgrau; Ringtleck klein, weisslich, Xierenfleck gelblich wie bei strigosa; ein schwarzer Wurzelstrich; Htlgl glänzend graubraun. Kleiner als sfrl(/osa. — Korea.

A. aini L. (2g). Vflgl blassgrau; der Hrd und ein breiter Mittelschatten schwarz; Hflgl weiss, alni. Allgemein verbreitet, konnnt aber selten häufig vor. — Die Rp ist in der Jugend weisslich, mit grauen Mittelsegmenten, in diesem Entwicklungsstadium durch Ähnlichkeit mit Yogelkot geschützt. Erwachsen wh'd sie purpurschwarz, und die Höcker tragen dann lange schwarze Haare, deren Spitzen stark erweitert sind; auf dem Rücken trägt jeder Ring einen gelben Querfleck; in diesem Stadium soll die Rp einen starken Duft besitzen; im Herbst erwachsen; an Eichen, Erle etc. — Bei ab. steinerti Casp. (2g) ist die Grundfarbe steinerti. dunkel braungrau, während ab. Carola Flui. (2g) eine Zwischenstufe darstellt. — • ab. suffusa Tutt hat die carola.

zwei lichten Flecke so dunkel wie der Rest der Flügel; bei ab. obsoleta Tutt fehlt die Ringmakel. suffusa.

obsoleta. A. asiatica i'ouj. Von aceris unterschieden durch die mehr rechteckigen Yflgl; Ringmakel lebhaft asiatka. weiss auf grauem Grunde; der ganze Flügel mit rotem Ton; von Mupin in West-China erwähnt.

A. bellula Alpli. Vflgl einförmig dunkel aschgrau; die Zeichnungen schwarz; Ringmakel IAass. bellula. Vom Autor nach einem einzigen bei Sidemi gefundenen cf beschrieben.

A. carbonaria Graes. (= brumosa Leech) (2h). Vflgl länglich, wie bei grossen rumicis, bräunlich- carbonaria. schwarz; an der Wurzel des Hrds ein blasser Fleck. Hflgl weisslich, an der Wurzel dunkler. Von Ghaesek in Amurland entdeckt; es ist die von Leech fälschUch als brumosa Guen. von Japan und Korea angegebene Art.

A. catocaloida Graes. (2h). Vflgl grauschwarz, die Grundfarbe vielfach durch unbestimmte dunkle catocaloida und helle Flecke unterbrochen. Hflgl lebhaft gelb, die Adern und die Wurzel dunkel: ein tiefschwarzes Submarginalband. Wie die vorige Art von Graeseii im Annirland aufgefunden. — Die Rp wird von ihm als dunkelgrün und mit kurzen, braunen, an der Spitze verdickten Borsten besetzt beschrieben; im Herbst erwachsen, an Eiche.

III 3

U ACRONICTA. Von W. Warren.

centralis. A. centralis Erscli. (2h). Vflgl aschgrau, mit sclnvarzeii (hieiliiiien, schwarzem Riiiii;- und Xieren-

tleck und einem dunklen Schatten hinter der äusseren 1-inie. Von Zentral -Asien angegeben. consongiiis. A. consanguis Bl/r. (3h). Wie pruinom Guen., aber grössei- und blasser; bis jetzt nur von Japan bekannt.

cuspis. A. cuspis II Im. (-ili). Ahnlich dem psi L., aber blasser und mehr blaugrau: die schwarzen Striche

kräftiger; die Hing- und Nierenmakel durch einen kurzen schwarzen Strich miteinander verbunden. Kommt überall in Europa und West -Asien vor, wenn auch sjjärlich, ist jedoch nicht aus England bekannt. — Kp ebenfalls der von })si ähnlich, aber der tleiscliige Zapfen auf dem 5. Ringe trägt eine lange Bürste schwarzer leiiroaispis. Haare; im Herbst erwachsen, nur auf Erle lebeiul. — leucocuspis Jifh: von Nord-dhina, Jajiau und Korea, laiirhii. ist grösser und dunkler. — taurica Sti/r. ist dagegen eine viel blassere Form, bei welcher Ring- und Xierenmakel weit voneinander getrennt sind und die nach Staudinoer möglicherweise eine von ('»jf/^/.s verschiedene Art ist. digna. A. digna Bt/r. {= michael Ohertlt) (2 i). \'tlgl beim cf blassgrau, beim ? dunkler; ein dicker

sciiwarzer Strich an der Wurzel: der Mittelschallen breit, in der Mitte gebogen. Iltli,'! trübweiss. Im Amur- land, in Japan und Korea. eleagni. A. eleagni Alph. (2i). Unterscheidet sich von A. accri^ L. durch den gelblichen Ton des Thorax

und Vtlgls und die Neigung der Zeichnungen zum Verschwinden. Von Buchara angegeben. — Die Rp ist augenscheinlich nicht beschrieben; sie soll an Eleagnus hortensis leben.

fasciata. A. fasciata Moore (2i). Wie ■■ilrif/osa F., aber grösser und dunkler, gröber beschuppt; ein breiter

divisa. schwarzer Streif, der bei der ab. divisa Mooff unler])rochen ist, steht auf der Sul)medianfalte. Htlgl dunkel- bi-aun. Ursprünglich von Indien beschrieben, findet sich aber auch in China und Japan, Kaschmir und Birma, und tritt in schwach ditferenzierten Lokalformen auch auf den Key-Inseln, Neu-Guinea und in Nord -Australien auf. gastridia. A. gastridia Sirinh. (2i). Vflgl blassgrau, mit unbestimmten Zeichnungen; Hrd des Hflgls und der

Uli) gelbbraun. Diese Art, welche zuerst aus .Murree, Nordwest-Indien, bekannt wurde, ist nordwärts bis nach Kaschmir \erbreitet. Iwmileuca. A. hemileuca Piing. (2k). Ähnlich a'ri<jiiMC, aber grösser, der \tlgl dunklei-, rötlich grau; Htlgl rein

weiss. Am Kuku-Nor in Tibet gefunden. hercules. A. hercules Fhh:'{= elongata Ohciili.) (2k|. Eine der grössten Arten dieser Gattung, der nord-

amerikanischen luteicoma Guen. sehr ähnlicli. In Japan und Aniurland gefuiulen. — Die Rp nach Graeskii kurz und dick, kastanienbraun, sparsam nnt glänzend schwarzen Borsten besetzt, deren Spitzen schwach verdickt sind; der Kopf ist gross und glänzend schwarz; im Herbst erwachsen, auf Ulme, ruht wie manche andere Arten dieser Gattung auf der Oberseite eines Blattes mit dem Körper hall)kreisförmig gebogen. intermedia. A. intermedia noin. )wv. (= increta Btfr. praeocc.) (2k). Ähnlich triden.i, aber immer grösser, und

der Vllgl mehr einförmig dunkel grau; die Ring- und Nierenmakel durch einen schwarzen Strich verbunden; die Schienen und letzten Hlbsringe seitlich schwarz gestreift. Bewohnt Japan, Korea und West-China und ist sicher von frideiis verschieden. Jankowskii. A. jankowsltü Oberth. (2k). Vtlgl blassgrau, von einer dunkeln Mittelbinde durchquert, die sich

nach der Costa zu gabelt. Htlgl des cf weisslich, dagegen die des ? ganz braun. Dies ist eine kleine Art, welche vom Amurland und aus Japan bekannt ist und etwas an ^inens Wlk. erinnert. I:arglialilia. A. karghalika Moore. Der triitens ähnlich und ebenso gezeichnet, aber dunkler; der schwarze

Wurzelstrich kürzer und der Zwischenraum zwischen den beiden Linien weiter. Karghalik, Yarkand. leporina. A. leporlna /.. (:3a). Vtlgl weiss, die (Juerlinien durch schwarze l'uidite angedeutet. Ziendich

häufig im .Mai und .luni in ganz Europa, Armenien, ostwärts bis zum Amur gehend. Rp blassgrün oder gelblich, mit langen weissen Seidenhaaren bekleidet, die zuweden einen gelblichen Ton haben; im Herbst bradyporina. erwachsen auf Erle und Birke. — ab. bradyporina 7V. (3a) findet sich im nöixllichen Europa und ist in England die gewöhnlichere Form; die Flügel sind grau gepudert und die Zeichnungen stärker entwickelt. — semivirga. ab. semivirga Tutt hat einen breit grauen Vtlglsaum. — Bei leporella >7f/r. (= cineracea Graes.) (.3a), auf teporella. Qst-Asien und Japan beschränkt, ist der Vtlgl grauweiss und die Zeichnungen sind undeutlich. — al). rosea rosea. y.^^^^ ^__ la^ose Artf/j-.) soll die Vflgl und die Einschnitte zwischen den Hlbsringen hellrosafarben haben.

leticoptera. A. leucoptera Btlr. Vflgl wie bei runiirix. Htlgl weiss, mit brauner Wurzel und braunem Hrd;

Aussenrd breit schwarz. Eline japanische Art, welche Lekch für identisch ;jiit longa Guen. von Nord -Amerika hält.

ligiistri. A. ligustri F. (3b). Vtlgl innpurbraun, mehr oder weniger mit Grün durchsetzt; hinter dem Zellende

ein blasser Fleck. Prothorax autfäilig weiss. — SNE:i,m;N macht diese Art zum Typus seiner Gattung

Craniopltora , weil alle Rückensegmente Schuppenschö])fe tragen. Weit verbreitet, aber nicht massenhaft,

snndevalti. überall in Europa, bis zum Amur und Japan. — ab. sundevalli Lumpa (= olivacea Tntt) (4a) ist eine

nigra. Form, bei welcher der Thorax und der Vtlgl ganz dunkel olivengrün sind. — ab. nigra Tntt (3h) hat die

coronuta. Vtlgl völlig schwarz, ganz ohne alle Grünfärbung: bis jetzt nur in Nord-England gefunden. — Bei ab. COro-

niiia llnr. schliesslieh ist der .Apex anstatt mit (uiiii. mit (M-iiibiauu tingieii und an seinem Ird steht ein

AGKONICTA. Von \V. Warrf.x. 15

weisses Mondfleckchen. — Rp blassgrün; eine dünne, lilasse Rückenlinie und gelbliche Seitenstreifen; die Haare lang, einzeln stehend; im Herbst erwaclisen, auf Liguster und Esche.

A. literata Jlrcm. (8c). Vflgl eisgrau, im unteren Mittelfelde zwei dunkle gebogene Längsst riebe ///era/a. tragend, die einander mit ihren konvexen Seiten zugekehrt sind. Von Ost-Siiiirien beschrieben. .Möglicher- weise mit seiiira ErersiH. (3e) identisch.

A. major Brei». {= anaedina Ilth:, maxima Moore) (3 b). Vtlgl olivengrau, mit einem Anfluge von Lila; major. die gewöhnlich vorhandenen drei schwarzen Striche schmal. So gross wie lierculea; findet sich auch wie diese Art im Anuu'lande, in China und Japan; ist auch von Indien angegeben. P^s gibt auch kleinere Exemplare, bei denen die Zeichnungen fast erloschen sind; diese mögen als ab. defigurata ab. nov. bezeichnet werden, defigurata.

A. megacephala F. (3b). Vflgl blassgrau, dunkel übergössen, ausgenommen einen blassen Fleck megacepliah saumwärts von der Zelle, fltlgl beim cf weiss, beim ? mehr grau. Im Juni überall gemein in Europa, Klein-Asien und Nord-Asien. — Rp dunkelgrau, mit gelblichen Körnchen besetzt; auf dem Kücken des IL Ringes ein grosser gelbhchweisser Fleck; die Haare stellen einzeln und sind weisslich ; der schwarze Kopf trägt blasse Zeichnungen; im Herbst erwachsen, auf Pappel. — grumi A/ji/i. hat schmälere Vflgl und gnimi. der Zwischenraum zwischen der innern Querlinie desselben und dem Jlittelschatten ist auffällig weisslich ; West-China. — Die ab. ochrea Tnit hat ockergelb übergossene Grundfarbe. — Bei rosea Titll sind die ochrea. Vtlgl rosig angehaucht. rosea.

A. nigricans Leech unterscheidet sich von carhonaria (Iraen., mit der sie die langen Vflgl und nigricans. weissen Hflgl gemein hat, durch die Färbung des Vflgls, der in der hintern Hälfte viel schwärzer ist als in der Gostalhälfte, und durch den reiner weissen Hflgl. Nur von West-China bekannt.

A. Obscura heerk (3c cf). Vtlgl dunkelgrau, mit schwarzen Schatten und weisslichen Einsprengungen; obscura. Ringmakel quadratisch. Hflgl mit rauchgrauem Saume und vor demselben einer dünnen Linie. Von West-China.

A. Orientalis Maini (3c). Vtlgl blass und dunkelgrau, mit den drei typischen schwarzen Strichen; orientalis. die Ringniakel durch einen schwarzen Strich mit dem untern Ende der dunkeln Nierenmakel verbunden. Htlgl weiss. Nur \on Klein-Asien bekannt.

A. paucinotata Hps. Vflgl grau, alle Zeichnungen undeutlich ; eine matte zapfenartige Makel an der paucinotata. Aussenkante der gezähnten, schwarzen innern Linie; Nierenmakel mit einem schwarzen Möndchen am untern Rand; einige schwarze Striche hinter der äussern Linie, gegen den Apex zu; Htlgl dunkelbrauu. Von Hampson nach einem einzelnen <f von Kaschmir beschrieben.

A. pfizenmayeri Herz. Vflgl aschgrau, mit einem schwarzen gebogenen Mittelstreif, der die Costa pfizenmayer nicht berührt, einer iiuiern schrägen gezähnten Linie, mit welcher sich ein schwarzer Basalstrich verbindet, und zwei schwarzen keilförmigen Flecken vor dem Saume zwischen den Adern 4 und 5; die Kingmakel fehlt. Nach dem Autor zwischen literata Brem. und x-signata Step: stehend. Jakutsk, Sibirien.

A. pontica ^fgr. (3 c, d). Wie ligustri, aber mit weissem Hilgl. Der Rücken trägt auf allen Ringen pontica. Schuppenhöcker. In SUd-Ust-fiussland, Armenien, Klein-Asien und Kurdistan; auch von Spanien angegeben.

A. praeclara Grues. (3d). Vflgl lilagrau, die Linien und Schatten dunkelgrünlichbraun; an dev praeclara. Wurzel des Hrds steht eine gelblichgrüne Makel. Eine hübsche vom Amurlande stammende Art, die Stau- DiNGEii in die Gattung Craniophora bnell. stellt; der Kücken trägt indess keine Reihe von Schöpfen.

A. pruinosa (Inen. (3d). Vflgl trüb dunkelgrau, mit einem blassen am Hrde stehenden Wurzeltleck ; ^/-«/«osa. auf jeder Falte saumwärts von der äussern Querlinie ein bräunlicher Fleck. Taster aufrecht vor der Stirn. Von Indien beschrieben, findet sich aber auch in Japan, wo die Exemplare etwas dunkler sind.

A. psi L. (3d). Vflgl blassgrau, die drei gewöhnlichen schwarzen Striche stark ausgebildet; Ring- ;;s/. und Nierentleck normal, einander berührend. Überall in der paläarktischen Region gemein. — Rp mit breitem gelben Rückenstreifen; Stignialinie weisslich, eine Seitenreihe roter Flecke; auf dem 5. Ringe ein senkrechter, fleischiger, schwarzer Fortsatz, und ein kleinerer auf dem 12.; die Haare s]iarsam, ganz einzeln; im Herbst erwachsen, polyphag, auf Laubholz. Acht Aberrationen sind angegeben: bei ab. bivirga Tntt ist die \Vurzel bivirga. und der Aussenrd verdunkelt; ab. suffusa Tutt ist eine ganz dunkelgraue Form, welche tridens nachahmt; suffusa. und ab. altaica ^tijr. (3e) ist eine blassere, mehr weissliche Form vom Altai und Amur. Ferner hat man altaica. noch folgende, minder wichtige Formen unterschieden: ab. cuspis Steph. (nicht Ilbn.), eine grosse graue f«5/7/s. Form; die schwarzen Dolchstriche tleutlicher ausgebildet als bei der HCBNEii'schen Art. — Bei ab. bidens bidens. Tiilt ist der schmale Dolchstrich ohne das kurze Endchen , das dem Dolchgritf entspricht nnd die gerade Linie verläuft gerade zur Costa, ohne Ansbiegung nach der Wurzel zu. — ab. virga Tidl hat ein graues virga. Band durch die Vflgl vor deren Mitte. — ab. rOSea Tntt hat die Vtlgl rosenrot angehaucht und ab. juncta rosea. Tutt zeigt die beiden Makeln mit ihren Innenrändern verbunden. juncta.

A. raphael Olxrlh. (= fixseni (Vrae.s.) (3e). Vflgl bläulichgrau, von groben grauen Flecken unti Hintien m/j/zrt^i. durchzogen; an der Wurzel eio schwarzer Strich, über dem ein blasser Fleck steht. Nur vom Amur bekannt.

16 ■ CHAMAEPORA. Von W. Wauhiin.

scnica. A. senica Kr. (3e). Vtlgl bUiulicligrau ; zwei scliwarze Flecke an der Costa; auf Ader 1 und 2 je

eine Längszeiclniung, welche einander mit den konvexen Seiten zugekehrt sind. Ural und Altai (die oben bescluiebene lifcnita Brau, von Ost-Sibirien muss dieser Art sehr nahe kommen und ist vielleicht damit identisch; die Costaltlecke t'eiilen [abgerieben?]). — .r-s///««/« .%/•. (vgl. unten), gleichfalls von Süil-Ost-Sibirien, mag eine stark gezeichnete Form von sniica sein, in welcher die verbreiterten Längsstriche einander berühren und so die lange x-förmige Zeichnung bilden , von der die Form ihren Namen bekommen hat. — Alle drei Tiere haben gleiche Flügelspannung, nämlich Hö mm.

sincns. A. sinens HVZ-. Vflgl kreideweis, die Linien olivengrau, am Costalrande schwarz werdend; ein klüf-

tiger schwarzer Wurzelstricii ; die Querlinien durch einen auf der Submedianfalte stehenden, schwarz und grauen Schalten miteinander verbunden; beide Flügel tragen einen scliwarzen Fleck am Knde der Ader 2. — Leech gibt ein Stück dieser kleinen indischen Art von West-China an.

strigosa. A. strigosa /•'. (= favillacea AV;).) (3e). Vilgl blassgrau, mit gelben Tönen, Wurzel des Hrds gelb;

Nierenmakcl aussen gelblich; entlang der Submedianfalte zielit ein gebrochener schwarzer Strich. Eine nicht iiäufige Art, die sich aber überall in Europa, Armenien, dem Amurland, in Korea und in Japan findet. — Kp samtartig grün, mit einem breiten rotbraunen Kückenbande; der 12. King mit Kückenhöcker; wie bei der Rp von CVT«r«, der sie obertläcldich in Farbe und Zeichnung ähnelt, verwandelt sich vor dem Einspinnen die grüne Färbung in eine trüb purpurne; im Herbst erwachsen auf Weisdorn, welcher in England die ein- bryo- zige Futteri)tlanze ist, auf dem Kontinent auf Schlehe und Faulbaum. — ab. bryophiloides Ilonn. (= casparii

(ihiloides. steinerf) (3e) ist eine kleinere Form mit ganz dunkelgrauem Ytlgl. — Japanische Stücke sind bedeutend grösser als europäische und viel dunkler; die King- und Nierenmakel sind stäi-ker angelegt und die schwarzen

adaucta. Striche sind dicker; sie mögen als adaucta >iubsp. nai: (3e) abgetrennt werden.

suboniata. A. subornata Leecli (3f).' Vflgl dunkelgrau, mit schwarzen Wolken und hier und da eingesprengten

weissen Fieckclien; ein weisslicher costaler Wurzcltleck; Submarginallinie unterbrochen weisslicli, Hflgl dunkelbraun. In Japan und Korea; der carhoiKirin Grdcs. luid }ii;/r/ca)is Lecch ähnlich, aber durcii den dunkeln llflgl unterschieden.

subviridis. A. subvlrldis Bth: (3f). Vflgl silbergrau, mit verschiedenen dunklen Zeichnungen, blassgrün gefleckt;

Submarginallinie grünlichwciss. an der Innenseite derselben ein breites grünes Band. In Japan und West-China.

terrigena. A. terrigena Gntcs. Diese Art, welche nach einem einzigen ? vom Amurlande Jjeschrielien wurde,

soll zwischen ulrii/om und iiidcns L. stehen; es ist möglicherweise ein kleines Stück von fa^ciahi Mamr.

tridens. A. tridens .S7(///'. (3f). Der Falter ist äusserlich nicht von dunklen Stücken von m zu unter-

scheiden, aber die graue Farbe scheint immer einen mehr braunen Ton zu haben. Überall in Euiopa, bis Amuiland, auch von Japan angegeben, aber diese Stücke gehören wohl zu intennedia. — Kp schwarz und rot; ein weisser Kückenstreif mit einer Keihe gelbroter Flecke; eine breite weisse Linie an den Luftlöchern und eine Reihe roter und weisser Makeln an den Seiten; die Haare dunkler und länger als bei psi; der 5. Ring oben mit einem Pinsel schwarzer Haare, der 5.-und 12. Ring etwas gehöckert; im Herbst erwachsen, virga. auf Weisdorn und verschiedenen andern Laubhölzern. — ab. virga Tult hat dunklere Htlgl und entspricht rosea. der ab. lirinja von p.s/. — ab. rosea Tiitt hat losa iiliergossene Flügel. — Bei ab. bidens Tutl ist der bidens. Wurzcldolch ohne Handgriff. — Bei al). quinquedentata Tnlt dagegen ist der Handgriff" mit einer zweiten quinqnc- (^j ^J)gl^„-)g versehen. — Bei ab. juncta Tun ijeriiluen sich die Makeln mit ihren Innenrändern.

juncta. A. X-Signata .SV(//-. Vtlgl tlunkelgrau, von feinen, gebogenen schwai-zen Linien durclupiert, die auf

.\-signala. ^j^^. Sujamarginalfalte durch einen schwarzen Strich verbunden sind, so dass eine lange, x-förmige Figur

entsteht; im Aussenfeid stehen zwei Reihen schwarzer Striche, von denen al)er nui- einer, in der inneren

Reihe deutlich liervortritt. Aus Südost -Sibirien beschrieben, und, wie oben erwähnt, möglicherweise eine

dunkle, scharf gezeichnete Form der .•nuica Eo.

15. Gattung: diaiiiaei»ora nor. f)cn.

Von Acroiiidii durch die Kp unterschieden, die Büschel kurzer steifer Haare trägt, die auf verbrei- terten Höckern stehen; die Rp ist kurz und dick, ruht gerade ausgestreckt, nicht umgebogen, und lebt auf verschiedenen niedern Kräutern. — Pp in einem gesponnenen Kokon, ihre Segmentränder kielartig erhaben. — Die Eier werden in einem Haufen abgelegt.

auricoma. C. auricOHia /'. (3f). Vflgl grau, dunkel bestäubt, die Wurzel des Hrds blassgelb; ein kurzer

Wurzelstrich und ein zweiter über dem Ilinterwinkel schwarz, oft unbestimmt. Fliegt im -Mai und wieder

pepli. im August, und findet sich in ganz Europa und Armenien, bis nach Sibirien verbreitet. — Bei ab. pepH

similis ^^^'^- (~ l)yhaevaarae Uuffm.) (3g) ist der Vflgl so schwarz überstäubt, dass die Zeichnungen undeutlich

menyan- werden. — ' I'.ci ab. similis llaw. sind die Vtlgl dunkler mit zwei dunklen Wellenlinien von der Costa. —

thidis. ab. menyanthidis //««■. (nicht Ulm) ist blasser und hat ein deutlicheres i/^-Zeichen. — Rp schwarz, mit

CI1A:\IAK1'0HA. Von \V. Warren. 17

rötlicligelben Warzen, die rötlichl)raune Haarbüschel tragen; Kopf- und Xackenplatte schwarz; die Hp der Sonimergenerntion im JuH erwachsen; die Pp der folgenden Generation überwintert.

C. euphorbiae /''. (= cyparissiae ? Hbn.) (;3g). Vflgl grau, dunkler bestäubt; Ringmakel dicht hinter eupliorh der Innern Querlinie. Hflgl beim & weiss, beim ? braun mit blassen Fransen. Nicht häufig, findet sich aber in ganz Europa, Kiein-Asien, Armenien und Sibirien, im Mai imd Juli. — ab. montivaga Oucii. (3 g) montivu ist eine (lebirgsform mit dunklerm, mehr blaugrauem Vtlgl, die sich in den Alpen und in Norwegen findet. — ab. myricae (hicn. (3h) kommt in den Bergen Schottlands und Irlands vor; sie ist noch dunkler und \mi myricae. schmälere, nicht kleinere, wie Staudinger sagt, mehr zugespitzte Vflgl. Lebt als Rp auf IMyrica, Calluna und Salix und hat nur eine Generation im Jahie. — ab. euphrasiae Hrnbm (? = paradoxa B^^d) (3h) scheint euphray in Frankreich und Süd-West-Euroiia die gewöhnlichere Form zu sein; sie ist blasser und gelblicher als die typische euphorbiae. — Endlich ab. esulae Hbn. (c^ = abscondita Tr.) (3h) ist eine ganz kleine Foi-m mit esiilae. undeutlichen Zeichnungen. — paradoxa Bsd. ist in Staudingee und Rküel nicht erwähnt, wurde aber von paradox GuENEE für eine Form von ncerls angesehen und mit candeUnequa Ei^p. vereinigt; sie scheint indess eher mit ab. euphrasiae der hier behandelten Art synonym zu sein, zumal da Boisduval angibt, dass die Kp ganz verschieden von der von aceris ist und in der Provence auf Rhus coriaria lebt. — Rp schwarz, die Warzen mit Büscheln dunkler und blasser Haare; die Linie unterhalb der Luftlöcher und eine Binde auf dem 3. Ringe orangerot; eine subdorsale Reihe unregelmässiger gelblichweisser Flecke: der Kopf schwarz. Im Juni und Herbst erwachsen, an Wolfsmilch und andern niedrigen Kräutern.

C. lutea Breni.-Grei/ (3 h). Vtlgl blass und dunkelgrau ; die Zeichnungen fast wie bei Acro». dit/mi. lutea. Hflgl gelblich strohfarben, mit breitem schwärzlichem Saume und gelben Fransen (bei den Exemplaren von di/jiia mit gelblichweissem Htlgl sind die Fransen stets weiss). Ursprünglich von Bkemer u. Gkey von Nord-China" angegeben und später von Bremer allein von Ost-Sibirien; findet sich aber auch in Korea und Japan. — Rp nach Gi!A!;ser der von rumicis etwas ähnlich, aber grösser und lebhafter gefärbt, rötlichgelb; im Juli erwachsen, auf niedrigen Pflanzen.

C. menyanthidis ]'inr. (31). Vflgl bläulichweiss, dunkelgrau bestäubt und schattiert; nahe der WmvMmenyan- ein kurzer schwarzer Längsstrich; der Saum dunkler, zuweilen schwärzlichgrau; Ringmakel ganz klein. Auf ''"*^- Gebirgsmooren Europas und Sibiriens im Jlai und Juni. — Rp schwarz oder bläulichschwarz; die Höcker mit schwarzen oder bräunlichen Haarbüscheln; unterhalb der Stigmata eine rote Seitenlinie; Kopf schwarz. Im Herbst erwachsen auf :\Iyrica, Calluna und Salix. — Bei ab. suffusa Tutt (3i) ist der ganze Vflgl dunkelgrau snffusa. überzogen. — al). obsoleta Tutt hat die Vtlgl völlig blass mit schwachen Jlakeln. — Dagegen ist ab. SCOtica obsoleta. Tutt von der Westküste Schottlands grösser und heller mit schärferer und deutlicherer Zeichnung. scotica.

C. radiata ^pec. noi\ (3i). Vflgl blassgrau, dunkel bestäubt, die Querlinien auf beiden Seiten rarfw^a schwärzlich gerändert, die äussere gezähnt, fast in Jlöndchen aufgelöst, hinter ihr ein breiter dunkler Schatten, infolgedessen die schwarzen Zähne der Linie auf den Adern verlängert; diese äussere Linie steht vom Saume weiter entfernt als gewöhnlich, das Mittelfeld ist dementsprechend verkleinert ; Ringmakel rund, mit schwarzem Ringe; Nierenmakel zwischen dem Mittelschatten und dem inneren Rande der äusseren Linie verborgen, letztere berührend; Fransen grau mit dunkleren Flecken. Htlgl weisshch, die Adern grau; Fransen weiss, mit schwachen dunklen Punkten. Unterseite gleichfalls weisslich, mit grauem Tone; die Costa des Vflgls mit zwei schwarzen Flecken; der Htlgl mit einer teilweise grauen Mittellinie. Kopf, Thorax und Hlb einfarbig grau; Fhlr bandförmig, breit und flach. Ein einzelnes ? aus der Provinz Kuiiab in Nord- Afghanistan von 35 mm Spannweite, im Tring Jluseum. Von cnphorbiac besonders durch die verschiedene Lage der äusseren Linie des Vflgs abweichend.

C. rumicis L. (di). Vflgl dunkelgrau, hier und da weisslich; die Linien und Schatten schwarz; die rumicis äussere Linie führt auf der Submedianfalte einen weissen Fleck. Hflgl schwärzlichbraun. Im Sommer überall in der paläarktisehen Region gemein, und augenscheinlich in Japan und China ausserordentlich häufig. — Epe dunkel und hellgrau marmoriert; auf dem Rücken eine Reihe roter Flecke auf schwarzen :\lakehi, und an jeder Seite eine Reihe weisser Flecke; unterhaUi der Stigmata eine blasse Linie, welche orangerote Höcker einschliesst; der 5. und 12. Ring oben liöckerförmig; die Warzen tragen schwärzliche und gelblichbraune Haarbüschel. Im Juni und Herbst erAvachsen , auf verschiedenen niederen Pflanzen. — turanica Stgr. ist eine Form von Zentral-Asien, welche blasser ist und weissliche Hflgl hat. Die chinesischen turanica. und japanischen Stücke (31) sind grösser als europäische und in allen Fällen dunkler, besonders ist die Hinterhälfte des Vflgls schwärzer und dadurch wird der weisse Fleck der äusseren Linie oft undeutlich; vielleicht gehört die von Curtis aus Schottland als Salicis abgebildete (melanotische) Form hierher, ol)gleich Salicis. die als angeblich dazu gehörige abgebildete Rp unzweifelhaft memjanthidis ist. — Bei ab. alnoides (lecM (3k) alnoides. ist die Costalhälfte der Vtlgl grau, die hintere Hälfte etwas ungleichmässig schwärzlich; an der \Vurzel und vor dem Hinterwinkel befindet sich ein kräftiger schwarzer Dolchstrich, so dass eine äusserliche Ähnlichkeit mit dunkelgrauen Exemplaren von Acr. aini entsteht. Ein Exemplar bei Freiburg in Baden gefunden. — ab. eupJlorbiae Steph. (nicht Hbn.) ist graubraun, die Makeln und der Kaum zwischen diesen hell. — ab. euphorbia euphrasiae steph. (nicht Uup:) ist blass gelblichgrau mit zaidreichen schwarzen Linien und die Ringmakel euphrasia. matt oder verloschen; kommt in Cornwall vor.

18 ANACRONICTA; PAXTUAUMA: XANTHOMAXTIS. Von W. Warren.

16. Gattung: Aiiacroiiicta ,'/'«. »or.

Will Acroiiicld Tr. durch die Fhlr des o^, die l<urze (lilienhünde! trappen, unterschieden; ausserdem enfspriiifjt Ader 5 des llflgis diclit neben 4 und ist ebenso l<räftig wie diese, auch sind die Au!i;en behaart. BrTLF.R errichtete die Gattung A])/('cloi(/es für diese Tiere, aber er gab ungUickUciierweise als Typus der Gattung eine nordanierikanisciie Art, coiidila Giten., an, welche nicht in dieselbe Gattung wie die japanischen Arten gehört. caliginea. A. caliginea /)'//;•. (= nitida (inies. nee Bt/r.) (I'ik). Vflgl dunkelbraun, scliwach purpurn, mit

gelblichgrauer Heschuppung aufgehellt; Xiereninakel aussen gelblich, sauniwärts von derselben ein blasser, grau-ockerfarbener Kaum. In Ost-Asien. Augenscheinlich eine gewöhnliche Art, die sich überall im Amur- lande, in China, Japan und Korea findet. — Hp nach Graeskk sehr dick, mit langen blassbraunen Haar- büscheln besetzt, etwas an die Bürsten von A. accris erinnernd ; auf Epilobium angustifolium. nitida. A. nitida /)'//(•. (3k). Vtlgl blasser als bei caHgineu Bilr., weisslich- oder gelblichgrau, die Zeich-

nungen deutlicher; ein kräftiger schwarzer Strich vor Ader 4, von der Nierenmakel zur Submarginaliinie laufend, welch letztere oberhalb des Striches einen blassen Fleck trägt. In Japan und West-China. — moupincnsis. moupineiisis Ijicch, von Mupin in West-China, ist kleiner als Butler's nitida, weinrötlichbraun, nur die für diese Foiin typischen schwarzen Zeichnungen sichtbar; Thorax aschgrau, im auffälligen Gegensatz zu den dunkleren Flügeln. Diese Form ist vielleicht identisch mit dem von Graesku als GrapliipJiora lichenaties be- schriebenen (in Staudinger u. Rebei, mit y zu Ap/rctoides Btlr. gestellten) Schmetterling, welcher 35 mm Flügelspannung haben soll; wenn die Vernuilung richtig ist, so würde Graeser's Name statt nioiipinensis m Anwendung kommen müssen. obsciira. A. obscura Leech (3c ?). Vtlgl schwärzlichbiaun auf grauem Grunde; kein deutlicher blasser l^aum

au.ssen vum Xierentleck. Nur von Zentral- und West-China sowie Norwest-Indien bekannt.

17. Gattung: Pauthaiima sifp:

Fhlr des cf stark gekämmt. Thorax uiul Palpen haarig; Sauger schwach. Augen nackt. Zweiter King des lllbs mit seitlichen Haarschöpfen. Sonst kaum von rduthca verschieden. egregia. P. egregia Stc/i: (4a). Vtlgl weisslichgrau , mit grünem Anfluge; das Basaldrittel schwärzlich, von

einem unregelmässig zahnrandigen dunklen Bande begrenzt; Ringmakel fehlend. Hflgl trübweisslich , vor dem Hinterwiidvel einen dunklen üoppelstrich tragend. Nui* von Ost-Sibirien angegeben.

liS. Gattung: XautllOluauti^ (/'h. nor.

Die Kammzähne des Fhlrs beim cf lang und dünn. Thorax und Schuppe haarig, hinten beschopft. IUI) auf den Haarkämmen auf dem 2. — 6. Ringe, die Ivämme auf 3 — 5 am längsten. Sauger gut entwickelt. Augen behaart. Viigl breit, mit vorgezogener Spitze und schiefem Aussenrde. Cornelia X. corneüa »S/<7/-. (= honrathi Graes.) (4a). Vtlgl seidig schwarzgrau; die inneie (juerlinie tief

schwarz, gezähnt und deutlich; die äussere weniger deutlich, breiter und wellig; der Mittelscliatten mit der inneren Que.rlinie hinter Ader 2 durch einen kleinen blassgelben Fleck verbunden. Htigl glänzend, lebhaft gelb: ein Fleck in der Zelle, der schmale Saum und die I'^ansen schwaiz; die Fransen des Irds gelb. Eine hübsche Art, die sich in Ost-Sibirien findet.

2. L'nlerfamilie: Metachrostinae.

Wie die Acronictinae unterscheidet sich auch die Unterfamilie Metachrostinuf von den übrigen Eulen durch die Lebensweise der Rpn. Soweit bekannt, fressen diese ausschliesslich an verschiedenen Flechtenarten. Sie ruhen bei Tage verborgen in Löchern und Ritzen und wandern erst nach Dunkelwerden umher, zu welcher Zeit das Futter durch Tau und Nachtnebel weich wird. Es ist empfohlen worden, dass man nur bei feuchtem Wetter nach den R]m suchen solle, doch ist es wahrscheinlicher, dass die wenigen Exemplare, die man dann findet, durch heftigen Regen nach trockenem Wetter aus ihren Scliluptwinkeln vertrieben worden sind, als dass sie freiwillig bei Tage herauskommen, um zu fressen. So wenig tens verhält es sich meiner Erfahrung nach mit den beiden einzijien in England häufigen Arten.

Die Rpn selbst sind weich und schlaff, und tragen spärliche kurze Haare, die auf kleinen Warzen stehen. Sie sind zu Anfang des Sommers erwachsen und verpuppen sich i>i situ in einem Gespinste , das in Löchern oder unter Vorsprüngen geschützt liegt. Die R\m haben keine Schutzfarben , was einen weiteren Grund dafür abgibt, dass sie des Nachts auf Nahrung ausgehen. Dagegen entspricht die Färbung dei- Falter in ganz auffälliger Weise den verschiedenen Tönen der mit Flechten bedeckten Stellen, an denen die Falter ruhend sitzen.

Bis jetzt enthält die Unterfamilie nur eine einzige Gattung; denn die grössere Entwicklung der Rücken- höcker bei Staudisgkk's Bri/omoia scheint kaum ein genügender Grund zur Abtrennung zu sein und ich habe daher die einzige Art mi-laclilora Stgr. mit Mitaclirustls vereinigt. Es wird indes wahrscheinlich notwendig werden, eine neue Gattunir für Püngelkr's ceralopi/f/a und die unten beschriebenen piilnrosa , ftabulosd und pncisa zu errichten. welche Arten darin miteinander übereinstimmen, dass die ?? auf der Unterseite des Analringes einen Chitinfortsatz besitzen. Die zwei einzelnen cfcf von pulverosa und .sabiilosa , die ich gesehen habe, haben ausserordentlich dünne und gebogene Fhircilien, wie auch precisa. Bis ganz in die Neuzeit hat man für die Gattung den Namen Thi/opliHu Fr. gebraucht; aber der ältere Name Metaciirogtis Htm., den Mkyrick in seinem Ilandbuche wieder angenommen hat, scheint unanfechtbar zu sein und ich habe deshalb die Unterfamilie Metachroatiiiac genannt.

METACHROSTIS. Von W. -Wahren. 19

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19. Oattuiig: Hetaclirostis Ilbn. Dieselben Merkmale wie die Unterfamilie.

M. pineti .SYf/c. (+b). Vtlgl aschgrau, mit rötlichem Antluge; in der Mitte ein dunkleres Band; am pineli. Ende der Zelle ein trül)ijeli)er Fleck. Hflgl aschgrau. Nur in Andalusien und Kastilien gefunden. — Rp an Flechten, die an Kiefern wachsen.

M. albonotata S/i/r. (-J-b). Vtlgl bräunlich aschgrau; Innen- und Wurzellinie schief, dick und albonotai schwarz; Ring- und Nierentleck gi'oss, schwarzgerandet; drei schwarze Längsstriche vor dem Aussenrd hinter der Mitte und in der Mittelfläche auf der Submedianfalte ein weiterer Strich, auf den ein weisser (}uadratischer Fleck folgt. Htlgl graubraun. Nach einem einzigen ? vom Ussuri beschrieben. Eine breit- tlügelige Art, deren Zugehörigkeit zu Metachrostis zweifelhaft ist.

M. petraea Gm>n. (4b). Vflgl bräunlichgrün, grau und schwarz gewölkt; Innen- und Aussenlinie /'f/ra(?a. näher als gewöhnlich zusammen, besonders am Hrd, wo sie durch einen kurzen schwarzen Strich verbunden sind; Wurzelstrich zweimal gewinkelt, hinter demselben eine schwarze Makel; Ringmakel rund, schwarz: Nierenmakel gross, blass; ausserhalb der Aussenlinie ein blasser Raum vor dem Hrd und zwei schwarze Flecke wurzelwärts von der Submarginallinie. Hflgl rehbraun. Nach einem einzigen ? aus Andalusien beschrieben.

M. COntristans />'''/. (4 h) Vtlgl trübgrau, zuweilen mit kupferigem Ton; die Querlinien schwarz; mx contristans. kleines, rundes, dunkel gerandeles Stigma. Eine lokale Art, die sich nur in Griechenland und Syrien und nach Staudinger auch in Kurdistan findet.

M. raptricula Hhn. (= pomula Bkh.) (4b). Vflgl länglich, gi-au, mit dunkleren Wolken, die Linien raptricula. undeutlich. Innenlinie von der Costa schräg nach aussen ziehend, zweimal gebogen; saumwärts von der äusseren Querlinie auf der Submedianfalte ein weisser Halbmond, auf den ein schwarzer Längsstrich folgt, der in den Fransen nach hinten biegt; Stigmaltlecke unauffällig, mit dunklen Rändern. Hflgl trüb weisslich, gegen den Aussenrd hin mehr grau. In Europa überall auf dem Kontinente, auch in Klein-Asien, Armenien, dem Altai und am Ussuri. — Die ab. carbonis Fn: (4b) ist, wie der Name andeutet, schwarz; ab. decep- carhonis. tricula llbn. (4c) hat einen blassbraunen Horizontalstrich, der von der Wurzel des Vrds durch die Zelle deceptricula. zur Aussenlinie oder darüber hinaus läuft und zuweilen in Flecke aufgelöst ist. — ab. oxybiensis MdL (4c) oxybiensis. ist mehr einfarbig grau als die namentypische Form, während ab. striata Stgr. durch einen schwarzen striata. Zentralstrich ausgezeichnet ist; endlich soll ab. eretina Calb., die der ab. deceptricula sehr ähnelt, gelbe eretina. vorstehende Taster haben, eine Angabe, die vermuten lässt, dass es sich um eine distinkte Art handelt. MiLLip;i!E, der seine o.ri/b/ensis für eine eigene Arl, hielt, vermutete, dass sich die Rp von an alten Ölbäumen wachsenden Flechten ernähre. — Rp blaugrau, mit zwei gelb- und weissgetleckten Streifen. Frisst an Sticta pulmonacea.

M. protracta Cln-ist. hat die Vflgl kreideweiss, schwach braungelb gesprenkelt; die Linien unvoll- p/o^ar/a. ständig, die Innen- und Aussenlinie schwärzlich, erstere schräg, am Hrd der äussern genähert; ein brauner unbestimmter und unterbrochener Submarginalstricli und ein weiterer breiter verschwommener Strich vor dem Hrd. Htlgl weisslich, die Adern und der Aussenrd schwach angedeutet. Nach einem einzigen cf aus Turkmenien beschrieben.

M. fraudatricula Hbn. (4c). Vflgl mehr braungrau als bei raptricula ; die Linien schwarz, auf Aqw frauda- einander zugekehiten Seiten weiss gerandet, die innere mehr vertikal gebogen, auf der Submedianfalte mit tricula. der äussern durch einen dicken schwarzen Strich verbunden, auf den saumwärts von der Aussenlinie ein zweiter Strich folgt. .Makeln wem'g dunkler als der Grund. Hflgl dunkelgrau. Durch ganz Europa ver- breitet. — Die ab. simulatricula Guen., vom Autor fraglich als von Florenz kommend bezeichnet, aber von siimtlairiculi Staüdinger aus Kastilien und Aragonien angegeben, ist grauer, mit blasserem Htlgl; die Beschreibung ist der von an(ialusiae l>up. ganz ähnlich.

M. leprosa spcc mr. (4c). Die Linien und Zeichnungen des Vtlgls wie bei fraudatricula, aber (\^v leprosa. Apex stumpfer und der Aussenrd mehr vertikal; das Wurzeldrittel, ein Analtleck und der Costalteil der Flügelspitze weisslichgrau , die .Mitte und der Aussenteil des Flügels braun; Hingmakel undeuthch, Nieren- niakel gross und blassgrau; Aussen- und Randlinie fein schwarz, nicht gezähnt. Hflgl dunkel, bräunlich; die Fransen beider Flügel dunkelgrau. Spannweite 32 mm. Ein ? vom Asama-Yama, Japan, im August gefunden ; im Tring Museum.

M. felina Er. Vtlgl graulichweiss; Wurzelfleck schwarz; ein gebogenes schwarzes Band wurzel- /c/ma. wärts von der Mitte mid ein kürzeres von der Costa ab saumwärts von der Mitte; Ringmakel grau. undeutlich, Nierenmakel weisslich. Hflgl dunkelgrau, an der Wurzel blasser. Findet sich in Armenien und Ferdiana.

20 I\IKTA(:ilh'()S'liS. Von \V. Warrkx.

praecana. M. praecana Christ. Vflgl grau, Innen- und Aussenlinie scliwär/.licli, weisslich gerandet, besonders

vor dem llid; .Millelfeld dunkler; die Makeln grau; eine unbestimmte gelblicligraue Submarginallinie. Htlgl grau, aussen und auf den Adern dunkler. Vflgl etwas zugespitzt, Htlgl ))reit. 'l'urkmenien.

[Utimbi'ola. M. plumbeola S/'/r. (4 c). Vflgl blaugrau, mit einem gelblich weissen Bande vor der binenlinie; Aussen-

linie dünn; Nierenmakel deutlich: vor dem Aussenrd einige dunkle Wolken. Htlgl dunkelgrau, mit blassen Fransen. Unterseite glänzend goll)lichgrau. Kopf und Thorax gelb, grau gesprenkelt. Tarbagatai-Gebirge.

idonea. M. idonea Christ. Vflgl grau; die Linien schwarz, die basale unterbrochen und zweimal gewellt,

die Innenlinie gebogen, mit einem wurzelwärts gerichteten Zahn, Aussenliiiie oben undeutlich; Fransen weiss- lich, graufleckig. Htlgl grau, die Adein und der Aussenrd dunkler. Turkiiienien.

labeciila. M. labectila Le(L (4c). Vflgl trüb graul)raun; die Zeichnungen wie bei randa, aber die Makeln zeigen

dünne helle Hander: Mittelfeld mit einem hinter den Makeln stehenden blassgelben Fleck. Htlgl aschgrau. Grösse, Gestalt und Hescliuppuuü: wie ruvuhi. Nach einem einzigen abgeflogenen cf aus Syrien be- schrieben.

g/iuiciila. M. glaucula titfj): (4c). Vflgl blass blaugrau; das Mittelfeld, besonders dessen Wurzelhälfte, dunkel

gewölkt, wodurcli die Ringmakel undeutlich wird; Nierenmakel deutlich, in einem blasseren Felde stehend: Aussenlinie weiss gerandet. Am nächsten mit fraudiilrini/a und rarula verwandt, aber kurztlügeliger als ei-stere Art und ohne die schwarzen Striche der letzteren. Von der Insel Askold und Suifun.

strigiila. M. strigula lilrh. (= receptricula Hbn.) (4d). Vflgl kürzer und breiter als bei fraudatrivida, dunkel-

grau: die Linien fein schwarz, die innere fast vertikal, die äussere unten gezähnt, auf der Submedianfalte beide miteinander durch einen schwarzen Strich verbunden, auf den saumwärts von der Aussenlinie ein kürzerer Stricli folgt; einige kurze schwarze Striche ziehen an der Submarginallinie entlang; Ringmakel gewöhnlich deutlicher als die andern Flecke. Htlgl grau, gegen den Aussenrd hin dunkler. Überall im südlichen Europa, auch in Klein-Asien und Armenien. — Rp gelblichgrau; die Rücken- und Seitenlinien aus dunkelbraunen Fleckchen zusammengesetzt: Stigmalinie schwarz und deutlieh; lebt auf I\armelia. ravuia. M. ravula lihn. {= lupula Dup.) (4d). Vflgl dunkelgrau, mehr oder weniger bräunlich; die Linien

schwarz, blass und dunkel gerandet, die innere vertikal; ^Makeln deutlich, die Nierenmakel ungewöhnlich gross; Randlinie niil einigen grauen Wolken. Hflgl schmutziggrau. In Süd-Europa, Marokko und Klein- ercptricuta. Asien! — ab. ereptricula Tr. {= troglodyta Urr.) (4d) ist eine Aberration, bei der die Grundfarbe dunkler und das Wurzelfeld sowie einige Flecke an der Spitze und vor dem Hinterwinkel der Vflgl blasser sind. — andalushu: ab. andalusiae Dup. (= andaiusica Il.-Sch.) (4d) ist tlechtenarlig grau, der Kopf des cf weiss; nach Stau- niNGER ausser in Spanien auch in Klein-Asien. — Rp blaugrau; die Rüekenlinie schwarz, die Seitenlinien wellig, gelblichrot, schwarz gerandet; auf Mauerflechten. petricoior. M. pctricolor //'''/. Vflgl grauschwarz, die Zeichnungen wie bei en'ptrirula, aber weniger weiss,

die di-ei schwarzen Linien rötlichgelb gerandet; Makeln grau: die Submarginallinie blass. Armenien und l'oiilus. Ähnlich ereptrinda, aber grösser. galathea. M. galathea Mid. (4d). Vflgl trüb dunkelgrau; die Linien und Makeln undeutlich; von der Grösse

der miir(dis, aber die Flügel schmäler und das Mittelfeld breiter. Unterseite sehr glänzend, die der Vflgl grau, Hflgl weiss. Eine lokale Art, die sich in Südost-Frankreich, Nord-Italien und Südwest-Wallis findet. An Felsen sitzend. tabora M. tabora >/'//■. Vflgl von trüb dunkelgrauer Farbe, mit blasseren Schuppen untermisciit , alle

Zeichnunoen unbeslinnnt. nur die Innenlinie deutlicher; Ringmakel klein, rund, Nierenmakel gross, ihr Rand und Zentrum dunkel ; Fransen gefleckt. Hflgl dunkelgrau, die Wurzel IJasser. Nach Staudinckk zwischen miironis und ./«/-^/Arv, stehend, dunkler und brauner als erstere und blasser als letztere Art. Amlai) un.l Mardiii in .Syrien. aleae M. algae F (= spoliatricula Ulm.) (4e). Wurzelfeld des Vflgls und ein Teil des Randfeldes blass-

o-rün schwarz gefleckt: die Linien schwarz, wie bei ruvula verlaufend; längs der Submargmalhnie enuge dunkle Fleckchen. Hflgl trübgrau. Überall in Europa mit Ausnahme von Schweden und Gross- rf.m,.,. brifannien. - ab. degener /«y/. (4e) ist mehr einfarbig, die blassgrünen Teile sind grau gewölkt ; distal mendacula. von der Inneulinie ein dunkles Band. - Bei ab. mendacula Hbn. (4e) ist der ganze Vflgl m>t emem Ge- catligrapha. misch von blassen und dunklen Schuppen gesiirenkelt. - ab. calligrapha Bkh. (4e) ist eine auffalhg hübsche Aberration, bei der das Wurzel- und Aussenrdsfeld mehr oder weniger mit l-lechtengelb ausgefüllt sind. — Rp grau, an den Seifen bläulich, mit dunkelgrauer Rückenlinie; lebt an Baumflechten. simonyi. M. simonvi Itoqcnh. (= algae var. canariensis Alph., maderensis Baker) {\e). V^ie al!,ar aber die

Flügel schmäler und ganz schwärzlich. ■ ohne irgendwelchen grünen Ton; die Linien wie bei ahpu- aber debilis. etwas blasser, l-indet' sich auf Madeira und den Kanaren. - ab. debilis J,'<>!/""l'- 'st kleiner und blasser; nur von der Insel Lanzerote bekannt.

Ausgegehen 21:. V. o:>. MKTACI lüOSTIS. Voll W. .Warren.

■21

M. distincta Christ. (4d). Vflgl grünliclii^nau; das ])reite .Alittelfeld und das schmale Randfeld Schokolade- distincta. braun; zwischen der äusseren und der Submarginalliuie am Ird steht ein blasser Fleck; Xierenmakel gross, aussen weiss; Htigl hlass grau, nach dem Aussenrd zu dunkler; ähnlich der fraudatricula. Kopetdagh, Askhabad!

M. roederi Stndß. (4e). Vflgl graublau; innere und äussere Linie an der Irdsmitte einander bis fast roederi. zur Berührung genähert, nach dem Ci^stalrand zu weit di^'ergierend, die ersterewurzelwärts verwaschen weisslich und saumwärts von ihr ein dunkler W'olkeiilleck; Siiimiarginalliiiie beiderseits dunkel beschattet; Linien gebuchtet, nicht gezähnt; ohne erkennbare Makeln. Mardin, Kurdistan. Dies ist vielleicht keine echte Metachroatk.

M. umovii Fa\ (= colorata KruL). \tlgl grün mit einer submarginalen Fleckenreihe. Linien und umovii. Makel schwarz; die Linien gewellt und gezähnt; Hingmakel punktförmig; Htlgl weisslich, nach dem Aussenrd zu dunkler, Zelltleck und Aussenlinie dunkel. Von .Siid-Kussland und dem Ural.

M. duskei ('hrht. Vtlgl grünlichgrau, .Mittelfeld breit, schieferfarbig; die Linien schwarz und s;e- tluskei. zahnt; Makeln mit schiefergrauen Centren; die Hingmakel gross, die Nierenmakel gelb gerandet; Ht!<jl grau mit gelblichen Fransen. Armenien.

M. marginelota Juan. Vtlgl dunkel graublau mit rostgelber Bestäubung, welche längs der dunkleren marghwlott Linien, speziell an der sulimarginalen, Flecken bildet, neben der das schmale Aussenrdsfeld sich lichter ab- hebt. Htlgl dunkelgrau, an der Wurzel blass. Nach der vom Beschreiber gegebenen Abbildung sind die Jlakeln dunkler. Nur von Beirut in Syrien bekannt.

M. Muralis Forxf. {= lichenis Esp., glandifera lihn., liguris Mill.) (4f). Vflgl glatt, die grüne Grund- nmralis. färbe nicht fleckig, Zeichnungen schwarz und deutlich; Zapfen- und Ringmakel zu einem Fleck zusammen- fliessend. Durch ganz Europa. — ab. par Hhn. (4f) ist graugrün, dunkler grün gemischt; die schwarzen /»(J/-. Zeichnungen undeutlicher. — ab. impar Wart: (4f) ist grün, schwärzlich oder rötlich gemischt; die Linien impar. mehr oder weniger erloschen. Die grüne Farbe verblasst schneller, als bei typischen mumlis. Diese Form kommt nur in Cambridge vor, wo typische Exemplare fehlen. — Weiter sind noch 4 andere Aberrationen unterschieden worden: ab. viridis Tutt, lebhaft grün, schwarz oder grau bestäubt. — ab. flavescens Tidt. viridis.

Wie die typische Form, aber anstatt grün ist die Grundfarbe gelb, auch bei gezüchteten Exemplaren. flavescens.

ab. pallida Tntt mit der normalen Zeichnung auf weisslichgrauer Grundfarbe. — ab. obscura Tutt dunkel pallida. braungrau, die Zeichnungen undeutlich und ohne jede Spur von Grün. Alle diese Stücke werden an der ö**""""- Küste von Kent und bei Queenstown in Irland gefunden. — Rp dunkelgrau mit grünlichem Ton; Rücken- linie breit weiss, zuweilen unterbrochen; über den Füssen eine lichte Linie; an Flechten, die auf Dächern und an Mauern wachsen.

M. maeonis /vcf/. (4 h). \\\g\ schmal und spitz, grünlichgrau mit schwärzlicher Bestäubung übergössen, maeonis. Zeichnungen dunkel. Die innere und äussere Linie rostgelb gerandet. Makeln blass umzogen. Htlgl grau. Nach Staudixger ein sehr variabeles Tier; von Klein-Asien, Transkaspien und andern Gegenden Zentral-Asiens. — ab. sordida Strp: und ab. rubellina Bigr., beide von Shahkuh in Nord-Persien sind grösser, erstere dunkel, sordida. schwärzlichgrau, letztere blass und rötlich übergössen. — Rp wie die von peda, an Flechten der Dächer. rubellina.

M- perla F. (4 g). Vflgl cremeweiss mit schiefergrauen Zeichnungen. Ring- und Zapfenmakel zu perla. einer 8 zusainmengetlossen. Htlgl weisslichgrau , der Zelltleck und die Aussenlinien dunkelgrau. Überall vei-breitet, und gemein. — Die Art variiert in entgegengesetzter Richtung. Entweder ist die dunkle Be- schuppung der Vtlgl mehr oder weniger reduziert, so dass der BTügel gelb Uberwaschen erscheint; dies ist ab. lutescens Fudis (= üavescens Tutt, perlina Stgr.) (4g) oder der Vflgl ist ganz mit der schwärzlichen lutescens. Bestäubung überdeckt, ab. suffusa Tidt (4g). Die dunklen Stücke aus den Pyrenäen, welche Staudixgek s"//'««. hierher rechnet, smd schwärzer als die dunkelsten englischen Exemplare, auch ist der Htlgl derselben gleich- falls schwärzlich. — Bei ab. distincta Ttdt. ist die Grundfarbe weiss, die Discoidalflecken sind dunkelgrau; distincta. 4 kurze, dunkle Strichelchen an der Gostalmitte und ein ebensolcher Schatten nahe dem Apex, ein kurzer Wurzelstrich lünter der Ringmakel ist alles, was von Zeichnungen vorhanden ist. — Rp bläulichgrau, mit breitem, orangefarbenem Rückenstreif und schwarzem Kopf; an Mauerflechten.

M. perloides Gum. (4g). Vflgl weisslich, stark mit Gelb oder Grau bestäubt, aber immer mehr perloides. grünlich grau als bläulich; die Linien gut ausgebildet, die Wurzel- und Innenlinie hinten vereinigt, Aussen- linie costalwärts gebogen; Ring- und Nierenmakel einander berührend, letzterer klein untl dunkel. Htlgl dunkel; zwischen perht und mnralis ab. pur stehend; ähnlich pcrlu in Grosse und Gestalt und der muralis in Zeich- nung. — Vom Autor nach 2 cfcf aus Andalusien beschrieben. Ist es vielleicht möglich, dass perlina Stip: perlina. und pyrenaea Ohcrth. (4f) die helle und dunkle Form dieser Species sind, welciie in diesem Falle als Xhav- pyrcnaca. ration zu perln gestellt werden niüsste':'

M. paulina Stgr. (4h). Vtlgl blass gelblichgrau, die Innen- und Aussenlinien rostbraun; die 'Slukel paulina. gross, grau, mit blassen Händern; Mittelfeld am Hrde dunkler; eine dunkle Wolke im Kandfelde. Htlgl sehr blass grau. — Nur aus Syrien (Jerusalem) bekannt. Unterscheidet sich von iiiaeoids: duvrh die blassere Färbung und die weniger stark gebuchtete Aussenlinie.

M. COnspersa Clirint. Vflgl weisslich, dicht dunkel gesprenkelt: Innen- und Wurzellinie fast gerade, conspersa. das zwischen ihnen liegende Feld grau; Aussenlinie stark geliuchtet, am Costalrande verdickt: Aussenrd grau. Htlgl gelblichgrau, am Rande diuikler, die Fransen gelblich. Die ]\Iakeln sind vom Autor nicht erwähnt. — Vom Autor nach 1 cf aus Turkmenien beschrieben.

Ill 4

22 METACHROSTIS. Von W. Wahren.

ineladiloia. M. melachlora S///»-. (4h). Wurzelliälfte des Vtlyls grünlichschwarz, Aussenhälfte triiho;riin, mit

(hiiikler untt-rhrochener Siibmarginalhinde; Aussenhnie und Rand der Nierenniakel sclnnal scliwärzhch, Htls;! diiiiki'lgrau. Scliüpfe des Hlbs und des Metanotum grösser als gewöhnlich. — Das einzige Exemplar, ein 'i, kam von der Insel Askold. /iihivg/ossa. M. microglossa h'l'i: (4i). Vflgl bräunlicligrau, die Innen- und Aussenlinie schmal schwarz, weiss

gerandet; Makeln dunkler braun, die Subniarginalhnie blass, weüig; Fransen gescheckt. Hflgl blasser, die beim ? ohne dunkle Querlinien, beim cf ist die innere Linie senkrecht, die äussere vorne nach aussen ge- ])ogen und am Clostalrande niiher am Apex als gewöhnlich beginnend. — Andalusien. Diese Art wurde von KamiuTv zweimal abgebildet, zuerst auf Taf. 7, Fig. 1 cf, 2 V, und wieder auf Taf. 22, Fig. 1 cf, 2 ?, aber mit diesen letzteren Figuren kann k'aum derselbe Falter gemeint sein, als mit den erstem; da keine Be- schreibung gegeben ist, so müssen die ersten Bilder als typisch angesehen werden. diioromixta. M. chloromixta Alph. (4 h). \'tlgl weiss, blass olivenfarhen getleckt; die Linien dünn, schwarz ; die Makeln

weiss, schwarz gerandet ; ein quadratischer dunkler Fleck zwischen Ring- und Nierenmakel ; ein schwarzes Komma hinter der Zapfenmakel; ein olivengrünes subcostales Feld hinter der Nierenmakel: ein brauner Wolkentleck in der Mitte des Aussenrds; die Fransen braun. Hllgl wie bei perla. — Vom Autor nach einem einzigen cf aus der Provinz (»anssu beschrieben, scheint aber nach Leech im westlichen (Ihina weit verbivitet zu sein.

con/iicii. M. confucü Alpli. (4i). Vflgl bräunlichgrau, ein breites blasses Band zwischen dem Wurzeltleck und

der inneren Linie; Makeln gross und blass; Aussenlinie in der hintei-n Hälfte weiss gerandet. Htlgl blasser graubraun. — Ein einziges 2 von 35 mm Spannweite aus der Provinz Ganssu.

griseata. M.? griseata Leech. (4d). Vflgl dunkelgrau, mit schwärzlichen Wolkentlecken, die Wurzel und der Aussenrd

blasser; Ird und Aussenlinie schwarz, gezähnt, mit blassem Rande; am Hrde ein weisslicher Fleck vor der Innenlinie; Makeln dunkelgrau umzogen; ein weisslicher Fleck am Gostalrande vor der Nierenmakel; die Fransen grau und weiss. Htlgl dunkelbraun. — Nur 3 Exemplare aus Zentral-Ghina in coli. Leech.

stictica. M. stictica ,W«. (4 h). Vflgl weinrö'iiich grau. Innen- und Aussenlinie dunkel, am deutlichsten nach der

(losta zu, die Aussenlinie geschlängelt. Htlgl aussen dunkel, mit einer dunklen Submarginalbinde. Eine kleine Art von 18 mm Spannweite. — Lenkoran, Transkaukasien. Diese Art ist in den Katalogen Stai- nr.NT.ER's ausgelassen; vielleicht ist das der Grund, warum Leech mit stictica einen in Japan vorkommenden Falter identifizierte, den er für eine Form von algae ansah. liternia. M. literata Moore (4h). Vflgl ockergelb, mit grünlichem Ton; die Linien schwarz, weiss gerandet;

die Makeln schwärzlich, weiss und schwarz gerandet; distal von der inneren Linie eine dunkle Wolke, die am Hrde zu einem Fleck verdichtet ist, der die Aussenlinie erreicht. Submarginallinie schwarz, gezähnt, vor derselben ein schwarzer Gostaltleck; am Rande eine Reihe schwarzer Monde: die Fransen weiss, schwarz gesprenkelt. Hflgl weisslich , mit breitem, grauem Submarginalbande und dunklem Zellfleck; die Fransen weiss. Zuweilen ist das Mittelfeld des Vflgls ganz schwarz, mit einem blassen Fleck zwischen den Makeln. Die weissen Schultern und Patagia sind deutlich schwarz gerandet. — Goorais Tal, in Kaschmir und Nordwest- Himalaya, wovon die Art ursprünglich beschrieben wurde. Eine der grössten Arten der Gattung, von 36 mm Spannweite.

selodotw. M. seladona Christ. (4f). Vflgl hellgrün wie bei uniovii und muralis ; die Linien wie bei ersterer

Art, aber schwach und unterbrochen; dem Gostal- und Aussenrde entlang stehen einige schwarze Flecke. Hflgl dunkelbraun, mit blassen Fransen. — Vom Autor nach einem einzehien cf aus Kasikojjaran beschrieben. Auch diese Art ist in Stauuinger's Kataloge nicht aufgenommen. obsaira. M. obscura S2^ec. nor. (4h). Vflgl dunkel olivengrün; die Linien schwarz, die Wurzellinie endigt am

Hrde mit einem schrägen schwarzen Fleck, das Feld zwischen Basal- und innerer Linie breit blasser, ohne dunkle Schaffen. Innenlinie schräger als bei algae, am Hrde der Aussenlinie genähert: I\Iakeln gross, schwarz umrandet; die Submai-ginallinie deutlich Zickzack, schwarz. Htlgl bräunlich, dunkel. — Eine kleine Art mit stark gebogenem Costalrand des Vflgls. Im Tring Museum 4 cfcf aus Japan (ex coli. Peyer) und 1 & von Fushiki, Juli 1887 (ex coli, Leech).

assimilis. M. assimilis spcc. nov. (4i). Vflgl graugrün, dunkel gewölkt; die Linien genau wie bei ohsniro, aber

weiter voneinander entfernt und die äussere nicht gezähnt oder gewinkelt; hintere Hälfte des Mittelfeldes rosig braun: Ringmakel als schwarzer Punkt dicht an der inneren Linie: Nierenmakel gross aber undeutlich; Submarginallinie unbestimmt blass; Fransen grünlich. Hflgl bräunlich, dunkel. Unterseite grünlichgrau, dunkel bestäubt, der Hflgl blasser, mit grauem Zellfleck und grauer Postmedianlinie. Spannweite 21 mm. — 1 cf von Tsushima, im Tring Museum.

rectilinea. M. rectilinea f'pec. nov. (4i). Vflgl blass trübgrau, das Wurzel- und Mittelfeld dunkler, die Linien

dünn, schwarz, die basale gebogen, die innere Linie fast senkrecht und gerade, die äussere auch senkreclit von Ader 7 bis 4, dann eingebogen; die Makeln gross, fast quadratisch, mit grauen Rändern, aber sehr un- deutlich; einige schwarze Randflecke; Fransen grau, ihre Basalhälfte dunkler. Hflgl grau, nach der Wurzel zu blasser; die Fransen weisslich. Gesicht blassgrau, der Thorax und Hlb dunkler. Flügel kurz und breit, Beschuj)pung glatt. — 1 ? von Haifa, Syrien, November 1902 (Lange), im Tring Museum. commixta. M. commixta spec. nov. (4i). Vflgl grau, dicht schwarz gesprenkelt, mit einigen wenigen grünlichen

Schuppen; die Linien und Makeln sehr undeutlich, letztere trüb graulich olivenfarhen ausgefüllt; die Fransen

EUXüA. Von W. Wahren. 23

blasser. R^g\ blassgraii, nach der Wurzel zu weisser. Gesicht weiss, der Thorax dicht schwarz ges|)reiikelt. Spannweite 32 mm. — 1 cT, 1 ? aus der Provinz Kuliab in Nord-Afghanistan. Beina cf ist die Vtlglspitze weisslich. Im Tring Museum.

Die 3 folgenden Arten stimmen darin mit miuoitis überein, dass die Bewimperung der fhlr des ? viel länger ist.

M. precisa sj^ec. nov. Vtlgl beinfarben, mit blassrötlichem Ton, mit Ausnahme des Haumfeldes von precisa. der Submarginallinie ab; die Zeichnungen dunkel olivenbraun, die Costa mit grossen dunklen Flecken, innere Linie gewellt, fast senkrecht, äussere Linie zwischen Ader 6 und 2 auswärts gebogen, nach innen von der Submarginallinie ein unregelmässiges dunkles Schattenband, welches an der Costa zu einem Fleck erweitert ist, eine Reihe schwarzer Marginalmonde , die blassen Fransen dunkel getleckt; Ringmakel kreisförmig, Nierenmakel 8-förmig; Hflgl weisslich, mit deutlichem grauem Zelltleck und deutlicher Aussenlinie und Sub- marginalschatten. Unterseite des Vtlgls schwärzlich übergössen; der Htlgl nur an der Costa dimkel bestäubt, mit grossem Zelltleck und einer von der Costa bis zur Flügelmitte reichenden Aussenlinie. Tarsen schwarz getleckt. S]iaimweite 24 mm. — 2 cTd' von Mazagan, Marokko (W. RuirjENBACH), Oktober 1902 ; im Tring Museum.

M. ? sabulosa f^pec. nor. (4i). Vflgl sandgrau, mit schwach olivenfarbenem Ton; die Linien und sabulosa. Makeln unbestimmt begrenzt, dunkel olivenfarben ; die innere Linie schräg, am Costal- und Hrde dunkel ge- tleckt, äussere Linie wie gewöhnlich, aber nur in der hinteni Hälfte deutlich; distal von der Basallinie ein verwaschener Wolkentleck, in der Mitte ein verwaschener Schatten, und aussen ein schwacher Submaruinal- schatten; Ringmakel klein, rund, Nierenmakel mit dunkler äusserer Umrandung; eine Reihe dunkler Kand- monde; Fransen einfarbig. Htlgl trüb weisslich, gegen den Aussenrd hin grob grau gesprenkelt; die Fransen weiss. Kopf, Thorax und Hlb sandgrau. Unterseite des Körpers und der Flügel, sowie die Beine rahm- weiss, ohne Zeichnungen. Spannweite 30 mm. — 1 cf aus Gauden, bei Askhabad, Kopetdagh; im Tring Museum.

M. pulverosa »pec. nov. (4i). Vtlgl blass staubgrau; die innere und äussere Linie gezähnt, A\mk{'\- pulvcrosa. grau, mit blasseren Rändern; Ringmakel schwärzlich, rund; Nierenmakel fast verschwunden; das Randfeld dankelgrau, die Submarginallinie schwach. Htlgl trüb weisslich, wie die Unterseite beider FiügeL — 1 o', 8 ?? aus dem Goorais-Tale in Kaschmir, Mai-Juni 1887; im Tring Museum.

3. Unterfamilie: Euxoinae.

In der Anordnung der typischeren Noctuae schien es rätlich, von gewissen notwendigen Abänderungen abgesehen, in der Hauptsache dem System zu folgen, das Sir G. J. Hajipson im 4. Band der Lepidoptera Fhahnnae des British Museum anwandte. Erstlich weil es der neueste und somit wohl der modernste Versuch ist, und zweitens weil es, welche Einwendungen auch immer gemacht werden mögen, sich nach tatsächlich bestehenden Riclitlinien aufbaut. So kennzeichnet sich diese LTnterfamilie, die Eiixoniac , vornehmlich durch das Vorhandensein von Dornen — nicht Klauen — au den Tibien. Bei der grossen Mehrheit der Arten sind alle Tibien bedornt, und zuweilen suid die Dornen der Vordertil)ien sehr stark. Diese Arten sind vorangestellt , worauf die folgen , deren Tibien schwächere luid weniger entwickelte Dornen zeigen. Dann folgen die Gattungen, bei denen die Dornen der Vorder- tibien fehlen, dann die, bei denen dies auch bei den Mitteltibien der Fall ist, bis schliesslich bei den letzten Arten nur noch panz wenig Dornen , und nur an den Hintertibien sich finden. In dem Grad , in dem die Dornen der Tibien verschwinden, treten an ihrer Stelle Haarfrausen anf.

Ein weiteres Charakteristikum besteht darin, dass die grossen, gerundeten Augen, mit Ausnahme weniger am Schluss aufgezählter Gattungen, nackt sind und sich weder auf den Augen selbst, noch in deren direkter LTm- gebung Borsten finden.

Stirn entweder glatt oder uneben; im ersteren Fall ist sie entweder flach oder leicht gewölbt. Im zweiten Fall zeigt sie zwei gerundete oder sonst leicht vorragende Punkte in der Mitte, oder beides zusammen. Oder die zentrale Protuberanz ist zu einer rauhen Warze geworden , gewöhnlich rund , zuweilen aber auch länglich in senk- rechter Richtung, oder auch zu einer trichterförmigen Vorragung mit rauher Oberfläche. Letzteres macht bei Hampso.v die Gattung Eiixoa aus, und eine länoliche Rinne das Genus lulfia. Aber insofern diese einzelnen Modifikationen je nach dem tirade ihrer Ausl)il(hum' variieren und uuuierlilich ineinander übergehen, indem sich zuweilen zwei oder drei dieser Kntwickluugsphasen innerhall) der Grenzen einer Art finden, scheint es ausreichend, unter der Gattung Eu.coa alle Arten mit uneben vorgewölbter Stirn zu begreifen. Li ähnlicher Weise werden hier die drei Gattungen Agrotis, Epipsilia und Lijcophotia, sämtlich mit glatter Stirn, aber bei Hampson hauptsächlich nach Unterschieden in der Thoraxbekleiduni»- getrennt, in einem Genus zusauunenuefasst.

Die Unterschiede in der Fiihlerstruktur werden hau])tsächlich zur Einteilung in Sektionen verwandt. Die Palpen sind von massiger Länge, meist aufgeboseu, seltener voroestreckt. Sauger und Frenulum stets vorhanden. Aderung konstant, einfach und gleichmässig, aber Ader 5 der Hflgl ist stets verkümmert, eine falsche, keine richtig entwickelte Ader.

Die Rpn sind glatt, nicht haarig, indem jedes Wärzchen nur ein eüizelnes Börstchen führt; alle Saugfüsse vorhanden; sie fressen bei Nacht und halten sich den Tag über verborgen; P^) in der Erde, ohne Gespinst.

20. Gattung: £iixoa Hhn.

Diese Gattung wird charakterisiert durch die vorspringende Stirn, die typisch eine zentrale, trichter- förmige Hervorragung trägt; Schienendornen, besonders die der Vorderschienen, kräftig und gut entwickelt. Die Gattung zerfällt in 5 Sektionen. Bei der ersten Sektion sind die Fhlr des d' bis zur Spitze doppelt gekämmt. Bei der zweiten ist das Spitzendrittel sägezähnig. Bei Sektion III enden die FUhlerglieder in Wimperbündelchen, während das Spitzendrittel ebenfalls sägezähnig ist. Bei der vierten enden die Fühlei-glieder in Bündel von Wärzchen oder Zähnchen. Bei der fünften sind die Fhlr einfach borstenförmi«; oder fein liehaart.

24

EUXOA. Von W. Warrkn.

Sektion I: Flilr des d" bis zum Apex gekämmt; Kammzähne lang.

obesa. E. Obesa B>^(l. (= lipara Bbr.) (5a). Vflgl hlass ockerfarhig, f4ell)l)iauii iibeihauclit. Adeiii fein

schwarz auf blassen Streifen, die Zwischenfekler biaiin. Makeln f^ross, rotbraun, dunkel umzogen; die Zapfenmakel am dunkelsten; Kingmakel vierkantig mit dunkler Mitte; Nierenmakel ganz rotbraun; Zelle dunkel. Htlgl beim cf weisslich, gegen die Spitze zu grau, beim ? dunkler; Kopf, Thorax und fllb gell)- braun. — In Süd-Europa: Spanien, Frankreich, Italien und Süd-Kussland, sowie in Algerien. Weiter in West-Asien: Armenien, Syrien, Persien nnd Turkestan. Rp nach Mii.i.ijcre blassgrün, der Rücken dunkler mit blasser I\Iittellinie; nährt sich von den liliiten von i'terotheca nemaucensis.

scytha. E. scytha Alj)h. (5a). Kleiner und blasser als ohcsa , Htlgl weiss; Patagia mit deullicli schwarzem

Submarginalrando. In Spanien, Russland und Turkestan. Augenscheinlich eine gute Art und niclii eine Aberration von oliisa.

polybeln. E. polybela JoiDi. (5 b). Vtlgl gelblich olivenfarbig mit rotem Ird. Die Adern blass, die braunen

|-"el(lcr durchzielu lul. Makeln braun, hervorstechend, Ringnuxkel voi'gezogen bis zur Berührung der Nieren- makel: Htlgl weisslich mit grauer Bestäubung. Algerien; von Joannis nach einem einzelnen ? beschrieben.

crtissa. E. crassa Ubti. (= huguenini liülil) (5a). Vtlgl blass braungrau, Linien und Makeln dunkler, aber

undeutlich. Htlgl des cf weiss, des ? schmutzig weiss mit grauem Spitzenfeld. Durch ganz Europa, bis /n/fl. Algerien, ferner in Armenien, Klein-Asien, Turkestan und Sibirien. — Die ab. lata 7V. (5a) i.st dunkler, golickei. grauer, ohne die braune Einmischung. — ab. golickei Krscli. (5b) ist viel lichter, alle Zeichnungen deutlich; /»/•/;n«c(7. kommt nur in West-Asien vor. — Eine dritte Aberration ist ab. brunnea nh. nov. (5b) von Syrien (Haifa); sie ist gross und dunkel rotbraun, die Hllgl des ? viel dunkler und unten oft mit einem schwarzen Saum- band; die Makeln deutlich. 3 cf'cf im Triug Museum. — Rp schmutzig braun mit schwarzer, doppelter Rückenlinie; an Grasvvurzeln.

dirempta. E. dirempta N///r. Vflgl schmutzig blassgrau; innere Linie senkrecht verlaufend; Ring- und Nieren-

makel bläulicligrau, vor der ersteren steht noch ein weiterer kleiner Fleck. Htlgl weiss, die äussere Hälfte breit schwarz. Ein dunkler Zellfleck schlägt von der Unterseite durch. Von Staudinger nach einem ein- zelnen ? aus Spanien beschrieben ; augenscheinlich der crassa sehr nahe.

lasscrni. E. lasscrrci Oh'ifli. (? = sabura Mf/i.) (5b). Vflgl rötlich gelbgrau, in der Zelle dunkler; die Makeln

deutlich. Zapferuuakel lang mit schwarzem Rande; Ringmakel blass mit dunklem King, abgeflacht; Nieren- niakel dunkelgrau. Adern nacli dem Aussenrd zu dunkel; Submarginallinie deutlich, aus blassen Möndchen zusammengesetzt, vor denselben stehen dunkle, keilförmige Flecke. Hflgl weiss mit einer schwachen Aussen- reihe grauer Punkte auf den Adern; aus Tunis und Algerien von Nord-Afrika beschrieben. Das als ab. iinctiis. unctus Clirisf. (18a) bezeiclinete Tier von Turkestan und Palästina ist beinfarben, ohne rötliche Tönung; nach der Abbihhmg zu urteilen dürfte es aber eine andere Species sein.

riigifrons. E. rugifroHS Mab. {bc>. Vflgl rotgelb mit lichtem Gostalfeld; Makeln schwarz gerandet. Längs der

Submedianfalte zieht von der Spitze der Zajifenmakel aus ein weisser Streif, wie bei pobßnda] Htlgl weiss- lich. Nach einem cf von Gabes (Tunis) beschrieben.

boctica. E. boetica Bsd. (öc). Vtlgl gelblich. Alle drei Makeln bläulichgrau, mit rötlicher Mitte; unter der

Zelle steht ein schwarzer Wurzelstrich. Die Makeln alle deutlich (schwarz gerandet, die Zapfenmakel gross, die runde Ringelmakel und die Nierenmakel klein) ; Hlb und Htlgl weiss. Sehr lokal ; bis jetzt nur von der Südwestküste Spaniens bekannt.

pierretti. E. pieretti Biuin. {— marsdeni Baker) (12e). Vtlgl gräulich ockerfarben, rötlich getönt; Adern und Nieren-

makel blass rauchgrau; Ringmakel blass, rund, schwarz umzogen; Nierennrakel mit wei.ss und schwarzem Iruienrande; Hllgl blassgrau, Fransen weiss. Eine kleine Art, mit langen Kanunzähnen der Fhlr; nur von Egypten erwähnt.

tanza- E. lanzarotensis lieh. (15k). Vflgl wei.ss, am Ird bräunlich; die Zelle rotgelb; ein schräger Wurzel-

lotcnsis. strich schwarz. Alle ]\lakeln vorhanden; Ringmakel klein, rund, dunkel gekernt; Nierenmakel grau, vor und hinter derselben schwarze Bestäubung; Hflgi weiss, Adern und Gostalfeld bräunlich; Kopf, Thorax und Ab- domen weiss und rotgelb. Von Rebel nach einem cf von der Kanarischen Insel Lanzarote beschrieben.

mairiteiisis. E. matritensis l'as(ji(i':. (12ej. \'Hgl dunkelgrau; Gosta dunkel und hell gesprenkelt; äussere Linie weiss-

lich: Medianader weiss. Zapfenmakel verlängert, schwarz; Riugmakel blass, dunkel gekernt; Nierenmakel fast quadratisch, dunkel. Hflgl blass grau, wurzelwärts weisslich. Eine kleine Art aus Zentral-Spanien, im September gefangen. Wurde als ein Hdiophobns beschrieben, aber von Ha.nu'son hier eingereiht; vielleicht das cf von chretieni Dum.

carOialina. E. carthaÜna Christ. Vflgl rötlichgrau, in der Zellmitte ein kegelförmiger Fleck; im Randfeld einige

dunkle Streifen. Goshi, Makeln und ein Streif längs der Submedianfalte, sowie die submarginale Linie röt-

EUXOA. Von W. Wakkex. 25

lic'hweiss ; Hflgl gelhgrau, Zellfleck, sowie eine schwach gehobene mediane unrl eine postniodiane Binde rot- braun. Die Art ist nur nach '2 aus Transkaukasien stammenden cfcf bekannt.

E. trifida /'Vsc//.- ITf/W. (=: rogneda .s'/r/c.) ( 12e). Vilgl rothiaun mit sclnvarzer Bestäubung; alle Adern, ir///rf(3. mit Ausnahme von Ader 5 breit weisslich, die Querschatten durchbrechend; Makeln schwarz gerandet, deut- lich; Hflgl weiss. Lebt in Spanien, Süd-Kussland und Klein-Asien.

Sektion II : Fhlr des cf bis zu -/s doppelt gekämmt ; die Kammziihne gekürzt.

E. fatidica Hf»i. (öc). Vtigl rötlich grauliraun; die Adern dunkler, auf grauen Streifen, die Makeln fatidica schwarz gerandet. Zapfenmakel verlängert, die andern beiden IMakeln klein, die Ringniakel nach aussen vorgezogen; hinter der Nierenmakel folgen dunkle Streifen. Hflgl gelbl)raun. Beim ? sind die Flügel ver- kümmert, kaum halb so lang wie die des cf. Ein Gebirgstier, in Europa von den Pyrenäen, Schweizer Alpen, Doorefeld in Norwegen und dem Ural bekannt, während es sich in Asien im armenischen Kaukasus, im Altai, in West-Sibirien und der Mongolei findet. Diese Form von Sibirien und der Mongolei, als ab. bombycia Kv. bekannt, ist viel dunkler mit schwarzbrauner Bewölkung auf den Flügeln, welche die Zeich- bombyda. nung trübt. — Kp nach MiLuiiuE bläulichgrün, über den Kücken dunkler mit dunkeln Linien; die Wärzchen blass mit einzelnen Haaien; Kopf rotgelb, schwarz gezeichnet; Thoraxschild schwarz; lebt an Gräsern.

E. sabulosa Iil>r. (12a). Vtlgl braungrau mit schwärzlichen Adern; vor dem Aussenrd nahe an dessen sabulosa. Mitte ein schwärzlicher Fleck. Ein schwarzer Strich geht von der Wurzel, unregelmässiger als bei i')u/o(/((cii ; Zapfenmakel gross, schwarz, Ring- wie Nierenmakel schwarz mit grauen Rändern, die Zelle zwischen beiden schwarz. Hflgl rein weiss. — Nur von Andalusien erwähnt. Sie gleicht der gemeinen c.rrluhKitumh, hat aber länger gekämmte Fhlr.

E. chretieni Ihnnont. (5c). Vflgl einfarbig dunkel aschgrau; Costa schmal dunkler; Zapfenmakel diretieni. schmal schwarz , die Fortsetzung eines schwarzen Wurzelstreifs ; Ringmakel ganz verloschen ; Nieren- makel unregelmässig würfelförmig, vor und neben derselben ein schwarzer Tupfen; Adern fein schwarz mit wolkigen dunkelbraunen Zwischenfeldern, Hflgl blass dunkelbraun, Fhlr schwärzlich. Nur von Cataluna, La Granja, Spanien, erwähnt.

E. bifurca Strj). Sehr ähnlich einer kleinen dunkeln ohem, aber sowohl an der Costa wie am Ird bifwca. dunkler. Die Mediana schwarz auf breitem weissem Streif, auswärts gegabelt; Fhlr minder stark gekämmt. Eine der kleineren Formen, von einem einzelneu cf von Saisan beschrieben.

E. segetum Sdiifj. (= praecox Hhn. [nicht Ij.], fervida Hin., sicula Bsd., dimicha Zell, sicania Gucn., segetum. certificata Win-., ingrata Bib:, fucosa BtJr.) (5d). Vtlgl bei typischen Stücken rein rotbraun, Linien und Makeln deutlich; Costa und Aussenrd zuweilen schwärzlich. Hflgl durchscheinend weiss, Aussenrd und Adern dunkler. ? dunkler, manchmal schwarz, die ganze Zeichnung verdunkelt. Häufig, durch ganz Europa, Asien und Afrika, in den gemässigten Ländern vom Juni bis August. — ab. pallida Stgr. (5d, e) ist kleiner ah pallida. der Typus, hat weisslichgraue Grundfarbe mit weniger scharfer Zeichnung und kommt, wie so viele blasse Lokalformen, in Zentral-Asien und Amurland vor. — Von Butler's iiii/ndn und fi«-osa stainmen die Typen von Japan und die von Walker's cerli/icala ist aus Nord-China; andere Typen stammen von nichtpaläarktischen Ländern. Von dieser variabeln Art sind nicht weniger als 12 Aberrationen von europäischen Autoren be- schrieben worden: — ab. segetis II Im. (öd) hat graue Vflgl mit breit schwarzer Costa. — ab. caliginosa A">;/j. segeiis. (= segetum Ilbn. nicht Schifl'., sordida Haw.) ist rotbraun wie die typische segetum , aber stark schwarz caliginosa. gewölkt; — während ab. fuscosa A'.s/;. blassgrau ist mit leichtem rotbraunem Anflug und schwärzlichem //«coi«. Aussenrd. — ab. catenatus Ilair. ist ein weisslichgraues Tier, dessen äussere Linie perlschnui'artig ist und die catenatns. Nierenmakel berührt, und dessen Randflecken zu einer Linie zusammenfliessen. — ab. pectinatus Hau-, gleicht pccdnatus. der vorigen, aber die Zapfenmakel ist sehr schmal und die Aussenlinie aus Möndchen zusammengesetzt, ge- zähnt. — Bei ab. spinulus Hmr. ist die äussere Linie um die Xierenmakel ausgebogen, berührt diese nicht spiniUus. und vor dem Ausseiu-d steht eine Reihe blasser Flecke. — Bei ab. connexus Hau: sind die oberen Makeln connexus. durch einen doppelten Strich verbunden und die Zapfennud^el sendet einen Strich nach dem Aussenrd hin. — Bei ab. corticcus (recte corficeus) Hcnr. ist die Ringmakel anstatt i'und dreifach gezähnt und die Queilinien cordcms. sind verloschen. — ab. venosus Ihtw. unterscheidet sich durch breit dunkelbraune Adern. — ab. monileus Ihiir. venosus. zeigt die blassgraue Grundfarbe schwarz wolkig überstäubt. — ab. subatratus IBnr. ist schwärzlich, die monileus. Aussenlinie durch eine Reihe blasser Flecke angedeutet. — Schliesslich ab. nigricornis ViU. (— nigricornutus ^"f'"'''"^"^- Haie.) ist auf den Vflgln durchaus schwarz, ebenso sind die Fhlr schwarz; diese schwarzen Aberrationen * sind in der Regel ??. — Rp gelbgrün, die Linien dunkel gesäumt, Kopf und Nackenschild blassbraun; an den Wurzeln niederer Pflanzen, zuweilen sehr schädlich.

E. robusta Er. {-= trifurca Il.-ScIui/j'., niclit Ev.) (5e). Vflgl dunkel rotbraun; Costa an der Wurzel ivbnsta. schwärzlich; Adern dunkel auflichten Streifen; Makeln schwarz umzogen; Zapfenmakel verlängert; Ring- niakel gross und rund ; Submarginallinie gezähnt, grau, vor derselben stehen gezähnte schwarze Zeichnungen, lltlgl dunkelbraun j eine grosse und kräftige Art vom Ural, Altai, aus West-Sibirien und aus der Mongolei.

26 EUXOA. Vuii W. Wakuen.

ciiarac- E. characteristica Alph. (l"2f). Hin trrosses Tier, fast genau wie fulif/icn gefärbt und gezeichnet,

tcristica. aber die Flügel beim £ voll entwickelt. Htlgl mit spitzem Apex. Legerühre stark eingefügt. Die King- makel gross, saumwärts gerundet , wurzelwärts zugespitzt. Alpiikraicy beschrieb diese Art nach einem ein- zelnen ? aus der Landscliaft ürdos in China (= robusta y».

trifnrcttla. E. trifurcula •S/'/r. (5e). Ein getreues Abbild der rohugta, aber kleiner; Kmgmakel kleiner und nach

aussen verzogen ; die Subcostalis verschwommen weiss. Von der Mongolei und Sibirien erwähnt.

trifurca. E. trifurca Erermn. (oe). Wie robusta, aber die Adern dunkel auf lichten Streifen, die Zwischen-

räume schwarzbraun: Costalfeld schwärzlich; Ird unter Ader i grau. Makeln mit blasser Umrandung; Zaptenmakel verlängert, Kinij;niakel klein, länglich, mit schwarzer Mitte und blassem Rand, ebenso wie auch die Xierenniakel. Htlgl gelbgrau, Ird und Adern dunkler. Ein asiatisches Tier; im Ural, Altai, in Sibirien und Tibet vorkommend.

iiiiii. E. ruta Li: Vtlgl dunkelgrau, dunkel bestreut. Costa und Aussenrd verwaschen schwärzlich;

Makeln schwarz gerandet; Zapfenmakel verlängert; Ringmakel saumwärts vorgezogen und, wie auch die Xieremnakel, mit dunkelbrauner Mitte in lichtem Ring; äussere Linie undeutlich; Htlgl dunkelbraun, gegen Wurzel und Ird zu lichter. Gleichfalls eine asiatische Art; von der Mongolei und Sibirien.

corticea. E. COrtJcea Scliiff'. (transversa ICAr. , fraterna Moore, amurensis Stgr.) (5f). Vtlgl bräunlichgrau,

dunkel gestrichelt, Costalfeld dunkler; Makeln schwarz gerandet; Htlgl grau. Im Juni und Juli durch ganz

Europa und Asien, ausgenommen China und Japan. Von dieser Art zählt Tutt über ein Dutzend Aber-

c/avigeriis. rationen auf, die er auf die Grundfarbe bezieht. Bei den ersten 5 sind die Vflgl weisslichgrau: — ab. clavi-

irrorata- gerus Hau: ist ohne die dunkle Bestäubung, die Makeln deutlich, die Linien variabel; — irrorota-pallida

palliiia.j'iiif jst jy^[i schwärzlichen Schuppen bestreut, die Linien, sowie die .Makeln sind deutlich markiert, oft mit

costti- einer Reihe von dunklen Submarginaltujjfen: — ab. COSta-irrorata Tuit ist eine Nebenform der vorigen mit

/Vrorfl/fl. iiitensiv schwarzer Costa. — virgata-pallida 'i'uft hat sowohl Wurzel wie Saumfeld dunkel, das ^littelfeld

"^^n-H liellgrau. — ab. sincerii (a) Frr. ist das Gegenstück der vorigen ; Wurzel- und Saumfeld sind hellgrau, aber

sincer/ita) ^^^s Mittelfeld ist durch schwärzliche Beschuppung so verdunkelt, dass ein ^Medianband der Vtlgl gebildet

obsoleta- wird. — Bei den nächsten 3 Formen ist die Grundfarbe dunkelbraun: ab. obsoleta-fusca Tutt ist rauchgrau

fusca. mit schwarzer Beschuppung, die Linien trübe, aber die Makeln scharf: — ab. irrorata-fusca Tutt unter-

irrorata- scheidet sich, indem sie ganz schwarz gesprenkelt ist, speziell nach der Costa zu ; die Linien sowohl wie die

.f"' Makeln gut ausgeprägt; — ab. subfuscus Hau: ist ebenso, aber die dunkle Überstäubung so dicht, dass die

^"hr'unnea. Grundfarbe die Makeln ganz überdeckt. — Die 3 folgenden Formen sind rötlichbraun: ab. brunnea Tutt ist

sordida. teilweise dunkeli)raun überstäubt, die Linien und Makeln deutlich; — ab. sordida Ulm. ist wie die vorige,

sufftisa- aber in der Farbe düsterer, mit dunklem Aussenrd; — ab. suffusa-brunnea Tutt hat die Übergiessung mit

Itrunnea. schwarzen Schuppen so stark, dass die Linien und Makeln veriliistert werden: — Bei ab. obscura />/■. sind

obscura. \Yurzel- und Saumfeld braun, das ^Mittelfeld schwarz, entsprechend der ali. »lurera mit grauer Zeichnung. —

vireat'a ^ß' d^" "^ letzten Formen ist die Grundfarbe schwarz: ab. brunnea-virgata Tutt. hat ganz schwarze Vtlgl

venosa. mit Ausnahme des Aussenrds, der hell rotbraun oder blass braun gefärbt ist — ab. venosa Tutt ist ganz

transversa, schwarz, die Adern alle blass ockergelb. — ab. transversa Tutt. häufiger als die vorige, ist schwarz, die

• nigra. (Juerlinien licht und deutlich. — ab. nigra Tutt endlich ist die extremste Form, ganz schwarz, die Makeln

und Linien tiefer gefärbt. — Rp bräunlichgrau, mit dunkeln Wärzchen ; die Linien Ucht, dunkel gesäumt; sie

lebt an niederii Pflanzen und überwintert.

tnratii. E. turatü Studjs. Vflgl wie culmiuicola, bräunlichgelb mit einzelnen Zeiciinungen, aber kürzer und

mehr gerundet. Die [Makeln schattenhaft, die Linien schwach gezeichnet; Innenwinkel schmal, blasser; Htlgl

graubraun. Lokal; bis jetzt nur in den Bergen bei Digne in Süd-Frankreich gefunden.

Iicmis/'lierica. E. hcmispherica Hauq)^. (12a). Vflgl braungrau mit dunkler Beschattung und Übergiessung; Zapfen-

makel wenig ausgepiägt, die andern beiden Makeln grau mit dunklerem Saum; Submarginallinie wurzel- wärts durch einen dunkeln Schatten begrenzt und durch eine Reihe weisser Zähnchen dargestellt; Htlgl weiss, nach aussen hin brauner übergössen. Von Hampson nach einem & von Cypern beschrieben. anarmodia. E. anarmodia St ffr. Vflgl dunkel braungrau, die Linien schwach mit blassem Saume; Makeln weiss-

lich umzogen, die Ringmakel oval, Nierenmakel im unteren Lappen schwärzlich. Htlgl des cf trübweiss, das % schwärzlich mit lichten Fransen. Haifa, Syrien.

Serie III: Fhlr des cf mit büschelförmigen Wiiiiperbüiuleln an den ersten beiden Dritteln.

patuta. E. patula Wh: (= septentrionalis iVöscA?.) (5 g). Vtlgl rehbraun, an der Wurzel und nach der Costa

zu grau gemischt, neben der gezähnten Submarginallinie ganz blassgrau; Linien und Makeln schwarz und scharf, äussere Linie stark gezähnt; Htlgl dunkelbraun, nach der Spitze zu dunkler; die Seitenschöpfe des Hlbs stark entwickelt. Diese von Nord-Amerika beschriebene Art soll sich auch in Sibirien finden.

endogaea. E. endogaea Bsd. {= arenicola Styr.) (5 g). \'flgl längs der Costa schmal grau, in, unter und neben

der Zelle ockerbraun; Zapfenmakel dünn, schwarz, als Fortsetzung eines schwarzen Wurzelstrichs; Ring-

EUXOA. Von W. Wahken. 27

makel elliptisch, licht, mit brauner Glitte und schwarzem Saume; Nierenmakel dunkelgrau, wurzelwärts schwarz und weiss gesäumt. Adern fein dunkel, die Zwischenfelder braun. Htlgl weiss, beim ? mit braunen Schatten längs des Aussenrds. — Auf Corsica und Sardinien beschränkt; der Falter erscheint im Oktober, die Kp Süll an Gräsern auf sandigen Bergen leben.

E. distinguenda heil (= aquilina Bsd., nicht Ilbn., hastifera Donz. [allein Fig. 2]) (5f). . Genau wie distinguenda. (niiiilimi, a])er das (f liat die Fhlr mit langen Wimperbündeln bekleidet. Zapfenmakel gross, schwarz ge- säumt; Htlgl weiss. In Süd-Frankreich, der Schweiz und Ungarn; ursprünglich vom Altai in West-Sibirien beschrieben.

E. spinifera Ilbn. (= spinula Hin., biconica KoIL, exigua KolL, spiculifera Gue»., aristifera Gtie»., spinifera. ferina /-Vf/r., \\QAi\a.Q Oherth.) {hg). Vflgl licht ockerfarben, das ? braun übergössen. Jlakeln deutlich, schwarz gesäumt; Zapfenmakel sehr verlängert scinvavzbraun ; Nierenmakel dunkelbraun; Ringmakel abgeflacht, ver- längert, die Zelle vor und neben derselben schwarzbraun; die subterminale Linie allein deutlich, vor und hinter ihr schwarze Keilflecke; Htlgl Aveiss. Fliegt in den Gegenden längs der :\Iittelmeerküste von Europa und Afrika, auf den Kanarien und Sizilien; ferner in West-Asien in Syrien, Persien und Kaschmir (und weiterhin durch ganz Afrika und Süd-Indien). Rp nach ÄiiLLii^iiiE an Gräsern; grünlichgrau, der Rücken ückerl'arbig mit schwarzer Rückeniinie, die Seiten weiss.

E. cinerea .SV/»'^". (= obscura Hhn., murina Ev.) (5g). Vflgl aschgrau mit dunkler Bestäubung: cinerea. Zapfen- und Ringmakel undeutlich; die Nierenmakel erseheint als dunkles Alöndchen; ein deutHcher, trüb dunkler Mittelschatten; Htlgl weisslicli, beim ? grau angeflogen. Lokal, aber weit verbreifet durch Europa und in West-Asien. — Bei ab. alpigena Ttitt sind die Flügel lichter und die ilakeln undeuthch , wälnend ainigem. sie bei ab. livonica Tehh (h\\) sehr viel dunkler sind. — Die Form tephrina Stfjr. (5g) ist kleiner und hat Uvonica. schmälere Vflgl und die Zeichnung ist reiner; sie findet sich in Süd-England. Tutt, der 1892 schrieb (Brit. tepUnna. Noct. 11, p. 76), hatte sichtlich nur britische Stücke vor sich und hat darum auch nicht erwähnt, dass die Initische Form an sich schon von der kontinentalen abweicht, so dass also die Aberrationen, die er damals aufstellte, nur auf die britische Rasse bezogen werden dürfen. Diese sind folgende: ab. pallida Tutl, \\(:\\\- pallida. grau und ohne :Medianschatten; ausschliesslich cfcf; — ab. obscura Tuft (nicht HbnX eine einfarbig dunkle obscura. Form; in der Regel — doch nicht immer — auf ?? beschränkt; — und ab. virgata Txtt. lichtgrau mit deut- virgata. lieh rötlichem Medianschalten ; alles cf cf . — Rp grünlichgrau, Rückenlinie und Xebenrückenlinie licht, dunkel gesäumt; Seitenlinie dunkel; an den Wurzeln von Gras, Thymus, Ampfer etc.

E. Christoph! >^lgr. (5 h). Vflgl gräulich ockergelb, das Costalfeld lichter, aber der Costalsaum selbst dnistophi. dunkel. Unter der Zelle ein schwarzer Wurzelstrich ; die Zelle schwärzlich , die beiden Makeln braun mit grauer, aussen schwarz gesäumter Umrandung ; Zapfenmakel klein und schwarz, längs der Falte eine schwarze Linie aussendend: Adern hinter der Mitte dunkel, Saumfeld dunkelbraun, ausgenommen den Apex. Htlgl weisslich ockergelb, Adern und Ränder bräunlich. Nur von Süd-Russland und West-Turkestan bekannt. — Bei der ab. lugens Stgy. ist der Vflgl dunkler und gleiclimässiger gefärlit. Rp nach Hampsos ockergeli), lugens. dunkler gesprenkelt; die Linien undeutlich, mit Ausnahme der Rückenlinie, die doppelt sein soll; Wärzchen braun; Luftlöcher schwarz.

E. proleuca Hmp^. (5f). Vflgl trüb grauliraun; Costa gelbgrau, mit schwärzlicher Linie: Zelle /votoica. zwischen den Makeln schwarz. Ringmakel vorgezogen und wurzelwärts spitz; alle Linien undeutlich; Htlgl weisslich mit grauem Rand. Eine kleine Form, nach einem einzigen cf aus Süd-Russland beschrieben; sehr nahe der hasigramma Sfgr.

E. hastifera Donz. (5h). Vflgl purpurbraun; Costa breit blass ockerfarbig nach der äusseren Linie zu; hastifera. Zelle schwärzlich; Älakeln schwarz umzogen; Ring- und Nierenmakel mit JMauner JMitte und ockergelbem Ton, der Form nach rund; Htlgl weiss mit grauem Rand. Süd-Europa: Frankreich, Österreich, SUd-Russland, Transsylvanien ; ferner West-Asien: Armenien, Klein-Asien, Persien und im Altai.

E. Obelisca Schiff. (= praticola Hbn., declarans Wkr.) (5h). Vflgl purpurbraun; Costa nach der oM/i-ra. äusseren Linie zu blass; Zelle dunkelbraun; Makeln gross, gelbgrau, die Zapfenmakel dunkel. Hflgl beim cT weiss mit schmal grauem Randschatten, beim ? mehr oder weniger grau verfärbt. Weitverbreitet durch Europa, ausser Grossbritannien und Skandinavien; ferner in Algerien und Asien, ausser dessen äusserstem Osten. — Bei der ab. fictiiis Hbn. [Fig. 710] (5i) sind die Vflgl vielfarbiger und vor der submarginalen //c«/s. Linie steht eine Reihe deutlicher schwarzer Zähnchen; ab. ruris Hbn. (5i), grösser als typische Stücke, ist mris. rötlichgrau oder -braun, mit oder ohne blasse Färbung der Costa; die Jlakeln gross und licht; — ab. villiersii viliiersii. Giten. (5i) ist ebenfalls grösser als typische Exemplare; die Vflgl gelbgrau, die Costa und beide Makeln weisslich, beim ? dunkler; — ab. plectoides Guen. ist von der Grösse der typischen Stücke; hier sind die /^/cf/o/^s. Vflgl am Apex spitzer, tief violettbraun glänzend, nur mit subterminalen Sjjuren: Costa und die kleinen Makeln blass ziegelrot; die Ringmakel etwas geeckt, die Nierenmakel in der Mitte eingezogen. Zapfenmakel verwischt; die Zelle tiefschwarz^; Hflgl sehr dunkel: nach einem ? von Lapi)land beschrieben. Staudixger hat diese Form weggelassen, doch handelt es sich hier wahrscheinlich um eine eigene Art. — Eine sehr gut unterschiedene Form vom Ural, die ab. carbonis ab. nov. (6a) heissen mag, hat purpurschwarze Grundfarbe, carbonis.

28 Kl'XOA. Von \V. Warukn.

den Costaistreif und die oberen Makeln lielit, die Zelle tiet'sclnviuz; alle Linien undeutlich; beide Geschleciiter durch Herrn Barten von Uralsk gebracht. pnta. E. puta II Im. ( -- erythroxylea 7V., catalaunensis M//.) (12 b). Vtlgl gelblicligrün, Costal- und Aussenrd

rötlich; Htlgl gclhlichweiss mit rötlichem Aussenrd. Die typisciie Form ist sein- selten und nur in Italien iriiiii'tis. gefunden. — ab. renitens Ulm. ((Ja). <f hellgrau, ? dunkler; Basalteid mehr oder weniger sclnvarz. Nur die lignosa. Xierenmakel schwaiz, ohne Zentral-Schatten. — ab. lignosa (lailt. Grau mit deutlichen Querschatten, ? raäins. dunkler mit 2 dunklen Linien. — al). radius llnir. cf (V = radiola Stepli.) Grau mit dunkeln Längszeich- obsciira. nungen ; — al). obsciira TkII einfarbig trüb dunkel braungrau, der Wurzeltleck und ein die Nierenmakel nigra, umfassender Costallleck dunkler; — ab. nigra 'rittt ist schwarz, die Linien und Makeln tiefer getarbt, die Kingmakel zuweilen bleicher. Diese letztere ist wahrscheinlich die extreme ?-Form, so wie ohscuru die des cT ist. Die Art ist gemein und über Europa allgemein verbreitet ; ebenso kommt sie in Algerien vor, ferner in West-Asien in Syrien, Klein-Asien, I\n'sien, Turkestan und der Mongolei. — Kp triibbraun, oben lichter; auf dem Kücken sind die Segmente beiderseits von der schwarz eingefassten Kückenlinie dunkel getupft; Subdorsallinie braun, nach unten licht gesäumt. Kopf und Nackenschild braun; an verschiedenen niedern Ptlanzen. uniii'iia. E. armena Er. (= deserta titgr.) (6a). Vflgl grau, dunkler gesprenkelt; die fast quadratisolie King-

uiul die Nierenmakel weisslich. Subterminallinie verschwommen dunkel; Htlgl gelblichweiss, nach der Spitze obsciira. zu dunkler; Ulb licht. Ahnelt der rxrsorid, ist aber heller; Sarepta (SUd-Russland). — Bei der ab. obscura S/(jr. sind die \'tlgl dunkler übergössen und die Zeichnungen verdüstert. bogdanovi. E. bogdanovl Ersch. (= grunii Alph.) (6a). Vflgl rotgelb, ein deutlicher rötlicher Mittelschatten: Makeln

rot umzogen, die Zapfenmakel verloschen; Htlgl ockergelb. Ein lokales Tier, auf West-Turkestan beschränkt. Es gleicht äusserlicb einer Leucania, zu welcher Gattung es auch ursprünglich gestellt worden war. cmollicn.t. E. emolllens Ilmps. (= mollis Stgr., nicht \llci:) (6b). Vtlgl durchscheinend licht graubraun; die

Liniin meist verloschen; King- und Nierenmakel schwach angedeutet; vor der Submarginallinie steht ein dunkler Schatten. Htlgl weisslich mit grauem Kand. West-Turkestan, Transkaspieu. cnnarii'nsis. E. canariensis h'eb. (Qh). Vtlgl bläulich graubraun; unter der Zelle steht ein schwarzer Wurzelstrich.

Zapfenmakel fehlt; King- und Nierenmakel braun, grau umrandet, die Zelle dunkel. Htlgl bräunlichweiss, gegen den Kand hin dunkler. Auch dies ist eine lokale Form, von den kanarischen Inseln. tibctana. E. tibetana Moore {= modesta Moore, monticola Huips.) (12 a). Vtlgl trüb graubraun, Makeln

schwarz umzogen; King- und Nierenmakel gross, zwischen beiden dunkle Bestäubung. Htlgl dunkelbraun, die Zeichnungen im allgemeinen unklar, aber in einzelnen Fällen deutlich. Tibet und Kaschmir. fissa. E. fissa N///;-. (6b). Vtlgl grau mit rötlichem Ton; Makeln schwarz umgrenzt: die runde Ringmakel

und die Nierenmakel klein und grau; die Mediane und ihre Äste vor der äusseren Linie grau gestreift; Htlgl duid<elbraun, wurzelwärts lichter. Vom Thian-shan in Ost-Turkestan erwähnt und von der Mongolei. Iiumigeiia. E. humigetia l'ihig. (12a). Vflgl rötlichbraun, die Linien dunkel und scharf; Zapfen- und Ring-

Hiukel ganz klein: Nierenmakel gross, dunkelgrau, durch einen Strich mit der äusseren Linie verbunden; Saumfeld in der .Mitte dunkel; Hflgl lichter braun. \'oni Kuku-Nor, Tibet. jallidifroiis. E. palildlfrons IlmpH. (6b). Vtlgl blass graubraun mit dunklerer Bestäubung; Makeln undeutlich; die

beiden oberen durch einen schwarzen Fleck getrennt; äussere Linie stark gezähnt; Htlgl blass braun; Palpen schwärzlich; Stirn weisslich; Kopf und Thorax beim o" blasser, beim ? mehr gelblich graubiaun. Aus Zentral-Asien beschrieben. cognita. E. COgnita >V(/c. (fib). Vtlgl grau mit dichter dunkelbrauner Beschuppung. Alle Linien undeutlich.

iMakeln undeutlich durch dunkle Schuppen befranst; subterniinale Linie licht; Htlgl dunkelbraun. \'on West-Turkestan.

Sektion VI: Flilr des cf mit warzigen oder gesägten Wiiiipi'rlnaKlelii. acuminifera. E. acumlnifcra l'.r. { iL'ai. Vtlgl blass rotbraun, schwarz beschuppt; ein Costalstrich sowie die Mediane

weiss; unter der Zelle ein schwarzer Wnrzelstrich. Makeln schwarz gerandet; die Zapfenmakel klein; einen lichten Strich nach der äusseren Linie hin eidsendend; Kingmakel oval, schräg, mit einem weissen Ring, wie auch die Nierenmakel ; Htlgl weiss, längs des Spitzenteils dunkelbraun. Von Russland und West- Turkestan. siibmolfsla. E. SublTlolesta l'ihuj. (|-2a). (ileichl der cvcIamitliiDiiii, aber die Htlgl in beidi-n (leschlechlern i)raun;

-Makeln lichter, die Zapfenmakel kurz; vor der Nierenmakel ein schwarzer Strich und hinter derselben, dem Aussenrd zu, ein schwarzer Doppelstrich. Kuku-Nor, Tibet. adiimhrata. E. adumbrata AV. {= obscura Stgr.) (6b). Vflgl beim o" dunkelbraun, beim ? schwarzbraun, an

lichteren Stellen etwas rötlich verfärbt. Makeln schwarz gesäumt , Hing- uiul Nierenmakel beim ? mit weissem Ring; Hflgl trüb grau mit dunklem Zellfleck, nach aussen zu dunkler werdend. Findet sich in polygonides. Kussland, Armenien, Turkestan, Ost-Sibirien und Tibet. — Die ab. polygonides .%/•. (Ob) stellt eine lichtere Form dar, grau und braun gemischt, und mit deutlichen Zeichnungen.

Aiisgeffeben 11. VIII. 00. EUXOA. Voil W. WahREN. 29

E. robiginosa >it<jr. (6c). Vflgl trüb rostfarbig, Zeichnung ziemHch verloschen; die Ränder Aqv robiginosa. Makehi dunkel. Hflgl l)lass grau, nach der Aussenhälfte zu in Rostfarbe übergehend. Von Stai-dinger nach einem einzelnen ^ aus Palästina beschrieben.

E. cursoriodes Ifumps. (6 c). Gleicht der vorigen .-^rt , hat aber rötlichbraune Färbung und die cursoriodes. Linien und Makein licht; die Zapfenniakel klein uiul braun: Htlgl in der Wurzelhälfte weisslich, dann ocker- farben. Ein cf von S\rien.

E. heringi ^tgr. Ebenso wie die vorige Art, aber gelblich-ockerfarben mit undeutlicher Zeichnung, heringt. ausser einem dunklen submarginalen Schatten: Hflgl ockergelblich-weiss mit bräunlichen Adern und dunkel- braunem Rand. Aus Kleinasien und Persien; — bei ab. sxgmidi Stgr. sollen die Zeichnungen auffäUiger sein, signata.

E. viguraea -Pw/ff/. (ßc). Vflgl blass ockergrau, mit dunklern Schuppen bestäubt. Gostalfeld weisser; viguraea. Zeichnung fehlt fast vollständig. Xierenmakel dunkelgrau, undeutlich abgegrenzt; ein schwacher, dunkler submarginaler Schatten; beim ö" der Hflgl weiss, beim ? dem Saume entlang bräunlich. Aksu, Mongolei.

E. homicida Sfgr. (l'2f). Wie adumbrata Er., nur kleiner und blasser. Hflgl weisslich mit braunem, homicida. beim ? breiterem Saumfeld. Kleinasien.

E. confusa .1/7'/'. (= subconspicua 5/(jrr.). Vflgl bräunlichgrau; Zapfenmakel schwarz gerandet; Ring- con/usa. und Xierenmakel weisslich mit unvollständigem Saume; Htlgl blass braun, längs dem Ird ockerfarbig; Hlb mit gelblichem Afterbüschel. Turkestan und Mongolei.

E. moechilla l'ihHj. Vtlgl einfarbig trüb gelbgrau, mit 2 dunkeln Costalflecken: Makeln fast ver- moedülla. loschen, die Xierenmakel am untern Lappen dunkel; die äussere Linie stellt sich als eine gebogene Flecken- reihe dar. Htlgl blasser, .\dern dunkel. Nach einem einzelnen cf von Aksu (Mongolei) beschrieben.

E. subdecora ^^tyi'- Wie decora Schiff., doch kleiner, mit schmälern dunklern Flügeln; beide Flügel subdecora. dunkelgrau, Vtlgl mit gelblichen Schuppen untermischt, die Linien und Makeln gelb gerandet. Fergana, Samarkand, Issykkul.

E. clauda Püng. {= subdecora Emp.-f. nee. Stgr.) (6c). Vflgl gelblich grau, weisslich untermischt; clauda. innere" Linie fast senkrecht, grad; Makeln fehlen; Hflgl weiss mit dunkeln Adern und Saume, die Fransen weiss; letztes Hlbssegment ockerfarbig. Nur von Kleinasien und West-Turkestan bekannt.

E. birivia Schiff'. (== honoratina D<mz. , dolis Grote) (6 c). Vflgl dunkel aschgrau , mit blasser Be- birivia. stäubung. Die Linien selbst undeutlich begrenzt, aber durch blassere Schuppen angedeutet ; Ring- und Xieren- makel ockerfarben, oder mit dunkler Glitte und ockerfarbig gerandet; Hflgl dunkel braungrau, gegen die Wurzel zu blasser. Kommt in Süd-Europa vor, in den Französischen und Schweizer Alpen, Italien, Oster- reich und Ungarn ; — bei der ab. taurica Sfgr. sind die lichten Schuppen hell ockergelb, statt weiss. Diese taurica. Form kommt in Kleinasien und Turkestan vor. Grote's Beschreibung der dolig als einer amerikanischen Art beruhte auf einer irrigen Etikettierung.

E. grisescens F. (= candelisequa Wm , y ignicola llbn., latens Bsd., corrosa H.-Schäff.) (6 gl. \i\gl gn'sescens. glänzend blass- oder braungrau; die Linien schwarz und sehr deutlich. Ring- und Xierenmakel undeutlich begrenzt, durch einen quadratischen schwarzen Fleck getrennt, manchmal auf einem breiten mittleren Schatten stehend; Htlgl trüb weiss, gegen den Saum zu dunkelbraun; eine in Europa weit verbreitete Art, die in den Gebirgen Frankreichs, der Schweiz, Italiens, Ungarns und Skandinaviens vorkommt; die beiden Formen thianshanica Sigi: und hyrcana Sfgr. — erstere kleiner mit weisslich grauen weniger gezeichneten Vflgln, thianshanica letztere gelblich grau, — kommen beide nur in West-Asien vor, erstere in Turkestan, letztere in Persien. — hyrcana. Rp nach RIjhl bräunlichgrün mit weissen Linien und dunklen schrägen subdorsalen Strichen : Kopf gelb- grün mit dunkel gezeichnet; an Leontodon taraxacum.

E. impexa Püng. Vflgl grau, mit schart gezeichneter, aus Mondfleckchen zusammengesetzter inneren impexa. und äusseren Linie, nach dem Irde zu einander genähert; oberflächlich sehr der gri.-<e.<ccn!< ab. thianshanica ähnelnd, aber anscheinend eine gute Ai't.

E. parnassiphila Sfgr. Vflgl schmal, dunkel grünlichgrau, nach der Mitte des Irdes zu dunkler. /»arnass/- Zeichnung matt ; die äussere Linie selbst blass gesäumt. Die Ringmakel licht . die Nierenmakel licht um- phda. säumt. Costa dunkel und hell gescheckt; Hflgl schwärzHch mit gelben Fransen. Ein Gebirgstier, beschrieben nach einem cT vom Alatau ; wurde von Staudinger zwischen decora und birivia eingeordnet.

E. haverkampfi >'/"«(//■. Verwandt mit decora Schiff.: Vflgl schmäler und heller, blass bläulich grau; haverkampfi die dunkeln Linien und Jlakeln mit gelben Schüppchen gemischt; Fransen gescheckt: Hflgl grau. Kommt nur auf Gorsica vor.

E. decora Schiff. {= nebulosa Ilbn., marcens Christ.) (6 di. \'tlgl trüb aschgrau, manchmal mit bräunlich decora. oder ockerfarbenem Ton; die Linien dunkel, oft unklar; Makeln blass, zuweilen ockerfarbig; Zapfenmakel, wenn vorhanden, gelblich; Htlgl trüb dunkelbraun, beim cf an der Wurzel lichter. Gemein in den Gebirgen von Zentral-Europa und in Armenien; — bei ab. livida Sfgr. (6d) ist die Grundfäi-bung dunkelpurpurgrau livida. und die Makeln sind scharf gezeichnet; Ringmakel rund und zuweilen ockergelb ausgefüllt.

m 5

30 EUXOA. Von W. Wahhkn.

cucuna. E. cucuna I'ihiij. (6 d). Vtlgl hlaugraii mit eiiiein leiulilen Aiitkiji; von Braun; Linien und Makeln

undeutlicli, unterer Teil der Nierenmaivel dunkel; Htlf?l blasser. Hat oljertlächliche Ähnlichkeit init candelarum Sli/i: ; die aber eine glatte Stirn hat. Kuku-Xor. Tibet, im August.

di'corata. E. dCCOrata Stqr. (6 d). Vflgl gelbgniu , mit dunklerm Ton durchset/.l und nut gelbem Antlug; die

.Alakeln gelb: Htlgl gelblich dunkelbraun. Kine .\rt aus West-'l'urkestiin verwandt mit decora Schiff.

simplonia. E. simplonia /M«.-G. (6 e). Vtlgl blass aschgrau oder blaugrau, oft mit gelben Schuppen überstäubt,

alle Linien scliwär/.lich und scharf gezeichnet; die Xierenmakel schwärzlich und verschwommen, die andern beiden Makeln fehlen; Htlgl dunkel braungrau mit licliten Fransen und dunklem Zelltleck. Findet sicli in den Alpen Frankreichs, der Schweiz und Italiens.

(iilminkola. E. culminicola S///;-. (6 e). Wie sinip/onia, aber grösser; Vtlgl blass dunkelbravui mit blassgell)er und

riitliclier l'>cst;iuiiung: Hing- und Nierenmakel verloschen; Htlgl an der Wurzel blasser. Schweiz und Tirol.

constanti. E. constanti Mill. (1-f). Vtlgl blassgelb, dunkler bestäubt, besonders im ;\Iittelfeld; die Linien

fein, die Saumlinie aus einer Punktreihe bestehend; Makeln sehr schwach: Htlgl weiss, Hand und Fransen gelblich. Nur von Ardeche (Frankreich) gemeldet.

tnix. E. trux Ilbn. {— lenticulosa Dup:) (Ge). Vtlgl ockergrau gefleckt, gestreift, und oft, besonders

beim?, übergössen mit dunkel gelbbraun. Zapfenmakel schwarz gesäumt; Nierenmakel gross, schwarz aus- gefüllt: Ringmakel klein, rund, blass umrandet; Fransen rötlich; Htlgl trüb weisslich, saumwärts dunkel übergössen (beim ? breiter), oder mit einer gebogenen Reihe dunkler Flecken auf den Adern und dann ohne dunkle Beschattung. Eine variable Art, die in ganz Süd-Europa, in Algier, den Canarischen Inseln, Süd- otivina. Russland und Kleinasien vorkommt; — bei ab. olivina »S/r/r. (G f) ist der Vtlgl klar olivgrau, wenig oder gar terranea. nicht gesprenkelt, die Zeichnung scharf rotbravm ; — ab. terranea /•'/;■. (6 f ) hat rötliche Zeichnung und Schattie- amasina. rung; — ab. amasina N///;-. (6f) ist dunkel braungrau, mit schwäizlichem ]\littelschatten und beim ? dunklerer liinigera. Grundfarbe; — subs|i. lunigera Steph. (Gfi hat die Vflgl braun- oder licht grau, gelblich untermischt: die Linien deutlich; Ringmakel klein: Xierenmakel gross und schwärzlich: Zapfenmakel schwarz. Kommt an der Süd- pallida. küste von England und Irland vor: — ab. pallida Tutt ist weisslich grau mit schieferfarbiger Tönung, nicht virgata. gelb gesprenkelt ; — ab. virgata Tnit hat vor der Nierenmakel einen dunkeln Schatten und das Aussendrittel suffusa. des Vtlgls ist dunkel; — bei ab. suffusa Tult ist der ganze Flügel schwärzlichgrau übergössen, ausser der nigra, blassen Ringmakel und einem kleinen Fleck zwischen der Nierenmakel und der äussern Linie; — ab. nigra Tutt hat die Vtlgl einfaibig schwärzlich, die Linien und Makeln etwas deutlicher, auch die Ringmakel zuweilen er- rufescens. kennbar — und ab. rufescens Tutt gleicht dem Typus, ist aber durchaus rötlich getönt. — Rp trüb bräun- lich, an den Seiten lichter, zuweilen grünlich: Linien blasser, dunkel gesäumt: Kopf braun schwarz ge- sprenkelt; Nackeiischild schwarz, durch eine blasse Linie geteilt: an niederen Pflanzen verschiedener Art.

cursoria. E. cursoria ///'/>(. (G g). Vflgl sandig-ockergelb, oft mit Braungrau stark übergössen oder gesprenkelt ;

die Zajjfenmakel fehlt oder es sind nur ihre dunkeln Umrisse vorhanden; Ring und Nierenmakel mit dunkler

Mitte und licht umzogen, der untere Lappen der Xierenmakel immer tiefer gefäibt : manchmal sind die Zelle.

die Za])fenmakel und ein Wurzelstrich vor derselben dunkel olivbraun; Htlgl trüb ockergrau mit dunklem

Saum und lichten Fransen; ein variables Tier, das man auf öden Sandflächen findet; in Britannien meist

auf den Sandhügeln der Küste: in Europa in Frankreich, Deutschland und Russland und weitverbreitet durch

obscura. ^littel-Asien ; — ab. obscura Sf()r. hat beinah ganz rotbraune \'flgl, die Makeln weiss umzogen, kommt an

currens. den baltischen Küsten \ov; — bei ab. currens Slijy. sind beide Flügel dunkel; — während ab. vaga Stcjr.

vaga. einförmig braungiau ist; — schliesslich ist ab. sagittata Stgr. eine buntere Form, mit Rotbraun übergössen

sagittata. ^^^^^^^ etwas bestäubt, und der Costalstrich, die obern Makeln imd das Postmedianfeld sind weisslich; die

3 letztern Formen stammen aus Zentral-Asien ; Exemplare aus Kleinasien haben ganz weisse Hflgl. — Ausser

caerulea, diesen Abarten gibt es noch einige unwichtige, die Ti tt unter britischen Exemplaren erwähnt: — al). coerulea

Costa- Tutt und ab. COStacoerulea Tutt sind beide schieferig-grau mit ockerfarbigen und grauen Linien und Makeln,

coerulea. (]ie letztere durch lichte Costa unterschieden; — drei Formen haben grauweisse Grundfarbe: ab. mixta /•'.

"".*'"■ hat die Ouerlinien deutlich; — ab. pallida Tutt zeigt Longitudinalzeichnung; — und ab. distincta Tutt hat

distincta. ^elle, Zapfenmakel und einen Wurzelstrich tief schwarzbraun. — Zwei Formen haben ockergelbe (Jrund-

obsoleta. tarbe; — ab. obsoleta Tutt zeigt alle Zeichnungen uiuleutlich und alt. ochrea Tutt hat Longitudinalzeichnung;

odirea. — und endlich lial)en drei rotbraune Grundfarbe, nämlich: ab. brunnea Tutt hat die Querzeichnungen deut-

hrunnea. jj^j^ . __ .||| marginata Tutt ist ganz lotbraun, ausser einem schmalen ockerigen Band am Aussenrd; —

"""^sagiita ""^ '^''" S^S'tta III'H. hat scharf weisse Adern, den Aussenrd dunkel und den Flügel selbst scheckig. — Rp

blass ockeifarbig grünlich verfärbt; die Linien blasser, graugriui gesäumt: Kopf blass ockerfarbig: nährt

sich von Sandgräsern und niedrigen Kräutern.

nigricans. E. nigricans />. (6h). Vflgl schwarzbraun, alle Zeichnungen verdunkelt oder dunkel rotbraun, die

Zeichnung lichter. Makeln fein schwarz umzogen; einige ockerfarbige Schuppen an der Aussenseite der Nierenniakel, längs der submarginalen Linie und an der Wurzel unterhalb der ZeUe ; Hflgl bräunlich dunkel,

EUXOA. Von W. \Vaki;i:k. 31

die Wurzelhälfte beim cf blasser. Eine weitverbreitete, durch ganz Britannien, Zentral-Europa und West- Asien gehende Art. — Über 20 Abarten sind von Tütt aufgestellt, wie gowöhnlich, nach ihrer Färbung an- geordnet. — Die beiden ersten, von grauer Grundfarbe, sind selten: ab. pallida '/'/(// hat einen rothchen pa///rfa. Ton und alle Linien und Makeln sind verwischt; — ab. flavopallida '/«// ist älinlich, aber die Linien und f^ovopaiUda. Makeln sind gelb. — Die folgenden 5 sind blass rötlich: ab. rufa 'l'utt hat die Linien und Makeln üfht: ^^^^^^

— ab. rurls Ifcir. iiat gelbe Zeichnung; — ab. obeliscata //«t. hat die Zelle beiderseits von der Ringmakel obeliscata. schwarz; — ali. striata TiiH hat die Wurzel, die Makeln, Linien und die Adern aussen ockergelb; — unA striata. ab. rufovariegata Tutt ist rot und gelb gesprenkelt, die Makeln schwarz umzogen. — Die nächsten 5 sind lufo- dunkel rötlichiiraun : ab. rubricans /t'.sy;. hat die Linien lichter; -- ab. vilis Hbn.mW. gelben Makeln ^^"^^"^ "^H'^i^^l^' Linien; — ab. quadrata /V//, wie die letztere, doch mit einem quadratischen schwarzen Fleck zwischen den .^.^j^ Makeln, wie bei ab. <,l>rliscatfr, — ab. OChrea Tntf hat matte Linien, aber die Makeln und Adern ockergelb; quadrata.

— ab. fuscovariegata 'l'iüt ist purpurbraun, mit Ocker gescheckt und mit dem dunklen Fleck zwischen den odirea. Makeln. ~ Bei den 4 nächsten ist die Grundfarbe schwärzlichbi'aun oder dunkel gelbbraun wie bei typischen f^'^°'^ nigriram L.: ab. dubia Ifaw. hat die Linien und Makeln liefer gefärbt und eine deutliche, gewellte, weisse ^^^'^^ Submarginallinie ; ab. fumida (= fumosa God. nee F. ist rauchbraun mit ockerfarbiger Nierenmakel und yr„,„,Y^. gelblicher Submtwginallinie : - ab. marshallana Westir. russbraun mit dunkeln Linien und ockergelben Makeln: marshallatu

— ab. ursina C-ud. hat dunkle Linien und IMakeln, eine submarginale Reihe keilförmiger Flecke und der äussere ursina. Rand der Nierenmakel sind weisslich; — ab. rustica Er. ist viel kleiner als die letztere mit verloschener ^^^^'^^^^^ Zeichnung. Die letzte Gruppe hat schwarze Grundfarbe: ab. carbonea Hhn. mit gelblichen Linien und ^„^^^^^ ' Makeln; — ab. fumata (= fumosa Huw. nee F.) hat die oberen Makeln licht umzogen; — ab. fumosa F. fumosa. hat eine submarginale Reihe weisslicher keilförmiger Flecke : — und ab. fuliginea Godt. ist ganz schwarz, fuliginea. mit kaum erkennbarer Zeichnung. — Rp ockergrau, an den Seiten blasser, mehr grünlich. Längslinie» grün- lich, dunkel angelegt; über den Atmungsöffnungen eine doppelte weissliche Linie; Kopf schwarz gefleckt.

An verschiedenen niedern Pflanzen.

E. nyctopis Hmps. (6i). Wie die dunkel rotbraunen Formen der niijricans : Wurzelfeld des \i\gls nyctopis. und Thorax oft licht gesprenkelt; Tegulae einfarbig, ohne dunkle Querlinie. Kaschmir.

E. enixa Füiu/. (6h). Gleicht hellen Exemplaren von nif/ricaus; Makeln und Linien der Vtlgl lichter; enixa. Nierenmakel ohne gelbe Schuppen; Hflgl weisser. Fergana. Issykkul, Alexandergebirge, Aschabad.

E. intolerabilis P/hh/. (6h). Vflgl einförmig mausbraun: die Innen- und Aussenlinien deutlich /«/o/^raW//; doppelt. Die Makeln in ihren äusseren Umrissen matt begrenzt; die beiden obern gewöhnlich durch einen dunkleren Schatten getrennt; Hflgl kaum lichter; Fi'ansen beider Flügel an der Wurzel mit blasser Linie. Kuku-Nor, Tibet.

E. conspicua Hbn. (= agricola Fl-<d., lycarum Il.-Scliäff., squalida Tc.) (6 hj. Ytlgl gelbgrau, dunkel- fo«5/)/«;<7. braun bestäubt und schattiert, die dunklen und hellen Schattierungen kontrastierend; die Linien doppelt; der Mittelschatten deutlich ; Zapfenmakel mit schwarzer Aussenlinie. Ring- und Xierenmakel gross, gewöhn- lich schön hell, oder licht umzogen; Zelle dunkelbraun: Hflgl dunkelgrau, mit weisslicher Wurzel. In Europa auf den Süden beschränkt, wo sie auf den Canarischen Inseln, in Spanien. Frankreich. Griechenland und Süd-Russland vorkommt und weit verbreitet durch West- und Zentral-Asien : — bei ab. abscondita /;ow. abscondita. nor. {= abdita Stgr. nee. Juan.) (6i) sind die Zeichnungen ganz verdunkelt durch eine gelbgraue Über- stäubung.

E. hilaris /•>/-. (- conifera Chri^f.) (6i). Vflgl schmutzig grau mit dunklerer Bestäubung; Makel und hilaris. Linien undeutlich; die ersten schwarz umzogen, die 2 obern gewöhnlich mit dunklem Schatten dazwischen: ein dunkler Schatten vor der Submarginallinie; Hflgl trüb grau. Eine sehr dunkle asiatische Art, in Ar- menien, Kleinasien, Persien, Turkestan und Sibirien gefunden. — ab. incognita >7.'/r. hat die Zapfenmakel incognita. klein und schwarz ausgefüllt; eine andre Form aus Persien ist rotbraun, mit verwischter Zapfenmakel; Exemplare vom Ural unterscheiden sich dadurch, dass die Hflgl bei beiden Geschlechtern weiss sind.

E. seditiosa Püng. Sehr der h'dari>^ Fn: ähnlich, aber mit spitzerm Vflgl, der Aussenrd leicht ge- seditiosa. zackt; — Zapfenmakel kurz, schwarz; Ringmakel klein, rund; äussere Linie weniger scharf ausgebogen; Hflgl dunkler braun. Nach 2 cfcf aus Fergana beschrieben.

E. nili Bahfr (12f). Vflgl bräunlich grau; :\Iakel schwarz umzogen, die Zapfenmakel klein, ockergelb nili. fingiert; Ringmakel klein, nach aussen gelappt, mit dunkler .Mitte und grauem Ring, ebenso wie die Nieren- makel: Hflgl rein w^iss. Alexandria, Ägypten. Die Art ähnelt inii^tcUna Christ.

' E. mustelina Chr. (7a). Vflgl blass grau, dunkelbraun bestäubt; die Linien doppelt und deutlich; mustelina. Makeln dunkelbraun umzogen, Ringmakel rund: Zelle dunkelbraun; Hflgl weiss mit dunkelbraunen Adern und Saum. In Nord-Persien gefunden : — al). centralis >7.f/f. (= mustela Stgr.) (7 a) ist deutlicher gezeichnet, centralis. hat dunklern Leib und Vflgl und kommt in Kleinasien, Turkestan und Sibirien vor.

E. COS Ulm. (= tephra /.Vy/., vacillans 77.-Sc/((7/f'., millieri .S/(/r., aphe .IM.) (61). Vtlgl trüb grau, dicht cos. mit dunkeln Schuppen bestreut; die Makeln und Linien sehr schlecht abgegrenzt; Hflgl weisslich. Adern und Rand dunkelbraun; kommt in allen Ländern Süd-Europas vor, ausserdem in Tunis. Sizilien und West-

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nagyagensis. Asien; — bei ab. nagyagensis /•>/-. sind die Linit-n deiitliili; al). cycladum Sli/r. von der Insel Xaxos

cycladitm. ist kleiner und rötlich gefiiiht. opipara. E. opipara Morr. {— islandica l'nt-k. nee N////-. ; labradoriensis ^t(j):; r' norwegica Sttjr.) (6i). Vflgl

blassgrau: ein schwai-zer Wurzelstrich unterhalb der Zelle; Za|)tenniakel gi'oss, verlängert, schwarz, setzt sich als ein schwarzer Strich bis zur postniedianen Linie fort; obere .Makeln grau, Zelle und Raum dahinter schwarz; vor den äussern Linien leicht dunkelbraun übergössen; Htigl bräunlich, mit dunklem Zelltleck und Aussenlinie. Eine nordamerikanische Art, von der ein einzelnes Exemplar in Norwegen gefunden wurde.

nigrita. E. ntgrita (h-acs. (6li). Vflgl tief purpurbraun ; die dojipelten Linien rötlich ausgefüllt; alle ^fakeln

schwarz umzogen; die runden Ring- und die Xierenmakeln rötlich umringt, die Zelle zwischeii ihnen schwarz; Submarginallinie mit Reihen schwarz gezähnter Zeichnungen an jeder Seite; Htigl schwärzlich braun. Raddefka, Amurland : diese Art zeichnet sich durch kurze, breite Flügel aus. rectissa. E. rccussa Bim. (- telifera Donz., florigera Er., transjlvanica IL-Srhä//.) (Ok). Vtlgl purpurgrau

rotbraun übergössen; Zapfenmakel gross, schwärzlich; Ring- und Xierenmakel braun mit grauem Ring; Zelle schwarz: kein schwarzer Strich darunter; Htigl gelbgrau mit dunklem Saum. In Europa allgemein ^•erbreitet, auch in Turkestan und Sibirien gefunden. tritici. E. tritici L. (— pratincola Bk/i.. domestica /•'.) (Bk). \tlgl duukeibi-aun, (losla und Ird mehr oder

weniger weisslich gesprenkelt; die Mediana weiss; ein schwarzer Wurzelstrich unter der Zelle; Htigl grau, am Saum dunkel übergössen. Häufig dui-ch ganz Europa und Asien, ausgenommen dessen äussersten Osten. aquilina. — Die hervorragendsten Aberrationen sind ab. aquilina Schiff. (= Hctilis Hbi. Fig. 479) (B k) grösser und obelisca. trüb braun, mit gelblichen statt weissen Schuppen, die Closta gewöhnlich lichter; — ab. obelisca Steph. (und andre Brit. Autoren) gleicht in gewisser Hinsicht der echten obelisca Schiff'., ist aber kleiner, mit weniger enita entwickelten Fühlern; — bei ab. eruta Hbn. (6k) ist die dunkle Grundfarbe mit grau überlagert, und die siliginis. Zeichnung ist verdüstert; während bei ab. siliginis Gii'n. die Grundfarbe selbst grauer ist; — ab. obscurior obscurior. Sti]r. ist eine schwärzliche Form vom Ussuri : — ah. detorta Kr. aus der Mongolei und Sibirien ist rötlich ."■ ockerig mit blassbrauner Costa und deutlichen Linien: — bei ab. varia .Ujih.. auch aus Zentral-Asien, distincta. '''"'^ Costa, Adern und Makeln schön weiss: — ab. distincta Stfjr. aus Süd-Russland und Armenien ist vielleicht spezifisch verschieden; denn ausserdem, dass sie grösser ist und, bei heller klarer Zeichnung, weisse Htigl hat , sollen ihre Fühler dicker sein. — Ausser diesen weiter verbreiteten Formen vom Kon- tinent wurde eine beträchtliche Anzahl von Tutt vorgeschlagen oder angegeben, auf die Vergleichung brittischer Stücke gegründet und nach der Grundfarbe und dem Vorhandensein oder Fehlen eines lichten obsoleta. Costalstreifs gruppiert. So sind diejenigen mit blass schiefergrauer Grundfarbe ab. obsoleta Tuft mit gleich- farbiger Costa und verwischter Zeichnung, aljer zuweilen dunklem untern Lappen der Xierenmakel. Diese Costa- Form muss der folgenden Art sabuletoriim Bxd. und ihrer Abart sqiia/ida Er. sehr nachstehen. — ab. costa- obsoleta. obsoleta Tutt ist wie letztere, nur mit lichter Costa und matten Zeichnungen. — Eine hell schieferfarbige caerulea, oder taubengraue Gruiidfaibe haben die folgenden zwei Formen: ab. coerulea Tutt hat die Costa wie die Costa- Grundfarbe und ab. costacoerulea Tutt hat lichte Costa; in beiden Fällen mit mehr oder weniger deutlicher caerulea. Zeichnung. — Die nächsten zwei Formen sind grauweiss: ab. pallida Tutt hat die Costa von der Grund- saeittifera ^'^^'^^ """^ ^^'''' (l^-uthche Zeichnung : — und ab. sagittifera Stcph. liclite Costa, sämtliche Zeichnungen deutlich, fusca. ""^1 einen dunklen Fleck zwischen den Makeln. — Von blassgrauer Färbung sind ab. fusca Tutt mit gleich- castafusca. farbiger Costa und wohlausgebildeter Zeichnung (sehr nahe der ab. si/i()inis Gucn.) und ab. costafusca Tutt mit blasser Costa und Mediana, die Linien und Keiltlecke wohl entwickelt. Zwei andre Formen haben eine sordida. dunkelbraungraue Grundfarbe: ab. sordida ll<tu\ hat gleichfarbige Costa und deutliche Zeichnung; — und pupillatus. ab. pupillatus Huw. hat fast augenartige Makeln und lichtes Mittelfeld. — Zwei Formen haben ockergelbe odtracea. Grundfarbe, nämlich ab. ochracea Tutt, mit gleichfarbiger Costa und klaren Linien, verwandt mit detorta Er., virgata. und ab. virgata Tutt, die blass rötlich-ockerfarben ist und den Zwischenraum zwischen der innern und äussern Linie tief rotbiaun hat ; Zapfenmakel schwarz, die obern beiden Makeln ganz hell. Von rötlichbrauner Grund- valUgera. färbe sind ab. valligera Hau: (— cuneigera Stcph.) mit gleichfarbiger Costa, deuthcher Zeichnung und keil- albilinea. förmigen Flecken und mit dunkler Zelle; — und ab. albilinea Hau: (= lineolata Hau:, aquilina lihn. [Fig. 536]) wie die vorige, nur mit weisser Costa und Mediana. Die folgenden drei Formen sind schwäizlichbraun: — venosa. ab. venosa steph., scharf gezeichnet, aber die Costa wie die Grundfarbe: — ab. hortorum Steph., mehr hortorum. aschfarbig; — sowie ab. nigrofusca Esp. mit lichter Costa und undeutlicher Zeichnung. — Zuletzt gibt "' i'ifgm ^^ ^^^'^' ^''^ schwarzer Grundfarbe : ab. nigra Tutt hat deutliche Zeichnung und gleichfarbige Costa; — und ocellina. ^b. OCellina Steph. (= costanigra Tutt) mit lichter oder weisslicher C.osta. — Rp bräun lich-ockerfarbig; mit lichter Rückenlinie; subdorsale Linien dunkel, nach unten lichter begrenzt: Seiten- und Spiracularlinien grünlich dunkelbraun; auf verschiednen niedrigen Ptlanzen : in Grossbritannien sehr gewöhnlich auf den Sandhügeln der Küste.

sabuletorum. E. sabuletorum Bsd. (=: foeda Led., nigrina Stcir.) (Tal. \'tlgl trüb grau mit braunem Antlug. Die

dunklen Zeichnun<i;en wie bei tritici L., aber nie schwarzbraun und oft ganz fehlend, ausser dem dunklen s<7Ha//rfa. untern Ende der Xierenmakel; diese zeichnungslose Form, = ab. squalida AV. (7 a), kommt niemals bei tritici oder deren Variationsformen vor. Süd-Russland.

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E. solida Krach. Vflgl blassgrau, ohne jede Zeiehnung, mit Ausnahme der schwarzen Marginahiionde, solida. von Erschof]' nach einem einzehien c/' aus Khokland beschrieben; \ielleicht eine extreme Form von sahuletorum.

E. tristis N/'/;-. Am nächsten verwandt mit tritici ah. cnita Jfltii.; beide Flügel viel dunkler; die Linien tristis. und ^Makeln deutlich: die Unterseite des Htlgls zu zwei Dritteilen der Wurzel licht; mit einem dunkeln, mondförmigen Zelltleck; die Fühler des cf nur bewimpert, nicht gesägt. Daurien und Mongolei.

E. basigramma >V'//-. (7b). Vflgl grau, purpurn, manchmal rotbraun übergössen; die Linien fast ver- basigramm schwömmen; das tlostaifeld ein Geringes blasser; unter der Zelle ein schwarzer Wurzelstrich; die Makeln dunkel umzogen ; die Zelle schwarz : Hflgl weisshch dunkelbraun übergössen ; eine trübfarbige Art nur in Südost-Russland und Turkestan gefunden.

E. privigna Pihig. Vflgl blass gelbgrün; die Makeln blass und schwarz umzogen; Zelle Awak^l; privigna. ein kurzer dunkler Wurzelstrich unter der Zelle; die äussere Linie undeutlich: Hflgl weiss. Atschan, Ost- Turkestan; nach einem einzelnen ? beschrieben.

E. fallax Kr. Gleicht einigen Formen von tritici L. , aber die Grundfarbe weisser und gröber be- fallax. stäubt; die innere und äussere Linie durch Punkte auf den Adern angedeutet: Subniarginalgegend breit hell; der Rand dahinter dunkelgrau; Hflgl des cf weiss, des ? grau, am dunkelsten längs des Saumes; Palpen weisslich. Von den Kirgisen-Bergen.

E. sulcifera Christ. Vflgl rötlich dunkelbraun; die Adern, einige Linien zwisclien den Adern \xnA sulcifera. die zwei obern Makeln gelblich; die Fransen gelblich dunkel gesprenkelt; Hflgl gelblichgrau. Kasikoparan, Armenien. \ ielleicht der tritiri L. verwandt; doch ist weder Geschlecht noch Fühlerform angegeben.

E. vitta Ksp. (7 b). Von recussa, islandica und den diversen Formen von tritici unterschieden durch vitta. den breiten grauweissen Gostaistrich; eine lokale Art, nur in der Schweiz, Österreich und Ungarn gefunden.

E. arenosa ^tgr. Vflgl blass aschgrau; Gostaistrich breit, Mittelader schmal weiss; Zapfenmakel arenosa. unscheinbar und dunkel; Ring- und Nierenmakel mit weissem Ring; Zelle schwarz, Hflgl weiss mit grauem Saume. Von Staudinger nach einem einzelnen ? beschrieben, auf den Sanddünen von Ghiclana (Spanien) gefangen, und von ihm als der vitta Ksp. am nächsten stehend bezeichnet.

E. islandica Str/r. (^ rossica Stc/r., nigra Stgr.) (7 b). Wie recussa, aber mit längern und schmälern islandica. Flügeln. Zuerst von Island beschrieben, aber seitdem auch in Livland und dem Uralgebii-ge gefunden, wie auch in Russland, der Mongolei, Sibirien, Amurland und Kaschmir.

E. lidia CV. (7 c). Vflgl sammetartig oliv-schwarz, jenseits der äusseren Linie manchmal weinfarbig lidia. fingiert; die Linien weiss, manchmal rosig angehaucht, schwai-z gesäumt; Subcostalis und Mediana fein weiss; Zellwurzel und beide Makeln kalkweiss , die Makeln mit gelbrötlicher und grauer Mitte : ein kleiner weisser Subapicalfleck ; Zapfenmakel tiefschwarz, manchmal von einem weinfarbigen Strich gefolgt; Hflgl weisslich braun, vor dem Rande schwarzbraun, Fransen weiss; Kopf und Thorax vorwiegend schwarz: die Schultern rosig weiss; Afterbüschel des Abdomen rosig. Lokale Art, nur in Holland und Xorddeutschland gefunden: die vom Ussuri, Ost -Sibirien, beschriebene ab. inexpectata Al2)h. ist grösser, mit grauen, statt weissen inexpectati Zeichnungen.

E. oberthüri Leech (7 c). Vflgl purpur-rof braun ; Gostalfeld blass, gegen die Wurzel zu ocker-weiss; oberthari. Zapfenmakel schwarz; Ring- und Nierenmakel grau mit dunkler Mitte: die Zelle schwärzlich : Hflgl ockergelb- braun, beim ? dunkler. Von Japan und West-China.

E. intracta Walk: (= ambigua Btlr.) (7 c). Vflgl dunkel leberjjraun ; die Linien schwarz , doppelt ; intrada. die Makeln einfarbig schwarz umzogen, die Nierenmakel an der äussern Seite teilweise ockergelb umgrenzt : die Zähne der äussern und Submarginal-Linien ockergelb punktiert ; Hflgl dunkelbraun, an der Wurzel beim cf blasser. In Japan, West-China, Kaschmir und Tibet gefunden: kommt abei' auch an verscliiednen Orten Nord-Indiens vor, von wo sie ursprünghch beschrieben wurde.

E. xanthiodes llmps. (7 c). Vflgl gelbrötlich-ockerfarben ; die Linien verdunkelt : Ring- und Nieren- xanthiodes makel blasser, undeutlich, durch eine braune Wolke getrennt; Hflgl grau ockergelb, Fransen und Saum gelber. Das ? ist blasser und hat deutlichere Zeichnung. Kaschmir.

E. honesta N/(/)-. (12g). Vflgl graubraun; die Mediana weisslich; obere Makeln grau, blass gerandet, honesta. Ringmakel oben offen; Zelle, Zapfenmakel und der submediane Raum davor schwarz: Hflgl braun. Mon- golei, Sibirien.

E. duosigna llmps. (7 d). \'flgl dunkelbraun, die Makeln ganz ähnlich wie bei exchtmationis , aber duosigna. die Nierenmakel unregelmässiger, iiir unterer Teil stets einwärts, längs der Mittelader, gewinkelt : Hflgl beim d" nicht so weiss. Kaschmir.

E. informis Leech (7 c). Wie crclaniationis, aber grösser, dunkler gefärbt und mit kräftigerer Zeich- informis. nung; Hflgl beim d' weiss, beim ? braun Übergossen. Japan. — bei der ab. confluens Leech fliessen die confluens. beiden obern Makeln zusanmien.

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exctama- E. exclamationis L. (7 d). Vflpl blass bis dunkeihriuui; ( ;oslaltel(l oft dunkler : Zapfenniakel schwarz ;

tionii. Xierenmakel uross dmiki'l scliwarzliraun : Kingniakel klein, rund, niiuicinnal bis zur Heriiiuiinti der Nieren- makel ansi^ezotren : Htlgl des o^ weiss, des S dunkelbraun. Allgemein verbreitet in Europa vnul West-Asien. serena. — ab. serena Älph. (= pallida Tutt) (7 d) von Zentral-Asien, Spanien und Grossbritannien. ist blasser, weiss- costata. lieh grau : — ab. COStata TuU hat den Vtlgl mein- grau, die Costa breit rötlich : — ab. picea llnir. ist eine picea, schwarze Form des?, Linien fehlen, die Ring- und Zapfenmakeln länglich, die Nierenmakel rund; — ab. rufescens. rufescens Tiilt hat die Vtlgl rein rötlichgrau mit gut entwickelten Linien; — ab. brunnea Tiilt ist dunkel ftn/nnea. rotbraun: — ab. obsoleta TuU ist graubraun, alle Zeichnungen verdunkelt: — ab. unicolor Ubn. ebenso, obsoleia. ^jjgj, 2.^pfen- und Nierenmakel dunkel umzogen; - bei ab. plaga Sti'ph. fehlen die Zeichnungen bis auf """^lasa ^'"^ lange, schwarze Zapfennu\kel : die andern beiden Makeln sind imr durch einen braunen Fleck ersetzt; ßj^ffg — ab. juncta TuU hat alle 3 Makeln in der Form schwarzer Striche vereinigt : — und bei ab. lineolatus lineolatus. TuU ist die Xierenmakel in kurze Linien zerstückelt, wie sie auch die Stelle der keilförmigen Flecke einnehmen. — Rp braun mit blasser Rücken- und NebenrUckeidinie und einigen seitlichen Schatten; Luftlöcher gross und schwarz; gemein an Wurzeln von Gras und niedern Pflanzen.

Sektion V: Antennen des cf gewimpert oder fein behaiirt.

deatssa. E. decussa S///r. (7 e). Genau wie »tcm.svs«, aber die Antennen des cf sind fast einfach, und die Makeln

sind rötlich ausgefüllt. Vom Issykkul beschrieben ; Tibet.

difficilis. E. difficilis Eii^ch. {= albivenata %/•., alpherakii Chvist:) (l-_'f). Vtlgl gelbbraun und braun;

Costalfeld gelblichweiss, Innenfeld weiss bestäubt; Adern als weisse Striche erscheinend; die Zwischenräume zwischen den Wurzeln der Subcostaläste rosig; die Zapfenmakel hat an der Spitze dunkle Schuppen; die kleine runde Ring- und die Nierenmakel haben schwarz umzogene, rosenrote und weisse Ringe. Htlgl gelblich- weiss, nach aussen braun übergössen. Mongolei, Tibet, Ost-Sibirien.

marcida. E. marcida T/ir/s/. (7e). Vflgl grau dunkelbraun übergössen und gegen den Saum zu rötlich fingiert;

die Makeln schwarz umzogen; über und unter der Zapfenmakel ein schwarzer Strich; Ring- und Nieren- niakel grau: Ringmakel schmal, schräg; Nierenmakel schmal mit dunkler Mitte; Zelle zwischen beiden schwarzbraun: Iltlgl grau dunkelbraun überwaschen; eine kleine Art, in Aschabad gefunden; Persien.

eremicola. E. ercmicola 5/rtHf//. ( 12 f). Vtlgl blass ockergelb; die Makeln blass, undeutlich, mit schwarzem vier-

eckigen Fleck dazwischen; Zapfenmakel fehlt; Subterminallniie blass, auf beiden Seiten schwärzlich schattiert; Htlgl rein weiss mit schmal schwarzem Saum. West-Turkestan. Gleich kirghisa Ev., aber grösser, mit weniger ausgeprägten Zeichnungen: die Innenlinie nicht gewinkelt.

Clara. E. Clara Sli/r. Vtlgl ockergelbweisslich , dunkel bestäubt; die Linien sehr deutlich; die Makeln un-

celebrata. deutlich; Htlgl ockergelbHch weiss, der Saum dunkel gelbbraun getönt. Turkestan; — ab. celebrata Alph. verecunda. isi eine dunkle Form mit schwächerer Zeichnung, während ab. verecunda Piinij. (7e) im ganzen lichter und nur mit zwei dunkeln Costalflecken gezeichnet ist.

ignara. E. ignara .S///;-. (= ignobilis .%>•. 189.5, nee 1888) (7 e). Dimklej- als clarn Stgr., einförmig braimgrau,

auch mit verloschenen Makeln; unterschieden durch den Hflgl, der dunkelbraun ist mit lichten Fransen. Mongolei.

singiilaris. E. singularis Slgr. (1-2 g). Vtlgl ockergelbweiss, ganz leicht gelblich bestäubt; Ring- und Nierenmakel

schwarz umzogen, Ringmakel rund ; innere Linie dick und schwarz ; äussere Linie nur durch schwarze Flecken auf der Costa und dem Irde markiert; Hflgl ockergelb-weiss mit dunkelbraunem Saum. Nur aus West- Turkestan und Palästina erwähnt. — Rp (nach Hampso.\) blass ockergelb, mit rotbraunen Streifen; die Linien undeutlich, die Rückenlinie doppelt; die Luftlöcher am untern Rand einer breiten Seitenbinde.

amoena. E. amoena %r. (7 e). Vflgl blass gelb mit grauer Bestäubung; innere Linie gleichmässig gebogen

und dick. AussenUnie vollständig; Nierenmakel in einem dunkeln Ringe: Htlgl weiss. Armenien, Kleinasien und West-Turkestan.

peperida. E. peperida Hmps. (7 e). Vflgl blassgrau, schwarz bestäubt; die Linien unterbrochen, durch dunkle

Punkte auf den Adern angedeutet; die :\lakeln ganz verwischt; ein rötlicher Schatten in und hinter der Zelle und auf der subinedianen Falte; eine dunkelbraune Wolke an ihrem untern Ende; Hflgl weiss mit braunen Adern, Innen- und Aussenrd ebenfalls braun. Goorais-Tal, Kaschmir.

opisoleuca. E. opisoleuca Stip-. (7f). Vflgl lang, die Spitze abgerundet; blassbraun mit dunkler Sprenkelung;

die abgerundete Ring- und die Nierenmakel mit lichten Ringen und schwarz umzogen. Äussere Linie un- regelmässig gezähnt; am Saum eine feine ockerfarbige Linie; Hflgl ockergelb-weiss mit bräunhchen Adern; Spuren eines subterminalen Bandes, am lichtesten gegen den Anahvinkcl zu; die Zeichnungen des Vflgls sind in einigen Fällen beinah verwischt. Nord-Persien.

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E. forficula Er. Der fm-cipula Schiff, nachstehend, von der sie sich dadurch unterscheidet, dass ihre forfkula. beiden obeni Ahikehi y;eU)lich und ohne dunivle Zentren sind; ein deutlicher schwarzer Punkt ist in der Falte unter der Kingniakfl ; vor dem Aussenrd ein gelblich grauer Subniarginalstrich. Armenien.

E. forcipula Schiß. f= denticulosa l-'sp.) (7 f). Vtlgl trüb braun; die Makeln schwarz umzogen, die forcipula. runde Ring- und die Xiereiiniakel mit weisslichem King; die Subterminallinie ist aus ockergelljen Punkten und schwarzen keilförmigen Zeichen gebildet; Htlgl blass bräunlich mit weisshchen Fransen. Kommt in ganz Süd-Europa und dem westlichen Asien vor; — ab. bornicensis Fuchs ist eine mehr einfarbige Form, boniicensis mit verdunkelter Zeichnung; — und ab. nigrescens llofm. (1 U ist, wie der Xame andeutet, ■Achv.'ärzWch nigrescens. und ausserdem grösser.

E. exacta Sttfr. (7f). Vtlgl grau, schwarz bestäubt; die Adern mit schwarzen Strichen; die 'SlakeXn exacta. weisslich, schwarz umzogen, die Ringmakel gegen die Wurzel zugespitzt; Zelle schwärzlich; äussere Linie nach aussen weis.slich begrenzt; Htlgl dunkelbraun ; Afterbüschel des Abdomen beim o" ockergelb. Turkestan.

E. glaucescens Christ. (12g). Vflgl blass braun mit weissen Schuppen untermischt; die Makeln \m\. glaucescem schwarzem Rande; Zapfenmakel weiss, die andern beiden mit dunkler Mitte und weissen Ringen, Ring- makel klein, nach aussen vorgezogen, Nierenmakel auf der Mediana sich nach innen fortsetzend, äussere Linie aussen weiss angelegt; Hllgl weiss, bräunlich fingiert, besonders am Rande. Ost-Turkestan.

E. turbans Styr. (7 f ). Vflgl bräunlichgrau, licht gescheckt ; die Adern schwarze Striche ; ein dünner turbans. dunkler Strich unterhalb der Zelle von der Wurzel bis zur weisslichen Zapfenmakel, die verlängert und schwarz umzogen ist; Ringmakel abgeflacht, Xierenmakel schmal, auf der Mediana stark einwärts gewinkelt; beide mit dunkler Mitte und lichtem Hing, schwarz umzogen. Hflgl licht gelbbraun. West -Turkestan, Afghanistan.

E. signifera /•. (7 g). Vflgl bräunlichgrau, rötlich fingiert ; Costalfeld, die Mediana und Submediana signifera licht grau und schwarz gesprenkelt; die Aderäste schwärzlich: unter der Zelle ein schwarzer Wurzelst rieh ; die Makeln wie bei fiirbuiis, aber die Nierenmakel breiter und nicht einwärts gewinkelt; Randfeld mit deut- licheren dunklen Strichen ; Hflgl weisslich mit dunkelbräunlichem Ton gegen den Rand zu, besonders beim 2. Weif verbreitet, kommt in den französischen und den Schweizer Alpen vor, in Deutschland, Ost erreich, Ungarn und Russland, und in ganz W^est-Asien, Armenien, Kleinasien, Syrien, Persien, Turkestan und West- Sibirien; — bei der trüber gefärbten ab. improcera 'SV(;r. (7 g), die mehr der turbans gleicht, sind alle Zeich- improcera. nungen verdunkelt; — ab. orientis Atph. (7 g) ist viel heller, einförmig rein ockergelbgrau, mit dem schwarzen orientis. Wurzelstrich und hervorstechenden Costalflecken ; diese beiden Abarten sind auf West-Asien beschränkt.

E. celsicola Bell. (7g). Vflgl rötlich braun, mit lichter Bestäubung; die Adern fein schwarz; A\% celsicola. Makeln gross; ein schwarzer Strich zieht von der Wurzel zur Zapfenmakel, die fast die äussere Linie erreicht und manchmal schwärzlich ausgefüllt ist; Ringmakel an den Seiten zugespitzt, nach innen gegen die Wurzel zu zu einem Strich ausgezogen und nach aussen manchmal mit der Nierenmakel vereinigt, deren unt(irer Teil weiss umzogen ist; Fransen gelbbraun, nicht gescheckt; Hflgl weisslich, die äussere Hälfte dunkelbraun ; Fransen weiss. In Europa wurde diese Art nur in den französischen Alpen gefunden ; in West- Asien wird sie von Syrien, Persien und Turkestan erwähnt.

E. improba >V'/r. 7h). Vflgl eine Mischung von braun und grau; ein schwarzer Bogenstrich von improba. der Wurzel zur Zapfenmakel, die verlängert und schwarz umzogen ist; Ring- und Nierenmakel mit blassen Ringen und schwarzen Rändern, erstere zuweilen mit der Niei'enmakel verbunden, die auf der Mediana etwas einwärts gewinkelt ist ; Randfeld mit schwärzlicher Zackenzeichnung ; Hflgl braun , die Fransen weisslich ; Wesf-Turkesfan.

E. haifae ^tgr. Nach Staudixgek der multicaspis Er. nahe, aber die Grundfarbe ist heller und haifae. brauner; Ringmakel verlängert und die Nierenmakel berührend; Hflgl des ? weiss. Von Staudixoee nur nach 2 ?? aus Haifa, Syrien, beschrieben.

E. spissilinea .S<r/r. (= spissa .SY(/r., nee G«^«.) (7h). Der midticuspis Er. verwandt: Vflgl violettgrau, 5/7«s/7/>i<'a. Costalfeld breit weisslichgrau, mit fein dunkeln Adern ; Zelle dunkel; die Makeln weiss umzogen, Ringmakel lang und schmal, Xierenmakel nach unten erweitert; Zapfenmakel länglich, schwarz umzogen. L'liassutai, Mongolei.

E. multicuspis Er. (= spinosa .S7r/r., spinifera r/(r/.s-^, non illjii.) (7 h). Vflgl bräunlich dunkelgrau mit multicusph lichten Schup])en gesprenkelt; Adern dunkelgrau; ein lichter Streif von der Wurzel längs der Submedianfalte bis fast zur äusseren Linie: Ring- und Nierenmakel dunkelgrau, erstere sehr in die Länge gezogen, letztere hallimondförmig, beide weisslich umzogen ; SubmarginaUinie weisslich, vor derselben hervorstechende dunkle, keilförmige Zeichnungen, die verwaschen weiss angelegt sind ; Fransen dunkelgrau mit weisser Wurzel ; Hflgl gelbbraun, beim o" gegen die Wurzel zu lichter. Eine vorwiegend westasiatische Art, in Armenien. Klein- Asien und Turkestan gefunden, und auch in Südosf-Russland vorkommend; bei Staldisgek's ab. issykula i7h) issykula. aus Issj'kkul, überwiegt die lichte Beschuppung, und die innere Linie ist oberhalb des Irds sichtbar. .Stirn mit der Miftelfurche und Backen sehr deutlich herausstehend.

86 RHYACIA. Von W. Wahükn.

aeqiiicnspis. E. aequicuspis SV'/r. (12 g). Sehr ähnlicli der mu/timspis, aber lichter grau, mit weniger devitlicher

Zeichnung; Haiulniöiidchen klein und regelmässig, statt gross und unregelmässig. Aus Korla, Thianshaii, Turkestan und der Mongolei. Die Unterschiedlichkeit dieser Form ist zweiielliaf't. pygmaea. E. pygmaea IliDiipu. (7 k). Vtlgl sehr dunkel gelbi)raun , grau l)estäul)t : unter der Zelhvurzel ein

schwarzer Stricli: Zapt'einnakel klein, schwarz umzogen; Ring- und Nierenmakel mit dunkler Mitte, weiss umringt; Htlgl weiss mit dunklen Adern und Saum. West-Turkestan. Eine ganz kleine Art.

21. (iattung: Rliyacia lll>n. Von /■.'ii.nia unterschieden durch die glatte gewölbte Stirn. Typus: R. lucipetu Schiff. Sfktidii 1: i'hh- des cT bis zur Spitze oder fast so weit doppelt gekämmt. graslini. R. graslini Rbr. (7i). Vtlgl licht ockergelb, die Adern und ein Gostalstrich grauweiss; die Makeln

deutlich; Zapfenform dunkel, an der Wurzel schmal, die lichte innere Linie unter ihr gewinkelt; Ringmakel klein, abgeflacht, ockergelb mit dunkler Mitte; Nierenmakel dunkelgrau, ihr innerer Hand licht; Zelle dunkel; Hflgl weiss. Auf die Westküste Frankreichs beschränkt, wo sich die Rp von Gräsern der Sanddiinen nähren soll. messaouda. R. messaouda '■'/'«r/A. (7 i). Gleicht (/ras/ini, ist aber mehr gelbockerfaiben, die Zelle nebst dem sub-

medianen Zwischenraum olivbraun übergössen; Gosta und Adern licht; Zapfenmakel viel länger; Ringmakel ohne dunkle Mitte; äussere und Submarginallinien stark gezähnt; Htlgl weiss mit gleichmässig abgerundeter Spitze. Algerien und Jlarokko. vestigialis. R. vestigialis Hott. (= vaüigera Gmel.) (7 i). Vtlgl grau ockergelb, oliv dunkelbraun schattiert, weiss-

lich gemischt; die Makeln gross, schwarz umzogen; Zapfenmakel verlängert, Ring- und Nierenmakel mit dunkell)rauner .Mitte in lichtem Ring; Ringmakel klein, oft mit der Nierenmakel vereinigt; vor der Submarginal- liiiie schwarze Zähnchen; Htlgl weiss mit bräunlichen Adern und Rand; das ? immer dunkler, mit ganz biäuiüichem Hflgl. — Bei der typischen Form ist die Zeichnung deutlich auf blassgrauem Grunde; — sagittiferus. ab. sagittiferus //««•. unterscheidet sich nur durch sehr dunkelbraune Grundtärbung; — ab. clavis A'.s/;. ist clavis. liciit rötlich-ockergelb. — Die Formen, bei denen die Zeichnung mehr oder weniger verloschen ist, unterscheiden signata. sich ähnlich in der Färbung; so hat ab. signata Bxd. eine blassgraue Grundfarbe; — ab. trigonalis Ei^p. trigonatis. igj eine kleine dunkelbraune Form mit grossen Makeln und dunklem Aussenrd; — und ab. nigra Ttitt . "'i?'^''- (= var. »B.« Guen.) ist schwärzlich gelbbraun, die Mediana in ihrem Verlauf licht; — bei ab. lineolata Tutt erstrecken sich die — gewöhnlich nur submarginalen — keilförmigen Zeichen bis ganz zum Aussenrd. — Der Falter kommt im August in sandigen Gegenden durch ganz Europa und in West-Sibirien vor. — Rp grau oder grünlich; Rückenlinie blass, mit deutlich schwarzem Saum; Seitenlinien licht, dunkler gesäumt; an Gras und niedren Pflanzen. subrosea. R. subrosea iS7c^;/i. (= rhomboidea .S7f/;A. w&c Es p.) (1 \). Vtlgl rötlichgrau, blassgrau bestäubt; Makeln

gross, blassgrau; Zelle rötlich oder rotbraun; die Zapfenmakel undeutlich; Hflgl grau ockergelb mit ver- waschenem dunklerem Rand; Fransen ockergelb. Die typische subrosea Step, kam früher in einem Ijegrenzten subcoerulea. Distrikt des britischen Sumpf landes vor, ist aber jetzt ausgestorben. — Die Form subcoerulea Sl<jr. (7k), die mehr blaugrau ist, wird in Schweden, Preussen, Russland und dem Amurland gefunden. — Rp rötlich- grau mit üchteren Linien; Luftlöcherlinie heller gelb; Futterpflanzen Myrica Gale und Sahx. „ velata. R, velata St(j)-. (7 k). Vflgl längs den Rändern purpurgrau, über der Flügelmitte purpurbraun über-

gössen, die Zelle noch dunkler; die beiden obern Makeln klein und grau; Zapfenmakel undeutUch; die Linien lichter, niclit gezähnt; Hflgl blassgrau. Ussuri, Amurland. alpicola. R. alpicola Zdt. (= iveni Hbn). Vflgl grau, dunkelbraun schattiert, mit nur schwach lötlichem

Schein in der Mitte; die Makeln, die gross sind, und die Linien schön deutlich; Hflgl dunkelbraun mit lichten hyperborea. Fransen; das ? kleiner als das cf; — ab. hyperborea Zr'//. (7 k) hat die graue Grundfarbe mehr rötlich und aquilonaris. dunkelbraun gemischt und klarere Zeichnung; — bei ab. aquilonaris Zctt., grau und dunkelbraun i,fewölkt. alpina. ist die Zeichnung verloschen; alle diese grauern Formen stammen aus Lappland; — alt. alpina llionplir. II. Westir. ist bunt gelbgrau und -rot gemischt und kommt im Norden von Schottland und Ii'iand vor; — •oerulescens. al). COCrulesccns lidt ist die reich rotbraune Form mit lilagrauer Zeichnung und schwärzlichen keilförmigen canüca. Strichen, von den .Shetland-Inseln; — ab. carnica Ilerbuj (:= glacialis U. Schaff.) ist das gelhliehrote Tier, das in den Kärnthner Alpen gefangen wird. Die Art kommt auch in der Schweiz vor, in den schlesischen und ungarischen Bergen, ferner in Russland und dem Amurlande. — Rp braunrot; Rücken mit dunkeln Strichen, die eine Reihe V-förmiger Zeichen bilden; Rücken- und Subdorsallinien ockergelb, zum Teil schwarz begrenzt; Luftlöcherlinie licht und unklar; an verschiedenen niedrig wachsenden Gebirgspflanzen, wie Vaccinium, Arbutus etc. coraxa. R. coraxa Piinii. ( ~ ([uadrangula Er. nee Zett., oblongula Stip-., (luailrij)laga Bart.) 7 kj. Vflgl grau-

braun; Zelle braun; die ^lakeln gleichfarbig mit dem Flügelgrunde, Zapfennmkel selten deutlich; alle Zeich- nungen trübe; Randfeld eher dunkler; Hflgl lichter liiraubraun. lune lokale .\rt, wird im Uralgebirge, Huss- land, in West-Turkestan und der Mongolei gefunden.

■4 "■-■,'/'■.'/''"'"/'■ /v. w. HHYACIA. Von \V. Warrkn. 3/

R. pancta l'ihiij. \[\\x\ Krauhrniin mit lihi Anfluf>:; Costalsti'eif leicht blasser; ein feiner kurzer /w/;f/a. sciiwarzei- Wurzeislricli; die I^inien scharf; Zelle dunkel ausgefüllt, die Makeln mit gelblichen Ringen; Hflgl braungrau mit gelhroten Fransen; von PüNUKiiKii nach einem einzelnen cf aus dem Alexander-(jebirge be- schrieben. — Eine kleine Art mit kurzen und breiten Vtigln und stark gekämmten Fhlrn.

R. straminea Leerh (11 d). Vllgl ockergelb; Costa schmal braun; Tjnien durch braune Adertlecke s/ram/V/fa. angedeutet; Nierenmakel hervortretend und braun; Mediansciiatten zu einem braunen Klecks am Irde aus- gedehnt; Fransen mit rosa IHinktchen; Htlgl dunkelbraun; Fransen gelb. Ein einzelnes cf von West-China.

R. herrich-schaefferi Alph. (l'2g). Vflgl ockerig grau; ein schwarzer Fleck nahe der Wurzel des sub- herricfi- niedianen Zwischenraumes; Zelle schwarz, die zwei Makeln weisslich, die Zapfenmakel am Ende schwarz scfiaefferi. gesäumt; die iiniere und äussere Linie am Irde einander genährt oder sich berührend; Subnuirginal-Linie durch eine Reihe schwarzer Zähnchen bezeichnet; Htlgl gräulich dunkelbraun. Changai-Gel)irge, Mongolei, und Uliassutai.

R. vittata Shjr. (8a). Vtlgl blass leberfarben ; (lostalstrich rosa ockergelb; Medianader breit rotgelb- vittata. cremefarbig; die obern .Makeln cremefarbig mit rotgelber Mitte; die Ringmakel schmal, schräg; Zelle und ein Strich unter der Mediane samtschwarz ; Htlgl blassgrau ; Tegulae breit weisslich mit schwarzer Basis und braunen Pünktchen. Tibet, Kuku-Nor und Amdo.

R. tibetana N/r/r. (8a). Vtlgl graubraun; Mittelfeld braun, in der Zelle dunkelbraun werdend; King- tibetana. makel gross und grau, stumpf dreieckig, von dem grauen Costalstrich herabreichend; Xierenmakel grau und gross; beide schmal blass gesäumt; Htlgl blassgrau, gegen den Saum zu dunkler. Kuku-Xor und Amdo, Tibet.

R. infantilis .S/r/r. (8 a). Vtlgl perlgrau oder rötlichgrau : Adern gegen den Rand zu dunkel markiert, infantilis. (Juerlinien blasser erscheinend; Zelle braun; Ringmakel blass, schmal und schräg; Xierenmakel dunkel, licht umsäumt; Hflgl blassgrau, glänzend; Tegulae, Gesicht und Palpen weisslich. Kuku-Xor und Amdo, Tibet.

R. parvula I'i'uig. (8 a). Vtlgl lilagrau , die Zelle und das Costalfeld rotbraun übergössen ; die zwei parvula. Linien, rotbraun, dopjjelt, deuthch, die innere gewinkelt, die äussere kaum gezähnt; vor der Submarginal- Linie ein rotbrauner, auf der Costa tleckiger Schatten, Zapfenmakel gross, samtschwarz; Ringmakel klein, dunkel, rund; Xierenmakel braun, ambossförmig, der untere Lappen nach beiden Seiten vorragend; Fransen bräunlich; Htlgl blassgrau. — Eine ganz kleine Art vom Kuku-Nor, Tibet.

R. deparca Btir. (8 a). Vflgl an der Wurzel und längs der Costa bis zum Zellende hinziehend breit depana. braun; der Hest des Vflgls braun übergössen; Zapfenmakel klein, schwärzlich oder mit einem schwarzen Punkt an der Spitze gezeichnet oder auch ganz fehlend; Ringmakel rund, gleichfarbig; Xierenmakel blass ockergelb mit schwärzlichem unteren Lappen und weissem Saum; Hflgl einfarbig dunkel gelbbraun, die Fransen rosig ockergelb ebenso der Abdominalbüschel. Japan. Viel grösser als irgend eine indische Form und von diesen ganz verschieden wie auch (nach Leech) von stidicu PoiiJ.

R. stictica PouJ. (— varia Suhili., ochracea Hmpy. pt. nee Wlkr.) (8a). Vflgl schmutzig grau, stictica. bei frischen Exemplaren rötlich übergössen; die Makeln gleichfarbig mit dem Grunde, teilweise licht und schwarz gesäumt; Fransen gleichfarbig mit zwei dunklern Linien und die Wurzel leuchtend licht; Hflgl trübgrau, der Zellfleck und Saum dunkler, Fransen licht. — Eine Form, die nicht selten mit der typischen Form zusammen vorkommt, ab. seinipleta form. iior. (8b), hat die Zelle vor und jenseits der Ringmakel semipleta. schwarz wie bei riiptisU-ifjn W/b: aus Indien, aber in diesem Falle reicht das Schwarz zwischen den Makeln nicht höher als bis zur Zellfalte. — Poujade beschreibt seine stictica von einem einzelnen cP aus Mupin in West-China; rurin Sirinh., die in Nord-Indien häutig ist, konunt auch im Goorais-Tale in Kaschmir vor.

R. olivascens Umps. (8b). Vflgl blass bräunlich rehfarbig; Costal- und Ird wenig dunkler; Zelle olivascens. dunkelbraun; die Makeln licht mit dunkler Mitte; die Ringmakel abgeflacht; Linien dunkel angedeutet; lltlnl trüburau. Irspiiinglich von Indien beschrieben, aber auch in Tibet vorkommend.

R. coturnicula (h-aes. (= herzi Christ.) (l'2b). Vflgl gelbrot; die Linien und der Saum der Makeln coturnicula. tiefer gefärbt; die Makeln gross, gleichfarbig; Hflgl dunkelbraun mit helleren Fransen. — Petrofka. Amur- land; Mongolei und Südost-Sibirien.

R. senescens Sti/r. (8b). Vflgl trUbgrau, alle Zeichnungen darauf vei'dunkeit; die Zelle braun; Hflgl senescens. grau. — Altai -Gebirge, West -Sibirien; West- und Ost-Turkestan; Anuuland. — Die ab. senilis Stip: (Hb) senilis. stimmt in der Zeichnung genau mit der typischen Form überein, aber der Vflgl ist an iler Wurzel und längs der Costa weiss, besonders beim V. und die Zeichnungen siiul lichter; Hflgl dunkelbraun nnt weissen Fransen.

R. kungessi .Upli. Vtlgl und Htlgl weiss, der letztere mit dunkelbiaunem Anflu;,- und mit Spuren kungessi. äusserer Linien. Tui'kestan.

Sektiiiii 11: Aiiteinien des d' liis ^nide ül)er die :Mitte (Inpiiclt gekiiiiuiit: die iviiniinziihne kurz und steif.

R. ypsilon Jtolt. {= sufl'usa Schi/f., spinula As/)., spiniferus Haie.) (8c). Vflgl schmal, graubraun. j'/)5//w(. in einigen Teilen rauchig dunkelbraun übergössen; Zapfenmakel klein, schwarz gesäumt; Ringmakel oval;

III '^

38 HHVACIA. Von W. Warren.

Nierenmakel gefolgt von einem scharten srliwsirzen Zahn, zwei schwarzen Zähnen der Suhmarginallinie

gegenüberstehend; Htlgl periweiss mit dunkeln Adern und Saum. Kine Art von universaler Verbreitung;

annexa. — ab. annexa Sfpli. nee Tr. ist eine kleine Aberrationsform ; — ab. pallida 'J'utt von den Hebriden ist

pallida. am Aussenrd des Vtlgls weiss. — Rp schmutzig graubraun, die Linien heiler, alter undeutlich; Wärzclien

schwarz: Kopf hellbraun; polyphag an niedern Pflanzen.

Sektion III: .Antennen des o" mit feil erartigen Wiinper-Büscliehi.

tokionis. R. tokionis l'^tfr. {= nigricostata Sigr.) (8c). Vflgl des cf grau ockergelb, des ? braungrau; Zelle

und ('ostalteld über iln- bleifarbig schwarz übergössen; die Makeln schwarz gesäumt; Zapfenmakel schmal: Hingmakel rund oder al)geflacht, Nierenmakel gross, davor mid dahinter samtsdiwarze Schuppen; RandtVld jenseits der Submarginal -Linie schwärzlich; Htlgl dunkelbiaun, gegen den Saum zu schwarz werdend. Japan; Amurland. — Beim ? sind die Zeichnungen oft sein' durch die dunkle Überschattung verdüstert.

plana. R. plana Liech (8 c). Vtlgl bleifarbig dunkellnaun; die Linien fein schwarz, die äussere halbmond-

förniig gezähnt: Zapfenmakel fehlt; die beiden obcrn Makel schwärzlich mit feinen schwarzen Händeni, manchmal niil blassen Schu])pen gesäumt: Htlgl trüb weissgrau, beim ^ dunkler. West-dhina.

subcorticea. R. subcorticea S/(//-. (r= parvula Alph.) (8c). Vtlgl rötlichgrau, schwarz bestäubt, beim cf blasser;

Basal- und Terminalfelder etwas dunkler; Linien scliarf wie bei ])lun<i, aber die innere schräger, die Zähne der äussern auf den Adern ausgezogen; Zapfonmakel schwach: Hing- und Nierenmakel deutlich, ihre Mitte dunkel, mit Kostrot und schwarz unningt: Htlgl gräulichbraun, gegen die Wurzel zu lichter. Kuku-Nor und Amdo, Tibet.

cissigma. R. cissigma Mi'n. (= umbra N/r/r.) (8 d). Vtlgl blasser braun als bei plana, mit ])urpurnem Anflug;

Linien nicht so bestimmt, die äussere unregelmässig gezackt, davor ein verwischter dunkler Mittelschatten; die Nierenmakel bildet einen trüben dunklen Klecks; vor der Submarginal-Linie ein dunkler Schatten; Htlgl trübgrau. West-Sibirien; Amurland; ^ Corea.

faceta. R. faceta 7V. (= variicollis Dclahmje) (8c, d). Vtlgl rotbraun, ])urpurgrau übergössen, besonders

an der Wurzel und längs der Costa; Ringmakel rund, blass; Nierenmakel gelbrot und dunkelbraun auf dickem Medianschatten; Linien sehr fein, tief gezähnt; Hflgl dunkelbraun; ? viel dunkler purpurbraun ; Kopf und Tegulae grau; Thorax dunkelbraun. Eine südlichere Species. die in Portugal, Spanien, Frankreich, Italien und Corsica vorkommt ; mid in Algier und Marokko an der nord-afrikanischen Küste.

kolymae. R. kolymae Her:. Vtlgl rötlichgrau , der Apex etwas spitz ; die Zeichnungen wie die der puniceu

llliii. und (le^rriptii Ihn»., aber die Ringmakel ist dreieckig von Gestalt und auf einer Art Sattel stehend, der durch die Verbindung der schwarzen Flecke auf ihren beiden Seiten entstanden ist : Hflgl rötlichgrau, gegen den Hand zu dunkler. Nord-Sibirien.

serraticornis. R. serraticornis SUjr. (8 d). Vflgl schwefelgelb; nur die Nierenmakel angedeutet als eine graue

Ocelle ; äussere und submarginale Linie blassgrau ; die Fransen an den Spitzen grau ; Hflgl weiss , vor den Fransen grauer. Nur von Castilien, Spanien, bekannt. Die Kammzähne der Fhlr sind ganz kuiz und starr.

digna. R. djgna Alph. (8d). Vflgl purpurgrau, das Wurzelende gelbrot; ein kurzer schwarzer Strich auf

der Submedianfalte nahe der Wurzel, darüber ein weisser Fleck; Antemedian-Linie sehr scharf gewinkelt : Zelle gelbrot, die zwei Makeln mit weissen Rändern und gelbroter Mitte; die Zapfenmakel klein, gelbrot, um dieselbe herum weisse Schuppen; Randfeld rosafarbig; Hflgl trüb fleischfarben, der Saum dunkelbraun, die Fransen rosa. Kuku-Nor und Amdo, Tibet.

panda. R. panda Lecrh (8 d). Vflgl purpurgrau, die Linien und Schatten rostbraun; ein schwarzer Strich

von der Wurzel unter der Zelle oben blass gesäumt; obere Makeln rostbraun mit grauen Ringen; Ring- makel klein und schräg, Nierenmakel nach innen längs der Mittelader gewinkelt : die Zelle schwärzlich aus- gefüllt; Htl«,'! biassbraun. Die Type von Pu-tsu-fong, West-China.

molotltina. R. molothina Kap. (= velum Germ., ericae Bad.) (8e). Vtlgl dunkelbraun, mit rötlichcni L'nterton;

ein Fleck an der Basis der Costa und die Makeln grau; die Zelle und ein submedianer Wurzelstricii schwarz- braun; Zeichnungen undeutlich; Hflgl trüb weisslich mit grauem Saum beim cf, bräunlich dunkel beim ?. Eine lokale Art, die Heidegegenden liebt. Weit verbreitet in Europa, aber nicht in Grossbritannien vor- ornrf«i/fl/;5. kommend. — Die ab. occidentalis Bill., von Süd-Frankreich, hat schwarze Vtlgl. — Rp oben rötlichgrau, scliwach schwarz getüpfelt, unterhalb melir gelb, Kücken- und Xebenrücken-Linien ockergelb mit schwarzen Rändern; Luftlöcher-Linie dunkel; Kopf gelblichbraun. An Calluna vulgaris.

perigrapha. R. perigrapha Pilng. (8 e). Vflgl lilagrau; Zelle und Linien schwarz; Kingmakel gross, schräg, un-

regelmässig V-förmig, in den Costalstrich verfliessend , Nierenmakel nach aussen in die Gnmdfarbe ver- fliessend; Hflgl blassgrau. Amdo und Kuku-Nor, Tibet.

lutescens. R. lutescens AV. (= dilucida AV., leonina .SV//;-.) (8e). Vflgl sand-ockergelb, dunkel bestäuiit: die

Makeln dunkel gelbbraun, Ringmakel klein, Zapfenmakel fehlt; äussere und submarginale Linien schwärzlich

RHYACIA. Von W. Warben. 39

gezähnt und deutlich: Randdrittel manchmal dunkler; Htlgl des cf weiss, des ? ockergrau, längs des Saumes rauchgrau. Ural-Gebirge, Husshind.

R. romanovi Christ. (l'2c). Vtlgl schwefelgelb; die obern Makeln wie bei /ulcsceiis, aber rotbraun; romanovi. äussere und sui)niarginale Linien rötlichbraun; Randpunkte und Tüpfeln auf den Fransen rötlich; Hflgl ockergelblich. Armenien.

R. dizyx l'üntj. (8 f). Vtlgl (cf) ockergrau: die obern Makeln viereckig weiss: Costa und Wurzel rf(>y.v. weisslich; Zapfenmakel undeutlich mit einem dunklen Fleck an der .Spitze; 'i trüb kalkweiss: ein viereckiger Fleck zwischen den Makeln, ein zweiter an der Wurzel und ein präsubmarginaler Schatten dunkelbraun; Htlgl dunkelbraun. Tibet, Kuku-Nor.

Sektion IV: Fühler des cf gesägt oder fast gesägt mit Wimper-Büscheln.

R. musiva llhn. (8f). Vtlgl graubraun mit rötlichem Antlug; Costalfeld bis zur äussern Linie breit musiva. cremeweiss; die Ränder der beiden Makeln gleichfalls cremeweiss, ihre Mitte grau; Zelle und ein Klecks darunter an der Wurzel schwarzbraun wie der obere Teil der Schultern ; alle Linien undeutlich ; Htlgl creme- weiss, die Adern und Spitze grau; Fransen gelblichweiss. In Europa ist diese Art von Süd-Russland durch Ungarn, Osterreich und Deutschland bis zur Schweiz verbreitet, auch weit durch Asien, und kommt in .\rmenien und Klein -Asien, im Altai-Gebirge in Sibirien, West- und Ost-Turkestan, Mongolei und dem Amurland vor. — Rp gelblichbraun und dunkel gesprenkelt, mit subdorsalen Schrägstrichen; die Linien dunkel ; auf verschiedenen niedern Pflanzen.

R. clarivena Piing. (12 d). Wie musira, aber die Mediane des Vtlgls ist fein weiss und der Hügl clarivena. ist gelblichbraun statt weiss. Kuku-Nor, Tibet.

R. exoleta Leech (8e). Vflgl trübgelb, oliven getönt; ein kleiner Fleck an der Wurzel der Gosta, exoleta. ein grösserer Fleck auf ihrer Mitte purpurbraun, der letztere umfasst und verdunkelt die beiden oberen Makeln; die Zapfenmakel ist ein kleiner Tupfen: die gewöhnlichen Linien verloschen, die submarginale licht zwischen zwei bräunlichen Schatten; Htlgl gelblichweiss, die Adern und Fransen gelb; Kopf und Thorax braun; Gesicht und Palpenspitzen gelblich. West-China.

R. glareosa Esp. (::= decempunctata 17//., hebraeica Uhn., i-geminum l))ip.) (8f). Vtlgl perlgrau, g/areo5ö. fein dunkel bestäubt; Zelle vor und hinter der Ringmakel samten schwarzbraun: subbasale und innere Linien jede durch je einen schwarzen Fleck auf der Costa und einen zweiten unter der Mediane markiert: äussere und submarginale Linien licht ; Hflgl weisslich, grau bestäubt, besonders beim ?. — Die Art ist auf Europa beschränkt und wird in dessen Süden, in Nord-Spanien, Frankreich, Italien, Tirol und der Schweiz gefunden: auch in Deutschland, Belgien, Dänemark, Schweden und den I)ritisclien Inseln im Norden. — Die Form edda edda. S/f/r. (i= sutfusa VV^/O, die auf den Shetland-Inseln vorkommt, ist dunkel, mit rotbraunem Vtlgl und dunkel- lu'aunem Hflgl; — rosea 7'//// (= var. A. Guen.) ist lilagrau, rosig übergössen: — limbata Gonin, von Aqv rosea. Gironde in Frankreich, hat blaugrUnen Ton der Vflgl und das Randfeld ungewöhnlich dunkel. — Rp blass- Umbata. braun, längs den Seiten dunkler; Rücken- und Nebenrücken-Linien blass, dunkel gesäumt: Luftlöcher-Linie ockergelb ; auf allerhand Arten niederer Pflanzen.

R. castanea Esp. (= laevis Hnw.) (8g). Vflgl blassgrau, mehr oder weniger gelbrot getönt; castanea. Linien und Makeln alle undeutlich ; unterer Lappen der Nierenmakel dunkel ; Hflgl dunkelbraun ; Afterbüschel beim cf rötlich. — Bei der ab. cerasina En: (8 g) herrschen die roten Töne dermassen vor, dass der cerasina. ganze Vflgl trüb tiefrot ist, während bei ab. neglecta llhn. (8g) das Rot beinahe ganz verschwunden neg^/cr/fl. und das Tier trübgrau ist; letztere ist in Grossbritannien die gewöimliche Form, wo die typische rnsfaiicn sel- tener und cerasina unbekannt ist; — die Form xanthe Wood f. soll gelbe Grundfarbe haben; — ab. pallida xanthe. ' '/litt aus Schottland ist weisslich ockergelb; die Makeln rot umzogen: Submarginal-Linie durch rote Punkte /'"""'"• ersetzt. — Die Art kommt in Heidegegenden durch ganz Europa vor, wo ihre Futterpflanze, Calluna, wächst. Rp von grün bis trübrosa variierend, mit dunkler Punktierung: Luftlöcher-Linie breit wei.ss, die andern nur blass. Hampson erwähnt eine Form aus Syrien , die Hflgl weiss mit dunkelbraunem Saum , die wohl als eigne Art gelten kann.

R. descripta Brem. (= pachnobides Sf/jr.) (8 g). Vflgl lilagrau, von rotbraunem Schatten dmvh- descripta. (juert : der Raum zwischen subbasaler und innerer und der zwischen äusserer und submarginaler Linie, sowie der Mittelschatten rotbraun: Zelle dunkelbraun: die Makeln grau: Zapfenmakel schwach; Nieren- niakel oft durch den Mittelschatten verdunkelt: Htlgl dunkel braungrau, ein dunklerer Zelltleck, äussere und submarginale Linien durchscheinend; der rote Ton am Vflgl ist beim cf heller. Amurland.

R. tecta llhn. (= ampla Hbn., carnea Tr.) (8 g, h). Vflgl gelbrot, Wurzel, Costaistreif, Saumfeld, tecta Linien und Makeln grau : Hflgl blass braun. — Eine nördliche Art, die in Skandinavien und Livland, Russ- land, vorkommt. — Hp rötlichbraun mit schwarzer Strichelung: Ringeinschnitte schwarz: i^inien undeutlich, ausser der Rückenlinie, die fein weiss, schwarz gesäumt ist: Luftlöcher weiss, schwarz umzogen: frisst an verschiedenen niedrig wachsenden Gebirgspflanzen.

R. festiva Schi/f. (8h). Vflgl mit grauem Wurzelfeld, Aussenfeid rotbraun; die Linien und Makeln /es/tt'rt. grau; Hflgl trübgiau mit einem dunkeln Möndchen und die Querlinie sowie die Fransen rötlich ; in der Regel

40 RHVACIA. Vom W. Wahukn.

ist das cf lieller als das ?. Kine sehr veränderliche Art, gleich in KarhiinLi; niid lleUi^keit der Zeichnung. - congeiwr. üb. congener Uhu. (8h) ist p;anz rotbraun mit f,'ell)lichen Makein: — ah. subrufa Ilaiv. (8h, i) ist dadurch sühnifa. unterschieden, dass die Zelhvurzel und der Kaum zwischen den Makeln dunkel ist; — ah. conflua ll.-S<hiiff. confliia. ijgj. y.^. ^__ rutbvirgata Tutt) (8 h, i) hat rötlich ockerijeliie Grundfarbe mit dunkler Si)renke]un<i;; — ab. mendica. mendica F. (8i) ist wie letztere, zeigt aber schwarze odei- dunkelbraune Stellen in der Zelle; - ab. ignicola ionicola. U,.Schä/}'. (8 i) hat ockergelbe Grundfarbe mit deutliclier Zeichnung; - primulae A.s7>. ist dieselbe !'"onn, prinmlae. ^^^^-^^ j^^ ^^j^ reelle schwärzlich ausgefüllt; — ab. ochrea-virgata Tutt ist eine gebiinderte Form, indem der vir'eata ganze Zw-ischenraum zwischen Mittel- und Subterminai-Linie dunkler ist; — ab. grisea Tutt (rr^ contlua ^risra. Aiirt. nec Tr.) (8i, k) ist eine kleine dunkelgraue Form mit klaren Makeln; - ab. coerulea Tutt ist von caerulea, lieller Schiefer- oder l^ilafarhe mit blassen Makein; — endlich ist ab. lamentanda Aljili. eine helle einförmig lamentanda. ockergelbe Form ans Sibirien und von Kamtschatka. — Kine in Europa weitverbreitete Art und wahrscheinlich in ganz Nord- und Zentral-Asien vorkommend, von wo sie aus Armenien und West- Sibirien, Turkestan und conflua. Tibet verzeichnet ist. — subsp. conflua Tr. (— thulei Htgr.) (8k) ist kleiner mit schmälerem, spitzerem Vtlgl, rötlichbraun mit Gelblich untermischt: die Makeln gross mit dunkein Zeichen in der Zelle: urs]iriinglich von borealis. Island beschrieben und auf den Shetland-Inseln und in Lappland vorkonnnend; - ab. borealis Zett. (8k) obsoleta. \f.\. eine graubraune Form, ohne irgendwelches Hot, aber mit schwärzlicher Zelle; — obsoleta Tutt (8k) diducta. gleicht hort'dlh, aber die Zelle i.st gleichfarbig und die Zeichnungen undeutlich; — al). diducta /i:tt. hat die Vtlgl grau mit breit rostroter Binde und verdiisteiter Zeichnung. — Kp von ockergrau zu grünlichgrau variieiend zuweilen sogar dunkelbraun; die Linien licht, die subdorsale mit einer Reihe dunkler Zeichen daiiil)er. die manchmal zu Schrägstrichen entwickelt sind: auf verschiedenen niedern l'llanzen und Sträuchern. tcnuis. R. tenuis Btlr. (12b). Vflgl rötlich, der Gostalsaum rotbraun; innere und äussei-e Linien doppelt,

aber undeutlich; Makeln undeutlich; die Kingmakel gross und an das blasse Costalfeld grenzend; Htlgl blassbiaun, nach aussen zu dunkler. Von Buti.kk beschrieben vom Punjab, Indien, aber auch in Kaschmir vorkommend. lorezi. R. lofCzi N/'//-. (8 k). Vflgl rötlich ockergelb, Mittelfeld dunkler; Ende der Zapfenmakel durch einen

dunklen Fleck markiert; die obern ;\Iakeln blass, braun gerandet ; vor der Submaiginal-Linie ein brauner Schatten: Htlgl blass, nach aussen zu dunkelbraun übergössen, aber der Saum selbst blass. — Eine lokale und seltene Ai't, auf die (Jst-Schweiz und Tirol beschränkt. destituta. R. destituta Leech (8k). Vflgl hell gelbrot, ausser der Zelle und deren Umgebung blaugrau und

dunkell)raun iibei gössen; die Linien alle doppelt; die obern Makeln klein und grau, Ringmakel rund, ge- trennt: Htli,d liriiunlicli, (He Fransen rötlich. Die Type ist ein Unikum von Pu-tsu-fong, West-dhina. Itomodiroma. R. homochroma llamps. (81). vtlgl tief schokoladerot, mit Silberbläulich gespienkelt ; die obern

Makeln mit silberblauen braun gesäumten Ringen; die Linien doppelt; Htlgl weisslich, braun übergössen und mit rötlichen Fransen. Yatong, Tibet. Gleicht destituta, ist aber dunkler und kleiner. nyctymerhia. R. nyctymerina .SV^r. (= subdecora ^tgr., decorans Stfii\) (8 1). Vflgl ockergelb, dicht bestäubt mit

dunklen Schuppen und im Discus mit Orange; Linien doppelt; Ring- und Nierenmakel teilweise mit Orange umgrenzt und zwischen beiden ein Mittelschatten; Hflgl dunkelbraun, die Fransen ockergelb. Turkestan. similis. R. similis ^tcfr. (= polita A/ph.). Vflgl wie bei nyrti/mri ina , aber lichter, die orange Schuppen

durch gellilich fleischfarbene ersetzt; Thorax und Fatagia mit Flecken dersellien Farbe; Fransen beider Flügel blass mit einer dunklen Linie. Alexander- Gebirge, West-Tuikestan. paammin. R. psammia Pümj. Sehr ähnlich der siiuili.'i St,<p-., aber kleiner, einförmiger braungiau, ohne dunklere

Bestäubung; Zeichnung wie bei .^iniilix, aber sehr undeutlich. Vom Autor nach einem einzelnen cf aus Askhal)ad beschrieben. Ihapsina. R. thapsitia l'ihif/. Gleichfalls der .^iDÜ/is nahestehend, aber noch kleiner, trüb gelbgrau, alle Zeich-

nungen uiideuilicli : Hflgl nach der Basis zu lichter, mit gelblichw-eissen Fransen. Fergana, Turkestan. leacna. R. leaena l'ün(i. Vflgl sand-ockergelh ohne Bestäubung; die Linien dünn und einfach; obere

Makeln ein Geringes blasser; Htlgl grau bestäubt, die basale Hälfte lichter. Von PCinoelkr nach einem einzelnen V aus Fergana, Ttn-kestan, beschrieben. psammoda. R. psammoda ^t(ir. (81). Vtlgl ockergelb, mit gelbroten Stiiclien in den Fallcu und vor tiem

Saum: nur die Nieremnakel erkeunbar, gelbrot gesäumt; die Adern weisslich; Htlgl weiss. Diese Art, die oberflächlich einer Lcuatnia ähnelt, wird im Uliassufai-Gebirge, Mongolei, gefunden. sikkima. R. sikkima Moore (81). Vtlgl dunkelgrau, stellenweise schwärzlich übergössen und iilassgrau ge-

scheckt, besonders längs der submedianen Falte; die Makeln deutlich geringt und manchnuil weiss ausgefüllt: der IVäsuhmarginal-Schatten dunkel, durch einen lichten Strich aus der Spitze vuiterbrochen : Hflgl weisslich, Adern und Saum dnnkelgrau. — Kommt sowohl in Yatong, Tibet, wie auch in Nord-Indien vor. junctimacula. R. junctimacula Christ. (12h). Vflgl gelbgran; die Makeln weiss mit grauer Mitte; die Zapfenmakel

setzt sich als schmaler weisser Strich bis zur Wurzel fort, darunter ein schwarzer Strich; Ringmakel eng, schräg; Nierenmakel gebuchtet, wurzelwärts längs der Mediane ausgezogen und oft mit der Ringmakel zu-

RHYACIA. Von W. W.muun. 41

sammenfliessend : Siil)inai'giiial-Mnie weiss, vor ihr eine Heiiie langer keilförmiger Zeifheii jenseits einer blassgrauen Binde: Fransen grau niil lichter Wurzel : Htlgl dunkel grau])iaun, die Fransen blasser. In Nord- Persien, West-Turkestan und Tibet gefunden. Fin Exemplar von Tura im P.iitish :\luseum ist grösser mit mehr Weiss im Vtlgl und einem weissen Raum längs des Htlglsaiunes.

R. erschoffi SUp: (= ledereri Step:, nee Krscli.) (81). Vtlgl schmutzig dunkelbiauu mit ziemlich ersdwffi. ausgesprochener Spitze; die Linien blass gesäumt; die Ringmakel l)lassgrau, .schräg, grenzt an einen grauen Costaltleck; Xieienmakel dunkel, licht und buchtig gesäumt; ein dünner schwarzer Strich untei' der Zelle von der Wurzel aus; IHlgl braun, mit grauen Fransen. West-Tui'kestan.

R. militaris Sh/r. C.lai. Vtlgl kalkweiss mit einigen grauen Schatten; Zapfenmakel sehi- lang und mHitaris. schmal, schwarz gcsMuml. einen schwarzen Strich von nahe der Wurzel aus fortsetzend; die obern Makeln weiss, schwarz gesäund, durch einen schwarzen Mittelschatten getrennt; Randfeld schwarzbrami ; Hflgl wei.ss, längs Costa und Aussenrd mit dunkler Sprenkelung; Adern mit einer Reihe dunkler postmedianer schwarzer Striche, l'ssuri, .\murland.

R. fidelis Joim. (ila). Vtlgl blaugrau; die Adern schwer/., mit weissen Schui»|)eu l)estäid)t ; ein fiiMis. schwarzer Strich unter der Zelle, von der Wurzel au.sgehend; beide Falten von gelbroten Strichen durchquert ; die Linien unterbrochen; Zapfenmakel länglich, teilweise schwarz gesäumt; Ring- und Xierenmakeln grau mit schwarzem Saum; Marginalfeld dunkler, von schwarzen Strichen durclKpiei-t. lltlgl weiss mit braun getönten Adern ; Saum bravm. Portugal.

R. porphyrea Schiff. {= strigula TInih,]., ericae Umr., birivia likli. nee Sr/,iff.) (i»a). Vflgl ziegelrot : /wrp/nrra. die Adern weiss; Linien dunkel, unregelmässig weiss gesäumt; die Makeln mit weissen und schwarzen Schuppen gesäumt; Zapfenmakel verlängert, schlank; Ringmakel klein und rund: Htlgl dunkel ockerbraun. Gemein auf Heidetlächen Nord-Europas, findet sich in Grossbritannien und auf den Shetland-Inseln, in Frankreich, Deutschland, Dänemark und Russland, auch in den Pyrenäen und Xord-Itahen. - Die Form mar mor ea marmorea. Gras/, aus Frankreich hat ein blasses verwaschenes Aussehen; - concinna As;;. (= varia F7//., jjicta F.) conänna. ist tief purpurn gefärbt ; — während suffusa Tiiti von den Shetland-Inseln grösser ist als die typische Form snffusa. und braunrot. — Rp rosig ockergelb; die Linien weiss, unterbrochen und gesäumt mit dunkelbraunen Zeichen; Luftlöcher-Linie rosig weiss, oben dunkel gesäumt; lebt an Heide.

R. flavina H.-Srhäff. (12 c). Vflgl weiss mit sehr blassem, schwefelgelbem Anflug: die Linien und Makeln flavina. nur durch zerstreute schwarze Schüppchen angedeutet; Htlgl weisslich, mit einer Wolke längs dem Saum. Eine west-asiatische Art. in Armenien, Klein -Asien, Syrien und Kurdistan vorkommend; auch in Rumelien gefunden.

R. ochrina St,jr. (P21>). Vflgl blass schmutzig-ockergelb; die drei Makeln blasser, mit unterbrochener odirina. Umsäumung von braunen Schuppen; die Linien gezähnt, kaum sichtbar: Fransen gleichfarbig; Htlgl lichter, längs dem Saum gewölkt; Fransen weisslich. Nur in Syrien gefunden.

R. kermesina Muh. Vflgl trüb ziegelrot; die Makeln verwischt, ausgenommen das duid<le untere kermesina. Ende der Xieienmakel; innere und äussere Linien durch Costalflecke markiert, die letztere auch durch Punkte auf den Adern: Hflgl und Fransen weiss. Nur in Spanien und auf Gorsica gefunden.

R. petersi CJuist. il'ih). Vflgl ockergell) mit dunkelbrauner Sprenkelung und die Adern weiss ge- petersi. strichelt: Linien braun, die innere undeutlich, die äussere und die submarginale gezähnt; ein dunkles Mönd- chen auf der Discocellulare ; Fransen weisslich ; Hflgl weiss mit einer ockergelben Tönung längs des Saumes. West-Tuikestan, Askhabad.

R. ripae Hh>i. (= instructa TI7/,;-.) |9a). Vflgl rötlichbraun oder -grau, weiss gemischt; ein Gostal- ripae. strich und die Adern weisslich; die Makeln braun gesäumt, Nierenmakel mit dunkler Mitte; Randfeld oft heller; Hflgl beim cf weiss, beim ? die Adern und der Rand grau. Eine Form der Meeresküste, auch in öden Gegenden erhaflen, die einst von der See bespült waren: kommt in Grossbritannien, Frankreich, Deutschland^ Dänemark, Schweden und Russland vor, in der Mongolei, Sibirien und in Ägypten; eine auf- fallend veränderliche Art, deren Hauptformen sind: ab. nebulosa Sfejjh. eine blassgraue Form, mit dunkel- nelmlosa. brauner Costa, Basis und Aussenrd; — ab. desertorum />'>'/. (= deserticola Ev., alexandrensis B,tkey) {\)h) desertoruii aus Süd-Russland, Sibirien und Ägypten ist grau mit dunkeln deutlichen Linien und :\lakeln; — bei brunnea bnmnea. Tiiti ist die Gruiulfarbe tief rötlicJi-ockergelb mit braunen Linien und Makeln; — grisea Tittt ist dunkel .^mra. schiefergrau mit verdüsterter Zeichnung: eine Reihe kleiner weissbcher Subterminal -Tüpfel; - ab. desillii desiltü. I'irnri (Itb, c) ist eine rötlich graue Form, manchmal gelblich untermischt, mit wohlentwickelter Zeichnung: — albicosta Txtt ist ebenso, aber hier tritt ein weisslicher Costalstrich hinzu; — endlich haben wir zwei fast albkosta. weisse Formen; ab. weissenbomii Fn: (9b), weisslich ockergelb mit den schwarz umzogenen Makeln: — weissen- uiul ab. obotritica Schmiilt , kalkweiss. mit luir wenigen Spuren von Makeln und Linien. -- Rp grünlich ^^''^^^■^.^^ oder gellilichgrau, glänzend; die Linien verloschen; die dorsale und laterale licht mit ilunkclm Saum: Kopf" ^ " """• und Thoraxschild gelbbraun; frisst an verschiedenen (ievvächsen der Meeresküsten.

R. farinosa Sl(jr. ('.) o. Vflgl weiss, braun getönt und dunkel bestäid)! ; die Linien undeutlich, mit .\usnahme farinosa. der Aussenlinie, die auf den Adern gezähnt ist: die Makeln teilweise durch einige schwarze Schuppen an- gedeutet; Hflgl beim cf rein weiss, heim i bräuidich mit weissen Fransen. Nur vom Ili in Ost-Turkestan erwähnt.

42 HHYACIA. Von \V. Wahhfn.

ciiprina. R. cuprina >^tgr. (12c). \ tl.i^l dunkel bleifjrau mit rotem Anlliii^; alle Linien sehr verdunkelt; die

Makeln unteihrochen gesäumt mit weissen und sehwarzen Sclmiipen : lltlgl weiss mit hräuidiclien Adern mid Aussenrd. Im Thian-slian in West-Turkestan gefunden.

Sektion V: Fülller des d" gewiiiipert.

sübsequa. R. subsequa Sihiff. (ilc). Vtlgl lötlichgrau: Ring- und Nierenmakeln licht gesäumt, erstere schräg,

letztere inmur dunkler: Linien undeutlich: ein kleiner schwarzer Fleck auf der Costa vor der Suhmarginal- Linie; Htlgl gelb, mit grossem, schwärzlichem Mittelmond und Suhmarginal-Binde: Fransen gelb. Kommt durch ganz Europa vor, inkl. Noid-Britannien, und in West-Asien, aber überall seltener als oihniia Hiifn. —

consequa. Bei der ab. consequa Ifbn. (=: sai'uiata liinbr.) (9c) ist der Vflgl länger, dunkel graubraun, alle Zeichnungen darauf schwärzlich und viel klarer: die Linien hellgrau, die äussere an der Costa merklich lichter; die .Ahikeln dunkell)raun: eine südlichere Form, die in Sjjanien, Süd-Kussland und Afghanistan vorkommt; und sehr wahrscheiidich spezitisch verschieden ist. — Kp ockergelbbraun, die Linien gelber; die Dorsal- und Luftlöcher-Linien breit , schwarz gesäumt ; eine subdorsale Keiiie schräger schwärzlicher (,)uerstriche. Auf verschiedenen niedern l'tlanzen.

orbona. R. orbona /////)(. (= sul)se([ua Kup. nee Schiß'., pronuba-minor (7//., conies l/bii.) (9d). Vtlgl rötlich-

braun mit brauner Xierenmakel und Htlgl orange mit dunklem Rande und Discalmond; von aiibsequa Schiff'. unterschieden durch das Fehlen des schwarzen Cosfalzeichens vor der Submarginal-Linie; gemeiner als siih- sniiKi Schiff'., aber mit demselben Verbi'eitungskreis, beide ausserdem in Algier und auf den Kanarischen Inseln • (7(/5?(7Hrt. vorkommend; — die Form adsequa 7V. (9c, d) unterscheidet sich durch hellgraue Färbung; — grisea Tiitt grisea. jgj dunkelgrau; — und ochrea Tu// blass ockergelb; — bei rufescens Tuft (= rufa Tiitt) (9 d) ist der Vflgl

ocnrea. „ j^^ rötlich; ^ bei prosequa 7V. sind die Zeichnungen alle sehr hervorstechend; — während ab. curtisii riifcsccfis. o ' r 1 ü

prosequa. AV«-w. (= consequa Cnvt. nee llbii.. xon welcher nigrcscens Tiift nur eine dunkle Form zu sein scheint) (9d)

curtisii. den Vflgl dunkelbräunlich übergössen hat; die Linien, Makelränder und Wurzeln der Fransen gelb; die

Costa oben und unten trübrot; der Htlgl hat das gelbe Basalfeld schwärzlich gewölkt und die Fransen leuchtend

nigru. gelb; auf der Unteiseite ist die Costa breit schwarz; — ab. nigra Tuft, beide Flügel ganz schwärzlich über-

bergensis. gössen, ist eine melanotische Form, nur aus Schottlaiul; — bei ab. bergensis Sji.-Schi. aus Norwegen ist

virgata. der Vflgl zum Teil dunkelbraun übergössen: — bei ab. virgata Tult ist der Medianschatten zur Form eines

attenuata. dunkeln Bandes verstärkt: ab. attenuata nom. nov. (= subsequa Hair. nee Schiff'.) hat den schwarzen

conjuncta. Rand des Htlgls schmal und submarginal; — ab. conjuncta nom. nor. (^= subsequa Ciirt. nee Schiff., var. C.

(iiicii.) ist vt)n brandbrauner Farbe, hat vereinigte ^Makeln und die Adern licht; endlich ist eine sehr abweichende

fumida. Form ab. fumida form. iior. (9 e) von Gypern ; sie hat einen sehr dunkelbraunen grau getönten Vflgl , die Ijinien

und J-iänder der Makeln grau; die Fransen ganz dunkelbraun; Htlgl ganz rauchig-orange: Unterseite ohne

roten Anflug; \'tlgl trüb gelbgrau, Hflgl graugelb. — Rp ockergelb; l^ücken- und Xebenrücken-Linien

schwach, letztere durch eine (^uerlinie auf Segment 11 verbunden: Spiracular-Linie licht mit einer Reihe

dreieckiger Flecken darüber; frisst alle niedern Pflanzen.

pronuba. R. pronuba L. (9e). Vflgl blassgrau (typisch) oder ockergelb, oder rotbraun, oder dunkelbraun, oft

dunkel uiul hell gesprenkelt und mit lichtem Cosfalstreif ; die Makeln ebenso variabel; die Nierenmakel ge- wöhnlich mit dunklem, uiderem Lappen ; ein doppelter schwarzer Fleck auf der Costa vor der Submarginal- Linie; Hflgl orange mit schwarzer Submarginal-Binde: Schultern und Tegulae oft nicht gleichfarbig mit den Vtlgln. Eine gemeine Art, durch ganz Euro])a, West- und Zentral-.\sien und in Ägypten vorkommend; — innnba. bei ab. innuba 7V. (9e) sind der ganze Vflgl und Körper dunkelbraun ohne Zeichnung: — ab. hoegei Il.-Scliüff'. Iwegei. jgt l^lejii und der Hflgl zeigt einen schwarzen Discaltleck : alle Exemplare dieser Form wurden gezüchtet, so

connuba. da.ss sie das Resultat der Bastardierung gewesen sein können; — ab. connuba Hbn. (9e) ist eine Zwerg- form, mit undeutlichen Zeichnungen und blassem, gelbem Hflgl. — H]) schmutzig ockergelb, mit blassen iiinien und einer Reihe schräger schwarzer Striche auf jeder Seite: auf allen niedern Pflanzen. Ausser den oben erwähnten Formen hat Ti'tt Namen für blosse Farben-Varietäten vorgeschlagen, wie z. B. ochrea, rufa, brunnea, coentlescens , zugleich mit Sul)varietäten- Bezeichnungen, die auf \'orhandensein oder Fehlen eines blassen Costaist riches und dunkler Zwischenräume an der Zelle des Vflgls begründet sind.

ailantica. R. atlantica Warr. ( 9 f). Vflgl trüb röthchbraun ; die Zeichnungen undeutlich; Ringmakel rund,

gleichfarbig: Xierenmakel dunkelbraun ausgefüllt; ein kleiner schwarzer Strich auf dei- Costa vor der Sub- marginal-Linie; Htlgl trübgelb, durchaus rauchgrau Übergossen; eine trüb scliwärzliche Submargiual-i^inde: Adern und Aussensaum trid) gelbrot; Fransen gelblich. Azoren.

ittntzi. R. stentzi Lcd. (9f). Vflgl graubraun mit weinfarbigem Anflug und ge^en die Basis dunkel pur|iui-

braun übergo.ssen : Costalstrich bis an die äussere Tiinie, breit cremefarbig: die Zelle, ein dreieckiger Fleck auf der Costa vor der Spitze und ein zweiter an der Wurzel schwarz : die Makeln grau, licht gesäumt : Zapfen- makel kugelförmig: Hinginakel halbkreisförmig, vom Costalstrich ausgehend: Htlgl dunkelbraun: Tegulae samtbraun mit cremefarbiger Wurzel. Altaigebirge, Sibirien: Fergana, West-Turkestan: Ili, Ost-Turkestan ; Amdo, Tibet. Eine kleinere Art als Iriaiigidarin Moore; die äussere Linie schön schwarz; vor der Sub- marginal-Linie eine Reihe schwarzer Flecke.

RHYAOIA. Von W. Warren. 43

R. duicis A/pli. Wie steiilzi, aber kleiiuM', mit schmälern Flügeln; Vflgl mit der gleichen Zeichnung rfw/m-. und dazu mit gelhlicli weisser Mitteladar; die äussere Linie schwach und die costale Querlinie vor der Sub- marginal-Linie trüber; eine Reihe pfeilförmiger Zeichen davor deutlicli; Afterbüschel gelblich. Kuku-Xor, Tibet, h'. r/arirrn(( I'iin(f., aus derselben Gegend, ist grösser, mit sägezähnigen Fhlrn beim cf ; (vgl. p. :-39).

R. refulgens spt'r. uor. (9f). Unterscheidet sich von sloitzi durch glänzend purpurschwarze Grund- refulgens. färbe; Gostalstrich olive-ockergelb; Nierenmakel schmäler, ihr lichter Innensaum mehr gebogen; Zapfen- makel dunkel gesäund und am Ende sjjitz ; Subcostal-Adei' und manchmal auch die Mediane fein, weiss; kleiner als steiit:i und mit schmälern Vflgln. Kommt in Kaschmir und 'ri])et sowohl als aucli in Xord- Indien vor und könnte auch eine Form von duicis sein.

R. triangularis Moare (9f). Vtlgl tief purjjurbraun ; Costalstrich rötlich ockergelb; Hingmakel dreieckig, triangularis rötlich ockei'gelb, in den Costalstrich übergehend; Nierenmakel mit ockergelbem Trd; ein samtiger schwarz- brauner Fleck an der Wurzel unter der Mediane; ein dunkler costaler Querstrich vor der Submarginal-Linie, welche, wie die äussere, licht und dick ist; Hflgl dunkelbraun; Tegulae samtartig braunschwaiz mit ockergelber Wurzel. Ursprünglich von Norwest-Indien beschrieben; die Art kommt aber auch in Kaschmir und Japan vor.

R. musivula Stijr. (9g). Vtlgl blass rotbraun, gegen den Saum zu lichter und grauer; (.lostalstrich musivuta. breit blass-ockeigelb, mit braunem Saume; Costaiis und Subcostalis weisslich; Zelle und ein submedianer Wurzelfleck tief olivbraun; die Makeln grau, licht umzogen; Zapfenmakel klein und dunkel; Ringmakel dreieckig, manchmal ganz weiss; KandfeJd schmal dunkler; Htlgl blass gelblicli-graulnaun ; Fransen rot. Tibet; Amdo und Kuku-Nor.

R. c-nigrum L. (= nun-atrum Es^)., gothica var. singularis Esp.) (9 g). Vflgl purpurgrau oder purpur- c-nignm. braun mit Bleiglanz; Gostalfeld in der Mitte ockergelb, begrenzt durch die stumpf dreieckige Ringmakel; Zelle, ein submedianer Basalfleck und ein Clostaltleck vor der Spitze purpurschwarz; Zapfenmakel klein; Xieren- makel gross, der untere Lappen purpurn; Hflgl ockerweisslich , beim ? init breit dunkelbraunem Saume. Durch ganz Europa; Nord- und Zentral -Asien; China, Japan, Corea. — Rp rotbraun, mit trüb heilern Rücken- und Nebem-ücken-Linien und einer breiten, lichten ockergelben Spiracular-Linie; häutig auf niedern Ptlanzen.

R. degenerata Sf(/r. (9g). Vtlgl blass wollgrau, beim cf mit dunklerer, beim'? mit grauhraxiner degenerata. Bestäubung; (losta, wenigstens in der Mitte, lichter; die Zelle und ein submedianer Wurzelfleck tief oliv- braun; die Makeln wie bei e-nifinim, aber heller; Hflgl weisser; beim ? ist der Wurzelfleck weniger auf- fällig und die hellen Linien sind klarer. Turkestan.

R. Stupenda Btlr. (= stupens Oherth.) (9 h). Vflgl tief purpurbraun ; Costa breit strohgelb bis mv stupenäa. äussern Linie; Linien lichter, dunkel gesäumt; Ring- und Xierenmakel dunkel, ihre obern Teile mit Stroh- gelb durchsetzt; die Zelle, ein Basalfleck und die Submarginal-Linie, besonders an der Costa, schwarzbraun; Hflgl licht strohfarben mit breit dunkelbraunem Rande; Tegulae wie der Costaistreif, mit dunklen Spitzen. - Eine grosse auffallende Art; findet sich im Amurland, in West-Clhina, Japan und Corea. — Die Amurland- Exemplare sind heller, mit aufrechter, nicht gekrümmter Nierenmakel.

R. flammatra Hrhiff. {-. deleta KdIL, basiclavis 117/,;-., bimaculata Mill) (9g). Vflgl grau niit braunem //-"«'«a^'-a. oder lila Anflug; Costa gegen die Wurzel zu heller; ein submedianer Basalstrich, die Wurzel der Zelle und die obere Hälfte der Tegulae samtschwarz; Ring- und Nierenmakel gross und grau, die Zelle zwischen ihnen manchmal dunkel; die Zeichnung an Intensität variierend; Hflgl ockergelb-dunkelbraun, an der Wurzel lichter. Eine grosse Art mit verlängerten Flügeln, weit verbreitet durch Europa, aber nach Norden zu seltener; in West -Asien kommt sie in Kaschmir, Persien, Klein -Asien und dem Altai-Gebirge in Wesf- Sibirien vor. — Rp grün mit hellen Seitenstrichen; auf verschiedenen niedern Pflanzen.

R. mandarina Leech (9h). Vflgl rotbraun; Costalstrich rötlich ockergelb; ebenso die zwei obern iMakeln; mamtanua. Zapfenmakel dunkel; Zelle schwarz; Hflgl gelblich braun; Tegulae blassrot mit dunklern Spitzen. West-China.

R. spania I'ihiii. Vflgl schmal, schwärzlichgrau; Zeichnung undeutlich; aus der Wurzel ein feiner s/'«"'«- schwarzer Strich: die Linien schwarz, doppelt; die Zapfenmakel fehlt; Zelle schwarz; die obern Makeln dunkelgrau, Ringmakel rund, der untere Lappen der Nierenmakel bis zur Berührung der äussern Liine er- weitert; Submarginal-Linie blassgelblich; Hflgl trübgrau. — Ein glattes, feinschuppiges Tier, der relaUt St(p: sehr ähnlich. Von Püngki-kr nach einem einzelnen ? aus dem Thian-shan beschrieben.

R. karschi (Iracs. \tlgl länglich, schwärzhch mit bläulichem Schimmer; die Linien schwach, wie karsdii. hei )ii(/rlc<ni)i L. (fih) angeordnet; die drei Makeln schwarz umzogen; ein schwarzer Strich von der Wurzel zur Zapfenmakel, unterbrochen durch die helle basale Linie; Zelle schwarz ausgefüllt; Xierenmakel seitlich durch einige blassbraune Schuppen markiert; die submarginale Linie besteht aus schwarzen und braunen Flecken : Htlgl dunkelgrau mit gelblichweissen Fransen. Amurland.

R. vidua Stijr. (9h). Vflgl purpurbraun; Costa gebogen, gleichfarbig; Tegulae ockergelb mit vidua. schwarzen Spitzen; sonst wie mandunna Leech, aber die Submarginal-Linie durch eine Reihe lichter Flecken bezeichnet. West-China, Amurland.

44 i;in ACIA, \cui \V. \Vai!I(i:x.

siihpiirpiirrn. R. subpurpiirea I.rirh. \i\<i\ i(itliolil)rauii : ilii' HaiidfekliT, .Makeln und Adern mit lila Schuppen be-

reift: die Sid)(u.stali.s hieit und die Mediana seliniai tielhrot : Zelle schwarz: ein schwärzlicher subniedianer Wurzeltleck und ein llostaltleck vor der .S])itzc: IIIIlcI dunkelbraun: K(p|)t' und Thorax dunkel: Atterl)üschel des Abdomen gelbrot; Unterseite eint'örmig olivlnaun. W'est-lUnna.

cori- R. consanguinea M"i,rf (Min. N'tlgl trüb .ii;elbrot-l)raun ; (lostalstrich bräunlich-ockergelb, braun ge-

sarigiiinea. sännd : die Zelle, ein breiter Strich von der Basis unter der Medianadei' und einige keilförmige Zeichen vor

der Submarginal-Ianie schwai/.braun : lltlgl dunkelbraun, gegen die W'ui'zel lichter. Kaschnur, Tibet; ? Japan.

costaestngn. R. COStaestriga N/y/'. (iUi). Vtigl nilbraun; (lostalfeld zwischen der Innern und der äussei-n Linie iiurpuiii:

Zelle schwarz: .Makeln schwarz umzoyen: \'or der Spitze ein matter Costalfleck: Htlgl hell gelbbiaun. Tibd.

kollari. R. kollari /.('(/. (i'il. Vflgl purpurgrau, die Mediane weinbraun übergössen; Linien deutlich; Basis

des subniedianen Zwischenraumes, die Zelle und ein (lostaltleck vor der Spitze schwarz; Zapt'enmakel klein,

gefolgt von einem braunen bis zum Mittelschatten gehenden Strich; Ring- und Xierenmakel mit roter Mitte

und grauen Ringen; lltlgl dunkelbraun. rral-(iebirge, Hussland : .\ltai-(iebirge, Sibirien; Amurland; Kam-

plumhata. tschatka; die ab. plutTlbata Btlr. aus .lajian ist dunkler, mehr purjtur übergössen, mit düsteren Zcichnnngen.

triangiiltim. R. triangulum liufn. {= sigma Ksp., intermedia Tutt) (iti). Vllgl graubraun mit gelbrütlichem An-

flug: ein kleiner Kleck an der Wurzel, ein Costaltleck vor der Spitze und die Zelle auffallend schwarz- braun; lltlgl duid<ell)raun. T\ommt in ganz Europa vor sowie in Armenien und Kaschnur. — Rp ockerbratm, schwarz getlecki : die Linien hell: eine Reihe verwischter dunkler subdorsaler (hierstriche; frisst an allen niedern Ptlanzen.

äitrapeziiim. R. ditrapezium Bkh. (^ tristigma lt., sigma var. Godf.) (i) i). N'tlgl dunkler als bei fri(ini/n/iiiii, rein

weinbraun; die dunkleren Zeichnungen nicht so schwarz; Hflgl deutlich gelb überhaucht. Allgemein ver- breitet in Euro])a, Sibirien, Turkestan und Amurland. Rp wie die von friniic/u/nm, aber mehr rosa.

tiepwuta. R. depuncta /.. i — - mendosa llhn.) (9i). \'tlgl graubraun, die basale und innere Linie bis zur Mitte

dunkelbraun gesäumt; Hing- und Nierenmakeln gross, grau, mit feinen blassen Ringen; Zapfenmakel kaum angedeutet: ein deutlicher brauner JMedianschatten; Htlgl hell ockerbraun. Weit verbreitet, aber incht pontica. häufig in Europa; — ab. pontica ^V'//-., aus dem Amurland und Turkestan, hat rötlichgrauen Vflgl und :onsenescens. weisslichen Hflgl; — ab. consenescens .SVr/c., gleichfalls von Klein-Asien, ist gelbgrau. — Rp trübbraun; Rückenliiüe durch eine Reihe dunkler eckig rautenförmiger Flecke bezeichnet; Luftlöcher-Linie dunkel, unter ihr eine weisslichc Linie; auf verschietlenen niedern Ptlanzen.

haja. R. baja /■'. (= triconnna Exp., snnthii SnelL) (V)k). Vflgl trüb rotbraun, stellenweise mit leicht lila-

graucni .\ntlug: ein deutlicher schwarzer costaler Querstrich vor der Spitze; obere Makeln gross mit etwas hellen Ringen; unterer Laj)pen der Nieienmakel dunkel; ein Mittelschatten bildet einen braunen Raum zwischen den .Makeln; nahe der Zellwurzel ein schwarzer Punkt; Htlgl ocker- oder gelbgrau. Gemein in btijtila. ganz Europa und Nord -Asien bis Japan; — ab. bajula Stf/r. (iJk) ist kleiner als die typische Form und punctata, grau übergössen ohne jeden roten Anflug: — bei der nördlichem Form punctata Auriv. sind die Linien deutlich durch Punkte auf den Adern markiert: — piirpiirm Tiitf, gri.'<ca Tuff und. rofni/enct'ti.'^ Tuff sind inii- Farben -Variationen. — Rp polyphag, braun oder grau, mit rotem .\nflug: die Linien blass; eine Pcihc schräger dunkler sublateraler Querstriche: ein blasser Querstrich auf Segment 12; Kopf blassbraun.

plecta. R. plecta L. ('tk). \tlgl rotbraun, ])ur])uru übergo.ssen ; ein breit cremefarbener Co.stalstrich bis zur

äussern Linie, manchmal etwas rot gesprenkelt; die Zelle und ein Basalstrich unter der Mediane schwärzlich

oder tiefrot ; Ring- und Nierenmakel mit leuchtend lichten Ringen und grauer Mitte, die letztere von einem

kleinen schwarzen Fleck gefolgt; Linien selten sichtbar; Htlgl weisslich; Patagia rotbraun; Dorsum dimkel

graubraun, manchmal die Wurzelhälffe cremefarben, manchmal ganz cremefarbig. Gemein in ganz Eui-opa,

unimacula. konnni auch in West-Asien, Amurland. Japan und Gorea vor. — ab. unimacula Sftjr. (9k) aus Spanien hat

andeissoni. die Ringmakel undeutlich; — bei ab. anderssoni Ijinijtn aus Skandinavien ist der \ flgl schwärzlich-purpurn;

'ilaiicimaciita. bei ab. glaucimacula (Jrac.-: (lüa) aus dem Amurland sind die Makeln kleiner wie bei Icucouastir und von

Farbe perlgrau; die äussere Ijinie des Vtlgls gut markieii und auf dem Htlgl auch durch Aderpunkle an-

ignola. gedeutet; Patagia schwarzbraun; — ab. ignota Sirinli. (lOa), zuerst von Geylon beschrieben, hat die Zelle

rot wie den Rest des Flügels; europäische Exemplare dieser Form sind gewöhnlich ganz blassrot. mit rot

gesprenkeltem Gostalstrich und gewöhnlich W. Rp gelbbiaun, an der Seite grünei': Rücken- und Snh-

dorsaI-[.,inien rötlich; Luftlöcher-Linie bi'cit gelblich; auf allerhand niedern Pflanzen.

leiicogaster. R. leucogastcr Frr. (10 a). Wie plcffa. aber der Vflgl ist länger und schmäler, weniger rötlich

und VDii mehr olivbrauneni Ton; der (!ostalstiicli rötlich ockerfarben; die zwei Makeln viel kleiner, weiss umzogen: lltlgl rein weiss; Rücken weiss, .Analsegmcnt gelbrot getönt: l^atagia schwarzbraun, nicht rötlich. Auf Süd-Europa (Frankieich, Spanien, Portugal, Italien, Griecdienland) und in Asien auf Palästina beschränkt. - R]) oben braungrau mit feineu weissen Linien und mit breiter gelber Seitenlinie: Bauch grau ; auf Lotus und andern niedern Pflanzen.

Au^f/egebai 10. XI o!i. KHYACIA. Von W. Wahren-. 45

R. sigma Schiff'. (= cliaracterea /?•</>., ditrapezium Esp. nee Schiff., signum F., umbra l'ieir.) (10a). sigma. Vtlgl schwar/.biaun oder tief braun, mit schwachem weinfarbigem Anflug, Costalfeld verwaschen ocker-bräunlich ; die Linien ockergelb, Zelle dunkelbraun; die oberen Makeln gross, grau mit sciiwarzem Saum, Zapfemnakel klein, scliwärzlicii ; Htlgl dunkelbraun. Eine mitteleuropäische Art, die sich in Frankreich, der Schweiz, Deutschland und Osterreich findet: auch in Armenien, Sibirien und dem Amurland. — Rp rötlichgelb, mit weissen Kücken- und Seitenlinien, ein dunkler Schrägstrich auf jedem Segment, mit einem weissen Punkt darüber; frisst an niederen IMlanzen. — Die Form nubila /v'-/). lial das Costa!- und .Apicalfeld des Vtlgls nuhi/a. trüb holzfarbig.

R. albipennis Btlr. (lOb). Vflgl grau-rosa, die Adern fein dunkler; die Linien fein, olhbraun, albipennis. gewöhnlich matt, innere Linie längs der Submedianfalte mit der ßasalHnie verbunden, dann ausgedehnt bis zur Mitte des Irds, vor der äusseren Linie ein olivbrauner Schatten, an der Costa die Njerenmakel umfassend; Ring- und Zapfenmakel nur durch dunklen Saum markiert, ein dunkler Costalfleck vor der Submarginal- linie; Htlgl beim cf gelbweiss, beim ? blass braun, Fransen gelb. Die Art, ursprünglich aus Xordwest-ludien beschrieben, findet sich auch in West-China und Kaschmir.

R. rhomboidea E^p. ( — stigmatica Ifbn., tristigma S/pli. nee 7V. i ilOb). Vtlgl olivbraun, trüb purpurn, rhomboidea. seltener tief weiiifarbig getönt, Zelle und Linien an der Costa tief olivfaibig: die oberen Makeln gross, fast (luadratisch, mit feinen ])lassen Aussenlinien, Zapfenmakel klein, nur an der Wurzel dunkel, Marginalfeld dunkel: Htlgl olivbraun. Allgemein durch ganz Europa verbreitet. — Rp rotbraun; Dorsal- und Sui)dorsal- linien undeutlich grünlich-ockergelb, Luftlöcherlinie blass ockergelb; schräge dunkle Querstriche auf den Segmenten <S — 11 und auf dem letzten ein blasser Querstrich; auf diversen niederen Pflanzen.

R. punicea Ulm. (lol)). Vtlgl blass olivenrötlich, die Adern grau bestäubt: ein breiter olivfarbiger /»w/zVra. Mittelschatten, aucii der Raum zwischen der äusseren und der Submarginallinie oliv, die Linien blasser, oliv gesäumt: die Makeln undeutlich gezeichnet, Zapfenmakel fehlt; Htlgl graugelb, die Fransen rosa. Weit verbreitet in Europa, ausser dessen nördlichem Teil, auch in der Mongolei, Sibirien und Amurland gefunden. — Rp dunkelbraun mit dunkeln leicht angelegten Schrägstrichen auf Segment 4— 11: eine blasse Rückenlinie und ein dunkler Seifenstreif über den Luftlöchern: Thoraxschild braun mit 3 weissen Strichen: auf niederen Pflanzen.

R. brunnea Schiff. (= lucifera K^p., ar\ensis Gmel., fragariae Bkh., carnea Thnhtj., subdolens Btlr.) brunnea. (lob). Vflgl rosig- oder purpurnpflaumenfarbig, die Costalhälfte mit rötlichem und gelbem Anflug, Zelle tief oli\braun; Zapfenmakel durch einen dunkeln Fleck am Ende bezeichnet, Ringmakel länglich und von der Grundfarbe, Nierenmakel ockergelb gesäumt oder ausgefüllt: Htlgl. dunkel gelbbraun, Fransen rosa. In ganz Europa, ausser dem Süden, Sibirien, Amurland, ? Japan. — Rp dunkelbraun: Rücken- und XebenrUcken- linien blass, Seitenlinien weisslich; eine Reihe blassgelber, dunkel gesäumter Schrägstriche und ein gelber Streif quer über Segment 1 1 ; auf niederen Pflanzen.

R. exusta Btlr. (10 c). Vflgl trüb graubraun, purpurn, seltener gelbrot getönt, ein schwarzer Punkt exusta. an der Basis: die Makeln gross, mit feinen blassen Ringen: Linien blass, undeutlich, die äussere Linie niciit gezähnt; Hflgl olivbraun. Japan, West-China, Amurland. — ab. nigromaculata Graes. (10b) hat die Zelle /»g'/'o- schwarz, zwei Flecke bildend und die Zeichnung ist etwas reiner. maculala.

R. umbrosa Hhn. (= sexstrigata Ilaw.) (10c). Vflgl graurof. Adern dunkelgrau: die Makeln dunkel wnbrosa. umsäumt, bei der Zapfenmakel nur die Spitze markiert, Ringmakel manchmal blasser; Linien und Schatten alle dunkel und deutlich; Htlgl gelblich dunkelbraun, gegen den Saum zu dunkler, Fransen gelblich. Eine europäische Art mit beschränkter Verbreitung findet sich in Gross-Britannien, Skandinavien, Holland, Frankreich, Deutschland und der Schweiz. ~ Rp gelbbraun; Rücken- und NebenrUckenlinien blass, letztere oben schwarz gesäumt, Seitenlinien graubraun und gelb; auf niederen Pflanzen.

R. Obuncula HmpK. (lOO. Der umbrosa nahestehend, aber der Vfld mehr gelbbraun; Costa und ol>iincula. Zelle dunkeltiraun : die oberen Makeln grau, Nierenmakel dunkelbraun ausgefüllt, ihr unterer Lappen dunkel, Zapfenmakel nur kouturiert: auf der Costa vor der Submarginallinie eine braune Wolke: Htlgl gelbgrau, die Fransen gelb. Kuku-Xor, Tibet.

R. orphnina I'ihif). Der obiincnla Hmps. sehr nahestehend, aber kleiner, früher und grauer: die orplmina. Linien und der Miftelschatten reiner; Zelle nicht dunkler; die Makeln weniger hervortreten lassend. Zapfen- makel fehlt. — Von Püngeler nach einem einzelnen ? aus Aksu. Mongolei beschrieben.

R. mandarinella llmps. (— maudarina l.crcl, , Trans. Ent. Soc. 1900, j). +7i (10 c). Vflgl gelbrot. wfln- purpurn angehaut'ht : Zapfemnakel klein, unileutlich i)ei,nenzi. die anderen gelbrot. ockergelb gesäumt. Ring- darmella. nmkel klein und rund; Htlgl blassbraun, Fransen rötlich. Von West-Cliina beschrieben, konunt aucli in Tibet, ^'atung vor.

R. rubi View. (= radica Exp., bella Ulli., t|uadnit\uii Uhu., jidsticata \Vlkr.\ (10c). Vtlgl trüb grau- n;W. rosa, mit olivfarbenen Querlinien und Schatten: Zelle braun; Nierennuikel weiss gesäumt, Zapfenmakel nnt einem dunklen Endtlecir; Handfcld dunkel; Htlgl blass gelbgrau mit rosa Fransen. Auf Nord- und Mittel-

III '

obsciira. nigra.

46 HHYACIA. V..n W. Wauhkn.

Europa beschränkt, Gross-Britannioii. Skandinavien, Kusslanii, (».sterrt-icii, Deutschland, Frankreicli, Sibirien, florida. Turkestan , Ivanitscliafka. — Die ab. florida Schmidt (10 c) scheint nur eine helltarl)i<,'f und ijutijezeichnete Form zu sein, die nicht in Gross-Britannien vorkommt. — Hp braun init blassen Itiicken- und Xel)eurücken- linien und breiter gelblicher Seitenlinie; auf allen niederen l'llanzen.

xantho- B. xanthographa Schiff. (^= tetragona Hmr., cohaesa If.-Schäff.) (10 d). Vtlijl trüb braun; die oberen

graplia. Makeln mit blassen Hingen, Nierenmakel manchmal ganz blass, Kingnuikel rund, Zapfenmakel fehlt; Htlgl ocker-gelbliciuveiss. Beim cf nur nach dem Saum zu, beim ^ bieit dunkelbraun übergössen. Allgemein vei'- budensis. breitet in Eurojia und durch ganz West- Asien ; bei der ab. budensis h'vr. (10 d) ist die Grundfarbe grau; — eltitior. bei ah. elutior .[Iph. (10 d) sind die Vtlgl heller gefäibt, entweder zimiuetbnuui oder gelbgrau — und bei palaesti- ah. palaestinensis lüdchh. (10 d) sind alle Zeichnungen deutlicher, wiUirend die (Jiundlarbe blasser ist. — //('«s/s. ab. obscura Tutt und ab. nigra Tittf repräsentieren die rötlichschwarzen und grauschwarzen Formen, mit manchmal reinen, bei anderen fast verwischten Makeln, im Norden von Schottland vorkommend; Htlgl ebenfalls schwärzlich; riifcscenx Tiitt und ritfa Tuff sind nur Farben -Varietäten. — Rp grünlich-ockergelb; Hücken- und Nebenrückenlinien blass, dunkel gesäumt; dazwischen eine Reihe Schrägstriche; auf vei'schiedenen niedei-en l'tlanzen.

nivisparsa. R. nivisparsa I'tlr. (lOe). Ntlgl grau mit schwarzer Sprenkelung; ilie Linien schwarz, dopjielt ;

Zapfenmakel schwärzlich; die runde Hing- und die Nierenmakel grau mit dunklerer Mitte; die Zelle und der Haum hinter der Nierenmakel schwarz; Submargiiuillinie weisslich. auf l)eiden Seiten dunkel übergössen; Htlgl dunkelbraun. Goorais-Tal und Rata, Kaschmir; uisprünglich von Xord-Indien beschrieben.

nehti/a. R. nebula Leech (10 e). \ tlgl steingrau; Linien fein und gebrochen; ein olivbrauner Mittelschatten,

der sich um die Nierenmakel, die wie der Grund gefärbt, aber licht umsäumt ist, herum verdichtet; Ring- makel rund, an der Spitze der Zapfenmakel ein schwarzer Punkt; eine dunkle Wolke an der Costa vor der Subterminallinie , und kleinere in der i\Iitte und über dem Irde; Htlgl braungrau mit dunklem Zellfleck und blasseren Fransen. Tu verschiedenen Gegenden West-Chinas gefunden; das o^ ist bis jetzt unbekannt.

flavibriinnea. R. flavibrunnea Liech (10 e). Wie canescens Bfir. in Grösse und Färbung, aber breitflügliger; Linien

unterbrochen schwarz markiert; obere Makeln sehr gross, blass gesäumt, zwischen ihnen ein brauner Schatten, Zapfenmakel undeutlich mit einem dunklein Pimkt an der Spitze; eine braune Binde zwischen dei' äusseren und der Submarginallinie; Htlgl dunkelbraun. West-China.

dahin. R. dahin llhn. {= descripta Ancf. nee Brcm., erythrocephala IIiiw., candelisetjua Sfrph., rufa Tuff (lOe).

Vtlgl rotbraun mit beim cf ockergelber Tönung; das ? dunkler jnn-purbraun ; Linien bei den helleren cTö" rein; die Makeln von der Grundfarbe, der untere Lappen der Nierenmakel dunkel, der obere manchmal ockergelb, Zapfenmakel mit schwarzem Punkt an der Spitze; ein deutlicher dunkler Mittelschatten. Beim ? ist die Submarginallinie licht; Htlgl trüb dunkelbraun, die Fransen rosig. — Eine variable Art, die in Gross-Britannien, Frankreich , Deutschland , Osterreich und Russland vorkommt und allgemein verbreitet durch ganz Nord- nana. Asien, China und Japan, in verschiedenen Formen : ab. nana Sf(/r. von Südost-Sibirien ist eine Zwergform, canescens. nicht viel mehr als halb so gross wie das typische Tier. — ab. canescens Bflr. (= subdolens BfIr. cf) (lOe) ist im (jegensatz dazu immer grösser als die Exemplare aus Europa.

tarda. R. tarda Leech (10 f). Vflgl dunkel graupurpurn, lichter an der Costamitte; Zelle schwärzlich; die

Makeln blass ockergelb mit ockergelber ]\litte. die Ringmakel schräg. Zapfenmakel matt und undeutlich ; eine dunkle Wolke auf der Costa vor der Subterminallinie ; Htlgl dunkelbraun, die Fransen blasser. Nach einem einzelnen ? von Hakodate, Japan, beschrieben.

riibicilia. R. rubicilia Moore (= nigrosigna Moore) (10 f). Vflgl einfarbig olivgelb; die runde Ring- und die

Nierenmakel mit undeutlichen Konturen , Spitze der Zapfenmakel durch einen dunkeln Punkt bezeichnet ; Htlgl dunkelbraun, Fransen lebhaft rot. Eine nordindische Art, die auch in Kaschmir vorkommt.

luficaiida. R. ruficauda i<pec. nor. (^ rubicilia Hinpg. pt.) (lOf). Vtlgl wie deparra BtJr.. aber kleiner; ilie .\ntennen

des cf gewim))ert, incht gekämmt; Costalfeld lichter, gelbHch olivenfarben, der übrige Flügel trüb rotbraun; in den Zeichnungen der ridjicilia Moore aus Indien gleichend; die Makeln mit schwarzen Punkten und Strichen gesäumt; der äusseren Linie folgt eine doppelte Reihe schwarzer Aderpunkte mit einem blassen l'unkt dazwischen; Hllg! dunkelbraun mit rötlichen Fransen; Kojjf und Thorax rötlich; Abdomen des ? grau, des cf weisslich, die Seiten- und der Analbüschel hell gelbrut. ,la]ian und West-China. — Bei riihiciJia Moore sind Kopf, Thorax und Vflgl ganz olivgelb.

basistriga. R. basistriga Moore (tOf). Vtlgl rehbraun mit leicht lilagrauem Anilug; Miltelschatten und Liiiien

sammetbraun; die innere Linie unter Ader 1 stark nach aussen gewinkelt; die .Makeln dunkelbraun umrandet, Zapfenmakel deutlich; eine dunkle Wolke von der Basis aus längs des Innenrands; Htlgl des cf schmutzig weisslich, die Adem, der Zelltleck und Aussenrd grau, beim ? braungrau, Fransen rosa. " Von Mckhü. aus Nord-Indien beschrieben; kommt auch in Tibet und West-China vor.

RHYACIA. Von W. Wakken. 47

R. tincta Lccch (10 f). Vfl^l trüb tiefrot, an der Wurzel mit einigen lilagraueii Schuppen; die King- tincta. makel ausgetiillt und die Xierenniakel konturiert mit dem gleichen Grau; Htlgl dunkell)raun mit roten Fransen. Von Lkkch nach einem einzelnen ? vom Omci-.shan , West-China, bescin-ieben. — Der lt. ceradioides Moore aus Nord-Indien sehr nahestehend.

R. griseivena Ilmps. (iOg). Vtlgl blass oHvbraun, die Adern bhiugrau; alle .H Jlakeln (\eut\\ch, griseivena. blassgrau, erst weisslich, nach aussen schwarz gesäumt; Submargiiiallinie blass uiul deutlich, vor ihr keil- förmige schwarze Zeichen; Htlgl graubraun. Sowoiil in Kaschmir wie in Xord-Indicn gefangen.

R. trigonica AljiJi. (lOg). Vflgl blass rotgrau; die Linien blass und undeutlich, innere Linie beim ? trigonka. sehr schlag: Zelle rotbraun: Kingmakel ein weites Dreieck, oben in das (^ostalfeld tliessend, seine Spitze unten nicht bis an die Mediana heianreichend; Htlgl weiss, Adem und Saum rosa-grau; — bei ab. cap- capnoptera. noptera Püng. sind die Adern des Vtlgls dunkel und an der Unterseite ist der Vtlgl und das Costalfeld vom Htlgl tiefer rot als bei der typischen Form. West- und Ost-Turkestan.

R. eugramma Ilmps. (10g). Vtlgl dunkelbraun; das Mittelfeld dunkler gegen die Linien zu, die blass eugramma. und schwarzgesäumt sind; Kingmakel rund, ockergelbe Schuppen in schwarzem Kinge enthaltend, Xieren- makel schwarz; vor der Subterminallinie eine Reihe lebhaft schwarzer keilförmiger Zeichen; Htlgl blass- grau mit wolkiger äusserer und Submarginallinie. 1 ? aus Ta-tsien-lu , West-China. Nach Hampsox sollen die Dornen der Vorderschienen am äusseren Ende und längs der Aussenseite sehr stark sein, wie in seiner Gattung Forosac/rotis ; es ist möglich, dass diese Art mit dem sibirischen Falter identisch ist, dei' von Staidinger als patidn Wlkr. angesprochen wurde; aus Labrador und den Rocky Mountains y

R. fennica TkkscIi. (^ tauscheri H.-Sc/iäff'.) (10g). Vflgl schmal, langgezogen, schwarzbraun, der fennica. Ird mit einem breiten ockergelben oder fleischfarbigen Streif; Zapfenmakel schmal , schwarz oder schwarz- gesäumt, King- und Nierenmakel blassgrau, letztere ockergelb getönt, ihr unterer Lappen dunkel; oft befindet sich ein blasser Fleck am Apex; Hflgl weisslich, längs des Saumes dunkelgrau; ? einförmig dunkel aschgrau; Linien ein wenig dunkler; die Makeln schmutzig weiss. Schweiz und Kussland, Sibirien, O.-Turkestan luid Amurland. — Rp braunschwarz gesprenkelt; Rückenlinie undeutlich; Subdorsallinie aus Reihen weisser Punkte gebildet; Seitenlinie weiss, doppelt; auf allen niedrigwachsenden Pflanzen.

R. coUina Bsd. (= montana Frr.) (12b). Vflgl graurot; die Linien schwarz; ein kurzer schwarzer collina. Strich von der Wurzel aus; Zelle dunkler, oft schwarz; Kingmakel blass, dabei oft deutlich, Nierenmakel blass gesäumt ; Adern , besonders gegen den Aussenrd zu , grau ; Hflgl braungrau. Weit verbreitet durch Mittel-Europa, in den Gebirgen Süd-Frankreichs, der Schweiz, Schlesiens, Galiziens, Rumeliens, Schwedens und Russlands vorkommend; und in Asien in West-Turkestan, Tibet und Ost-Sibirien. — Die Form kenteana >'<(/;•. kenteana. aus letzterer Gegend ist viel brauner und die Zeichnungen des Vflgls sind verloschen. — Rp ])urpurgrau ; eine lichte, schwarzgesäumte Rückenlinie und eine Reihe subdorsaler schwarzer Punkte; Seitenlinie gelblich mit einer Reihe schwarzer Zahnflecke darüber; Luftlöcher weiss mit schwarzen Ringen; auf dem 11. Segment ein gelber Ouersti'ich; auf verschiedenen niederen Pflanzen.

R. dewitzi Grae.-<. Oberflächlich der 0. polj/ffona F. ähnlich: Vtlgl breiter; innere und äussere Linie dewäzi. doppelt, aber undeutlich, die äussere gegen die Costa zu weiss ausgetUllt; alle 3 Makeln gross, blass gelblich mit dunkler Mitte; Zelle schwarz; Costa mit schwarzen Flecken; Hflgl trüb gelb, an der Wurzel lichter, mit grauem Zellfleck. Amurland. — Eine kleine Art, von Graesee nach 2 cf cf aus Chabarofka beschrieben; die Beschatfenheit der Fhlr nicht ei'wähnt.

R. melancholica Li'i/. (12b). Vflgl purpurgrau; Mittelfeld, besonders die Zelle, dunkler; iiuiere und melamiw äussere Linie blassgrau mit einer feinen dunklen Linie in der ]\Iitte; die Makeln blass grau mit weisslichen Konturen, die Nierenmakel schmal und gewinkelt; Hflgl ockergelbweiss mit grauem Saumfeld und Spuren einer Aussenlinie. Nur aus Central-Asien, Sibirien, Tibet, Amurland.

R. sareptana H.-Schäff'. (12h). Vflgl trüb purpurgrau; ein Fleck auf der Hasis der Submedianfalte sareptaru und die Zeile schwarzbraun; Saumfeld dunkler; die Makeln haben die Grundfarbe, mit matt lichtem Saum: Hflgl dunkelbraun. — Eine Art von unscheinbarem Aussehen, die in Sarepta, Südost-Russland und in Klein- Asien vorkommt.

R. bonza /'/>'«(/. (12 c). Vflgl in Grösse, Gestalt und Zeichnung wie Aenna Ilhn.G., aber heller braun botiza. von Grundfarbe; die Costa blasser; die Linien gelblich gesäumt; die Makeln klein, aber klar; Zelle schwarz ausgefüllt; Hflgl blass gelblich, längs des Saumes dunkler; ein länglicher eckiger Zellfleck. Gefunden in Kuku-Nor, Tibet und in dem Aiexandergebirge, W.-Turkestan.

R. poliogramma Ilmps. (6g). Vflgl dunkelgrau, stark mit lichten Schuppen untermischt, was e\\\ poUograr gepudertes .\ussehen ergii)t: die Adern hellgrau; Zapfenmakel schwarz, spitz, durcli einen blassen Strich mit der äusseren Linie verbunden: die oberen Makeln grau, weisslich umzogen: Linien hellgrau gesäumt; Hflgl dunkelbraungrau. Kaschmir. Nur das ? ist bekannt.

48 RHYACIA. Von W. Wakken.

albifurca. R. albif'urca Ersch. (^ coslata >^7.7c.). Vflo;l schwärzliclibi'aun, die Linien ockergelb; Mediana, Sub-

mediaua und die drei Medianäste feinschwarz, ockergelb gesäumt; ein breiter ockergelber Stricli über dem Ird von der innern zur äussern Linie, verbunden mit einem schrägen, lichten Streif von der l?asis der Mediana; Zapfenmakel gross und dunkel gesäumt; Ring- und Nierenmakel ockergelb, bei letzterer der erweiterte untere Lappen dunkel; ein ockergelber Fleck an der Zellwurzel und ein zweiter auf der Costa jenseits der äussern Linie; der Raum vor der Submarginallinie schwarz, hinter derselben purpurn; Hilgl blass dunkelbraun mit weisslichen Fransen. — Weitveri)reitet in Zentral-Asien, kommt in West- und Ost-Sibiiicn, West- und Ost- Turkestan, Tibet und der ^longolei vor. agalma. R. agalma Vünfi. (lOli). \tlgl blassgrau längs Kostal-, Ird undAussenrd; Linien licht und klar, stark

schwarz angelegt: Subkostai- und Miltelader fein weisslich: die andern Adern dick rötlich grau beschuppt; die Makeln mit rötlich grauen Zentren; beide Falten und eine Heihe keilförmiger Flecken vor der SuhniaiLrinal- linie tief rotbraun; Hllgl dunkel graubraun. — Kuku Nor, Amdo und Sinin-Geb., Tibet. juvenis. R. juvenis Stifv. (= coelebs .S/yr. Tris XII. nee caelebs Sttjr. Iris VIII) (12 c). Sehr nahstehend der

capmstis I.iil., aber eher kleiner; Vtlgl grau, schwarz bestäubt und mit blassen Querlinien; die Iltlgl (<f) wie bei capiiistis, weiss. — Zeitun, in Klein- Asien. deplanata. R. deplanata Kv. (= deplana /'Vr, autumnalis Ohirlh.) 10 hl. \'tlgl ilunkel graubraun ; Saum dunkler:

Zelle schwarz. Die obcrn Makeln blassgrau; innere Linie auf dei- Subco.stalis und unterhalb Ader 1 sciiarf aus- wärts gewinkelt; dazwischen koid^av; Hflgl des ? dunkel graubraun. — Eine asiatische Art, gefunden im Lfralgebirge, in Wesl-Sibiiien, Tihcl und (U-ni Amurland. miittanf^iila. R. multangula Ubii. rlOii). N'tlgl dunkel graubraun; die Zelle, die Wurzel der Zapfenmakel und ein

Stricli von dessen Spitze zur äussern Linie schwärzlich; Saum dunkler mit undeutlicher Submarginallinie; sub- Iltlgl braungrau. Das d' ist heller und kleiner mit weisserem Hflgl. — ab. subrectangula >'^tgr. (= rectangula rectangula. ßg(i_ ^^t.) ist nur eine dunklere Form ; ab. dissoluta >7'/r. (10h) ist grauer und heller, die dunkeln Zeichnungen äisso Uta. -^^^ Kontrast lebhafter. Die Art konnnt durch ganz Süd-Europa vor, in Klein- Asien, Armenien, Persien, Tur- kestan, Tibet und Amurland. — Hp erdbraun; Kückenlinie weiss; lebhaft schwarz gesäumt; Subdorsallinien ti'üb, blass, mit einem länglichen schwarzen Fleck auf jedem Segment; Seitenlinien weisslich; Luftlöcher schwarz; Thoraxschild braun mit drei weissen Linien; Kopf schwarzbraun mit zwei dunkeln Strichen; angeblich anGalium.

capnistis. R. capnistis Lrd. (lOi). Vtlgl olivgrau, alle Adern lichter, Zelle schwarz; die Ringmakel stellt einen

kleinen Ring mit dunkler ;\lilh' dar; Zapfenmakel lang und schmal, licht umzogen: die innere Linie bildet einen langt'ii, scharfen Zahn unter Ader 1 ; im Saumfeld sind die Zwischenräume zwischen der äussern und der Submarginallinie schwärzlich; Htlgl weiss; die Adern gegen den Saum sind dunkel; Hlb weisslich. Klein- Asien, Syrien. Nord-Persien, West- und Ost-Turkestan. semna. R. semna l'Ung. Der capnislis nahestehend; aber heller, die Zeichnungen reiner: die Adern alle blassgrau

und die Linien licht; eine Reihe schwärzlicher Keilflecke vor der Submarginallinie; Htlgl weiss. Askhabad.

rectangula. R. rectangula Schiff. (.— exclamans Ev.) (lOi). Vtlgl purpurbraun mit grauer Sprenkelung; Costa

mit dunkelbraunen dreieckigen Flecken; Zelle zwischen den obern Makeln und die Basis (manchmal auch die ganze) Zapfenmakel sciiwärzlich; die Umsäunumg der Makeln sehr zierlich ockergelb, die Nierenmakel- längs der Mediana ausgezogen bis zur Berührung der Kingmakel; Hflgl trüb weisslich: nach dim Saum

andereggil.